: Annekatrin Puhle
: It's magic Magie ist keine Zauberei
: Neue Erde
: 9783890603605
: 1
: CHF 17.10
:
: Spiritualität
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
In unserer heutigen durchrationalisierten Welt scheint kein Platz mehr zu sein für Magie. Und doch gibt es sie. Wir sprechen hier nicht von der falschen Magie, die auf Täuschung beruht, sondern von der echten, sowohl der überlieferten wie der erforschten. Denn ja: Schon seit weit über hundert Jahren werden magische Phänomene erforscht; und uns den Stand der Dinge darzulegen, wer ist da besser in der Lage, als eine Frau, die sich seit Jahrzehnten mit magischen Phänomenen befasst. Eine einfache Frage: Glauben Sie an ASW (außersinnliche Wahrnehmung)? Nein? - Aber Sie haben doch sicher schon einmal geträumt. Was ist ein Traum anderes als eine Wahrnehmung, die uns sogar zutiefst aufwühlen kann, der jedoch keine sinnliche Wahrnehmung zugrunde liegt? Die magische Welt ist nur eine kleine Drehung im Bewusstsein entfernt, und in diesem Buch wird sie in all ihren Facetten ausgeleuchtet. Aber nicht nur das: Es bietet immer wieder praktische Anregungen und Übungen, wie wir die Welt der Magie kennenlernen und uns erschließen können.

Annekatrin Puhle hat an der FU Berlin Philosophie, Ethnologie und Anthropologie studiert und wurde mit einem Thema über die stoische Ethik zur Doktorin der Philosophie promoviert. Seit 25 Jahren arbeitet sie in Forschungsprojekten über 'Außergewöhnliche menschliche Erfahrungen', auch als Psi bekannt. Im Auftrag des von Hans Bender gegründeten IGPP in Freiburg i.Br. holte sie vergessenes Wissen ans Licht, das sie weltweit auf Tagungen, in Vorträgen und in den Medien weitergibt. Sie ist Autorin von elf Büchern.

1.


Die innere Magierin


Die Magie ist in mir. … Sie ist in uns allen.

Frances Hodgson Burnett
Aus »The Secret Garden«, 1911

Erinnern Sie sich noch an Ihre Kindertage? An die Zeit, wo die Welt einen magischen Schleier trug und alles möglich war? Da gab es sie, die Magie, die große Zauberin, die das Potenzial in ihren Händen hielt, mit dem sie alles verwandeln konnte. Sicher, die Kinderjahre sind eines Tages vorbei, doch die Welt ist nach wie vor die alte mit ihrem sagenhaften magischen Potenzial. Nur sehen die Erwachsenen die Dinge mit anderen Augen, mit einem begrenzten Bewusstsein. Viele gestatten sich dann nicht mehr, ihren Geist frei schweifen zu lassen, sondern zwängen ihn in ein Korsett, das bisweilen zwar nützlich ist, in Wirklichkeit aber einen großen Teil des Lebens – sogar mehr als die Hälfte – ernst zu nehmen verbietet. Selbst wenn viele es am eigenen Leibe erfahren und noch so oft angesichts der Geistererscheinung von Hamlets Vater hören, dass es mehr Dinge im Himmel und auf Erden gibt, als sich die Schulweisheit träumen lässt (1. Akt, 5. Szene), ist die Versuchung groß, geheimnisvolle Erfahrungen als Irrtümer und Halluzinationen, zu Deutsch als Unsinn abzutun.

Geisterhafte Musik

In einem Interview schildert der Vater von Udo Jürgens ein kleines magisches Ereignis mit seinem siebenjährigen Sohn: Sie waren unterwegs, und auf einmal drückte der kleine Udo die Hand seines Vaters und fragte ihn, ob er das auch hörte. Der Vater verneinte, er hörte nichts. Noch einmal fragte der Junge, ob er nicht doch auch hören könnte, was er gerade hörte. Aber der Vater hörte beim besten Willen immer noch nichts. Dann verlangte der Junge nach einem Stück Papier und etwas zum Schreiben und kritzelte flink ein paar Striche auf den Zettel – nun könnte er nicht mehr vergessen, was er gehört hatte. Am nächsten Morgen spielte er nach se