: Rudolf Langthaler, Michael Hofer
: Naturphilosophie Traditionelle Themen und gegenwärtige Herausforderungen
: new academic press
: 9783700321484
: 1
: CHF 15.00
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: Allgemeines, Lexika
: German
: 170
: Wasserzeichen/DRM
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: PDF
Es sind vor allem die Entwicklungen bzw. die beeindruckenden Ergebnisse der modernen Kosmologie, der modernen Physik und der zeitgenössischen Biologie, die über die engeren Fachgrenzen hinaus auch auf grundlegende Fragestellungen führen, die jedoch nicht innerhalb dieser Fachwissenschaften selbst hinreichend zu beantworten sind. Diese Probleme sind zum Teil wissenschaftstheoretischer Natur, sofern sie die Grundlagen und Begrifflichkeiten bzw. Methodenprobleme der jeweiligen Wissenschaften betreffen;gleichwohl weisen die leitenden Themen dieser modernen Wissenschaften auch auf Problemstellungen, die traditionellerweise dem Gebiet der Naturphilosophie zuzuordnen sind. Die unter solchen Vorzeichen gestellten Fragen etwa nach dem Wesen der 'Materie', 'Raum und Zeit', 'Kausalität und Zufall', 'Was ist ein Naturgesetz?' 'Was ist Leben?' bzw. die Bestimmung des Anorganischen', 'Evolution und Teleologie', der Unterschied zwischen 'Natürlichem' und 'Artefakten' (und daran geknüpfte biotechnologische Anschlussfragen) - und nicht zuletzt das vielverhandelte Thema 'Konstruktivismus und Realität' - sind lediglich besonders prominente Beispiele hierfür.Indes berühren die einschlägigen Fragestellungen auch das Verhältnis zwischen den modernen Naturwissenschaften und der Philosophie selbst - zumal mit den Entwicklungen der modernen Naturwissenschaften mitunter ja auch der Anspruch verbunden ist, die traditionellerweise zwar der Philosophie zugeordneten Themen nunmehr in diesen (bzw. durch diese) Wissenschaften überhaupt zu beerben und sie so von 'wissenschaftsferner Spekulation' und Ballast zu befreien. Auf solche Weise stellen die Entwicklungen der modernen Naturwissenschaften und daran geknüpfte Ansprüche zweifellos auch eine besondere Herausforderung für die Naturphilosophie dar, die in der Tradition der europäischen Philosophie stets eine bedeutsame und selbständige philosophische Disziplin dargestellt hat.
Inhalt5
Vorwort7
Zum Verhältnis der neuzeitlichen Naturwissenschaft zu einer modernen Naturphilosophie9
I. Notwendigkeit der Konstruktion in den Naturwissenschaften10
II. Zum Unterschied von Naturwissenschaft und Empirismus13
III. Fassung der Welt unter der Form des Objekts oder der Subjekt-Objekt-Einheit?15
IV. Schwierigkeiten einer Kritik der Hegelschen Naturphilosophie17
V. Die höchste Aufgabe des spekulativen Denkens19
VI. Das begriffslogische Verhältnis von Individuum und Gattung23
VII. Arbeitsteilung und Größenbildung26
Naturphilosophie: von der Metaphysik zur Physik30
I. Naturphilosophie in der gegenwärtigen Metaphysik30
II. Atomismus: Demokrit, Newton und die heutige Situation32
III. Was sind die Atome? Räumliche Strukturen34
IV. Veränderung: dynamische Strukturen42
V. Räumliche und dynamische Struktur46
Phänomenale Wahrnehmung und die Idealisierungstendenz der Natur50
I. Einleitung50
II. Der objektiv-idealistische Naturbegriff51
III. Das systemische Phänomen der Emergenz54
IV. Phänomenale Wahrnehmung und Empfindung56
V. Idealisierungstendenz der Natur66
Hegels Naturphilosophie und die Wissenschaften von der anorganischen Natur72
I. Berechtigte Skepsis gegenüber Hegels Naturphilosophie?72
II. Konstruktionsprinzipien von Hegels Naturphilosophie76
III. Inhaltliche Grundzüge von Hegels „Mechanik“ und „Physik“80
IV. Defizite der Naturwissenschaften nach Hegel89
V. Schlussbetrachtung98
Natürlich „natürlich“? Zur Frage der Umgestaltung und Neuschöpfung des Natürlichen100
I. Das Natürliche als Gegenstand menschlicher Intervention103
II. Versuche, das Natürliche durch Technik zu überwinden108
III. Neuschöpfung des Natürlichen?112
IV. Fazit116
‚Durchdringung‘ als ontokosmisches Grundmuster bei D. Bohm, G. W. F. Hegel, F. W. J. Schelling. Transzendentallogische Koinzidenz als Modellidee einer holografischen Fundamentalstruktur des Universums.117
I. 1. Skizze des Problems: Systematisch-problemgeschichtlicher Vergleich117
I. 2. Der ‚holografische Komplex‘ als strukturanalytische Herausforderung in metatheoretischer Hinsicht120
I. 3. Das einschlägige, kosmosphilosophische Konzept David Bohms121
I. 4. Nochmalige Zuspitzung der holografischen Analyse in philosophischer Hinsicht123
I. 5. Ausweitung der Strukturanalyse durch eine auf Formalität Analyse aus metatheoretisch-philosophischer Sicht.125
II. 1. Gegenüberstellung und Analogisierung in Gestalt einer potentiellen denkgeschichtlichen Parallele innerhalb der Prinzipienreflexivität ‚Spitzenleistungen‘ des sog. ‚deutschen Idealismus’127
II. 2. Eine entsprechende Problemanalyse anhand gewisser Kernreflexionen Hegels128
II. 3. Eine entsprechende Problemanalyse anhand gewisser Kernreflexionen Schellings133
III. 2. Erneuter Vergleich unter problemgeschichtlich- systematischer Hinsicht: Erste Schlussfolgerungen aus dem Modellvergleich137
III. 3. Auswertung beider bisheriger Bezugspunkte – geometrisches Modell, spekulative Systembegrifflichkeit (III. 1) – für das dritte Bezugsthema: die Holografie und entsprechende Folgerungen139
IV. Schlusszusammenfassung140
Franz Rosenzweigs philosophische und politische Jugendschriften142
Tragik eines Missverständnisses149
I. Gliederung und Inhalt des GH163
II. Synopsis als „Orientierungshilfe“ für Heideggers Philosophie165
III. Heidegger und der Nationalsozialismus in Hinsicht auf den Begriff des Volkes167
Hinweise zu den Autoren169