: Sir Peter Ustinov Institut
: Feindbild Zuwanderer Vorurteile und deren Überwindung
: new academic press
: 9783700320449
: 1
: CHF 15.00
:
: Sozialwissenschaften allgemein
: German
: 194
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Eine gelungene Kombination von Ursachenforschung und Fallstudien zu einzelnen Erscheinungsformen des Feindbilds Zuwanderer, mit Strategien für dessen Abbau."" (Zeitschrift für Politikwissenschaft) Migrantinnen und Migranten sind wie kaum eine andere Gruppe persistierenden Vorurteilen ausgesetzt. Der Sammelband zeigt die Ursprünge des Feindbildes Zuwanderer und Wege zu seiner Überwindung auf. Der vom Sir Peter Ustinov Institut in Wien herausgegebene Band befasst sich mit Vorurteilen gegenüber Migrantinnen und Migranten ­ vor allem sogenannten Drittstaatsangehörigen, die aus armen Ländern nach Europa migrieren. In zwei Abschnitten ­ Migration und Integration ­ wird Fragen nach Ursachen und Funktion von Feindbildern, nach der sachlichen Realität der Bedrohung, aber auch nach gesellschaftlichen und privaten Vorteilen aus einer gelungenen Integration und dem möglichen Weg dorthin gefragt.Beiträge von Heinz Fassmann, Hilde Weiss, Anton Pelinka, Barbara Frischmuth u. v. a. m.
Inhalt5
Vorwort des Herausgebers7
I. Das Feindbild „Zuwanderer“: Woher kommt es und was bewirkt es?9
Ursachen und Konsequenzen des Feindbildes „Zuwanderer“: Ein Überblick9
Literatur17
Wahrnehmung einer – vermeintlichen – Bedrohung durch Zuwanderung und empirische Realität19
Die Realität der Einwanderung in Europa19
Ambivalente Einstellung gegenüber Zuwanderern21
Angst vor Identitätsverlust22
Angst um Arbeitsplätze24
Der reale Effekt der Zuwanderung auf Wirtschaft und Gesellschaft in Europa27
Realität des Effekts der Zuwanderung am Beispiel Arbeitsmarkt29
Maßnahmen zur Verhinderung der Vorurteile gegen Zuwanderer32
Schlussfolgerung33
Literatur34
Tiefenpsychologische Wurzeln von Feindbildern und die Abwehr von Mitgefühl und moralischer Verantwortung37
Die Schlüsselszene: Die besten Freunde brauchen einen Feind38
Die Disposition zur Radikalität41
Die riskante Position des Dritten43
Tiefenpsychologische Gründe für die kindliche Konfliktlage44
Die infantile Verführbarkeit durch gesellschaftliche Feindbilder44
Die gesellschaftliche und politische Bedeutung frühkindlicher Beziehungsstrukturen45
Was tun?48
Zusammenfassung48
Literatur49
II. Europäische Perspektiven51
Die Geographie der Europäischen Migration – ein Überblick51
Vorbemerkung51
Die Umkehr der Wanderungen51
Bestandsgröße: die ausländische Wohnbevölkerung56
Rechtliche Differenzierung59
Fazit62
Literatur63
Rechtsstellung des „Zuwanderers“ innerhalb der EU und geplante Maßnahmen der EU bei der Asyl- und Einwanderungspolitik165
Demographische Herausforderung65
Wirtschaftliche Herausforderung66
Entwicklungen in der gemeinsamen Asyl- und Einwanderungspolitik67
Die Rechtsstellung der Zuwandernden in der EU69
Vorurteile sind noch weit verbreitet72
Integration am Beispiel Deutschland73
Perspektiven für die europäische Migrationspolitik75
Quo vadis?: Eine zentrale Frage an die europäische Migrationspolitik76
Literatur76
Feindbild „Muslim“ in Europa77
Kopftuch81
Moscheebauten82
„Parallelgesellschaft“83
Publikationen von Musliminnen und Muslimen85
Literatur87
Roma in Osteuropa: Eine europäische Krise89
Die Underclass-Situation90
Literatur97
Zuwanderer als Feindbild99
Medien: Neue Wege der Inspiration und Information99
Politik: Führung und Perspektive sind gefragt100
Zivilgesellschaft: Neue Formen der Zusammenarbeit sind gefordert101
Resümee102
Literatur102
III. Voraussetzungen und positive Effekte einer gelungenen „Integration“103
US-Erfahrungen mit Integrationsmaßnahmen103
Einführung103
Daten zu Immigration103
Einwanderung105
Einbürgerung106
Die Integration von ImmigrantInnen108
Reform?110
Fazit111
Literatur112
Wie weit sind wir mit der Integration gekommen?113
Was hat diese einschneidenden Verbesserungen bewirkt?115
Was ist in Zukunft wichtig?116
Voraussetzungen einer erfolgreichen „Integration“ in der Migrationsgesellschaft119
Literatur128
Jugend und Integration – Chancen und Barrieren interethnischer Beziehungen129
Einleitung129
Was ist „Integration“, wie gelingt sie?130
Die interkulturelle Schule: Chancen und Barrieren137
Schlussfolgerungen: Welche Maßnahmen sind erforderlich?140
Literatur142
IV. Orientierungslinien für einen Abbau des Feindbildes „Zuwanderer“143
Politik ohne Feindbilder?143
Rechtspopulismus145
Populismus in der Schweiz148
Schluss148
Literatur150
Bildung als Beitrag zur Feindbildbekämpfung153
Zuwanderung als Teil gesellschaftlicher Normalität153
Zuwanderung ist nicht Zuwanderung154
Politische Bildung: Ihre empirische und ihre normative Seite155
Politische Bildung hat eine kognitive und eine affektive Dimension158
Wer betreibt politische Bildung?160
Was kann politische Bildung?161
Literatur162
Mehr Respekt vor anderen und mehr Dialog – Menschenrechte als Orientierungslinien für einen Abbau des Feindbildes „Zuwanderer“163
Einleitung163
Menschenrechte als Rechte aller Menschen: Anspruch und Wirklichkeit164
Allmähliche Einbeziehung exkludierter Gruppen als Fortschritt im Geist und in der Praxis der Menschenrechte166
Menschenrechte und Staatsbürgerrechte173
Fremde und Zugewanderte sind Menschen zweiter Klasse176
Fehlendes Unrechtsbewusstsein bei der Ungleichbehandlung von Fremden176
Die UN-Konvention über Wanderarbeiter – ein Schutz für Zuwanderer?178
Gründe für die Ungleichbehandlung von Fremden180
Können die Menschenrechte dennoch einen Beitrag zum Abbau des Feindbildes „Zuwanderer“ leisten?181
Literatur183
Zuwanderer als Feindbild185
Autorinnen und Autoren191