: Birgit Feierl-Giedenbacher
: beten - einreden - durchhecheln Sprechakte in Franz Michael Felders Roman"Sonderlinge"
: new academic press
: 9783700320111
: 1
: CHF 15.00
:
: Sprach- und Literaturwissenschaft
: German
: 346
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Dieses Buch darf als Pionierarbeit bezeichnet werden, zumal im deutschen Sprachraum zwar sehr wohl theoretische Aussagen zum Thema 'Sprechakttheorie und Literaturwissenschaft' getätigt, jedoch keine vergleichbaren Analysen an umfangreichen Texten vorgenommen worden sind.Derim dörflichen Milieu des 19. Jahrhunderts angesiedelte Roman 'Sonderlinge' von Franz Michael Felder eignet sich für eine solche Analyse besonders gut, da der Autor beinahe blind war und vielleicht deshalb ein so außergewöhnliches Ohr für das Sprechen in seinem Umfeld hatte. Die vorliegende Untersuchung zeichnet die Sprechakte und Redestrategien der im Roman auftretenden Figuren nach und stellt damit eine ganz neue Methode der Figurencharakteristik vor.
Vorwort7
1 Prolog11
1.1 Ein Sonderling betritt ein unbestelltes literarisches Feld11
1.1.1 Leben und Werk: Ein kurzer biographischer Abriss19
1.1.2 „was den Augen Des Körpers zu sehenmir Das Schicksal nicht gestattete“25
1.2 „Sonderlinge“31
1.2.1 Inhaltsangabe des Romans „Sonderlinge“31
1.2.2 Zur Textauswahl: Warum „Sonderlinge“?48
1.2.3 Zur hier verwendeten Ausgabe der „Sonderlinge“51
2 Sprechakttheorie und deren Bedeutungfür ein literaturwissenschaftliches Anliegen53
2.1 Sprechakttheorie: Anliegen und terminologisches Inventar53
2.1.1 Einführung53
2.1.2 J. L. Austin: „How to do things with Words“55
2.1.3 J. L. Austins Erben – die Weiterentwicklung der Theorie der Sprechakte63
2.1.4 Fazit69
2.2 Sprechakttheorie und literarische Texte69
2.2.1 Selbstreferentialität literarischer Texte?70
2.2.2 Parasitäre Ausnutzung der Sprache?72
2.2.3 Eine fruchtbare Begegnung76
2.2.4 Fazit und Ausblick83
3. Künstlerisches Selbstverständnis:„Franz Michael Felder, Litterätle“87
3.1 Erkenntnisse durch den Briefwechsel88
3.1.1 Exkurs: Beschwerliches im Alltag der Briefeschreiber90
3.2 Briefe an Moosbrugger: „das beste Materialzum 2ten Theil seiner Lebensgeschichte“92
3.2.1 „ein Dichter, der nützen und nicht bloß schmeicheln will“93
3.2.2 „Ich will Volksschriftsteller werden“97
3.2.3 „Ärger als dieser Schriftsteller kann man’s nicht mehr machen“100
3.3 Bauer oder Dichter?103
3.3.1 „daß ich niemals ein echter Bauer werde“104
3.4 Die Briefe an Rudolf Hildebrandvom „Bregenzerwälder-Bäuerlein“111
3.4.1 Episode über einen „auszugsweisen Abdruck der Briefe“113
3.5 Zusammenfassung116
4 Zur Sprache Franz Michael Felders119
4.1 Felders eigene sprachliche Entwicklung119
4.1.1 „anders […] als sonst die meisten Wälder sind“123
4.1.2 Felders sprachliche Emanzipation126
4.2 Entwicklung der Sprache:Von „Nümmamüllers“ zu „Sonderlinge“127
4.2.1 „Mischungssprache“128
4.2.2 „Sonderlinge“131
5 Der Text als Sprechakt des Autors – „Sonderlinge“ als Sprechakt(e) Franz Michael Felders133
5.1 Illokutionäre Rolle(n)?133
5.1.1 Den illokutionären Rollen außerhalb des Textes auf der Spur135
5.1.2 Zu den illokutionären Rollen im Text141
5.2 Perlokutionäre Aspekte151
6 Sprechakte des Erzählers der „Sonderlinge“157
6.1 Grundsätzliche Bemerkungen zur Strategiedes Erzählers157
6.2 Zur Rolle des Erzählers159
6.3 Stellenwert des Sprechens in der Erzählung164
6.3.1 Beschreibung der Figuren anhand ihres Sprechens bzw. Redeverhaltens164
6.3.2 Beschreibung von Tieren, Naturphänomenen und Gegenständen anhand von Ausdrücken kommunikativer Semantik167
6.4 Wiedergabe des Sprechens bzw. Redeverhaltens der Figuren: Verba dicendi und Ausdrücke kommunikativer Semantik174
6.4.1 Theoretische Vorüberlegungen: Zum Begriff Verba dicendi bzw. Ausdrücke kommunikativer Semantik175
6.4.2 Zur Auflistung der Ausdrücke kommunikativer Semantik182
6.4.3 Resümee über die Arbeit mit den Tabellenund den so gewonnenen Überblick188
7 Sprechen und Sprechakte der Figuren193
7.1 Leitgedanken zur Figureninterpretation194
7.1.1 Illokutionäre Bewertung der Verba dicendi und Ausdrücke kommunikativer Semantik196
7.1.2 Vierzehn Kategorien197
7.1.3 (Sprach)Philosophische Vorüberlegungen203
7.2 Männliche Sprecher206
7.2.1 Sepp206
7.2.2 Barthle214
7.2.3 Franz221
7.2.4 Senn231
7.2.5 Klausmelker239
7.2.6 Weberle244
7.2.7 Männliche Sprecher mit akademischer Bildung253
Nachbemerkung261
7.3 Weibliche Sprecherinnen269
7.3.1 Mariann269
7.3.2 Rösle293
7.3.3 Marie297
7.3.4 Zigeunerin302
7.4 Sprecher-Kollektive309
7.4.1 Gemeinde309
7.4.2 Bauern316
7.4.3 Schnäpsler326
8 Epilog: „Erbrechen, Zunge gelähmt […]“.Franz Michael Felders Verstummen333
Bibliographie337