: Walter Thaler
: Mut und Wille Salzburgs Sozialdemokratie 1960-2010
: new academic press
: 9783700320067
: 1
: CHF 15.00
:
: Politikwissenschaft
: German
: 340
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das Bild einer Partei wird von Persönlichkeiten und ihren oft auffällig unterschiedlichen Zugängen zur Politik und teils gegensätzlichen Eigenschaften und Wirkungen auf die Menschen geprägt: Gegliedert in Perioden, die sich an den fünf Parteivorsitzenden von Karl Steinocher bis Landeshauptfrau Gabi Burgstaller orientieren, ist das Buch eine höchst informative Partei- und auch Landesgeschichte.Der Autor Walter Thaler, Politikwissenschafter und lange Jahre selbst aktiver Politiker, nutzt seine Doppelrolle und setzt in seinem Buch auf den analytischen Blick und zugleich die kenntnisreiche Innensicht der Dinge. Unter Mitarbeit von Christian Dirninger gelingt damit eine Darstellung fernab von Klischees und grober Vereinfachung - das Buch ermöglicht vielmehr einen differenzierten Blick auf die Komplexität des 'politischen' Landes Salzburg.
Inhalt5
Vorwort von Anton Pelinka8
Vorwort von Walter Thaler10
Das Problem der Periodisierung13
Kapitel 1 50 Jahre wechselvoller Geschichte Von der Arbeiterpartei zur Volkspartei: 1960– 201015
1. Parteien – im Alltag präsent, in der Verfassung unbekannt15
2. SPÖ gestern und heute – eine Gegenüberstellung18
3. Die Entprovinzialisierung der SPÖ in den sechziger Jahren20
4. Das stabile Dreiparteiensystem der sechziger und siebziger Jahre25
5. Die Partei hört auf Heimat zu sein28
6. Die These vom Ende der Sozialdemokratie31
7. Der Aufbruch der Frauen: Mauerblümchen, Quoten- und Powerfrauen34
8. Das Ende des klassengebundenen Wählens36
9. Die Partei( en) in der Medienfalle42
10. Die SPÖ in der Globalisierungsfalle43
11. Personenkult statt politisches Projekt?46
12. Die SPÖ und die Wirtschaft ( von Christian Dirninger)47
13. Von der Mitglieder- zur Wähler- und Fraktionspartei55
14. Die Direktwahl der Bürgermeister und das Zerbröseln politischer Bastionen58
15. Vom Proporz zur Konkurrenzdemokratie – ein demokratiepolitischer Durchbruch61
16. Die sieben dürren Jahre – die SPÖ in Opposition auf Bundesebene63
Kapitel 2 Die Parteivorsitzenden69
Karl Steinocher (1966–1978):Weichenstellungen in die neue Zeit (Christian Dirninger)69
1. Dimensionen des Wandels69
2. Der politische Lebenslauf von den 1950er zu den 1960er Jahren71
4. Die Landtagswahl 196477
5. Parteipolitische Weichenstellungen am Beginn der „ Ära Steinocher“80
6. Landespolitische Schwerpunktsetzungen85
7. Die Landtagswahl 1969 – der Landeshauptmann in greifbarer Nähe90
8. Herausforderungen und Akzentsetzungen in den frühen 1970er Jahren92
9. Die Landtagswahl 1974 und die Strategie der „ konstruktiven Opposition“ im Landtag96
10. Wachsende innerparteiliche Kritik und der Rücktritt Steinochers101
Herbert Moritz (1978–1984): Öffnung zur bürgerlichen Mitte und Demokratisierung der Kultur107
1. In den Schuhen des Großvaters107
2. Der milieufremde Intellektuelle in der Parteizeitung111
3. Von der schreibenden Existenz in die Regierung114
4. Die Öffnung der SPÖ zur bürgerlichen Mitte121
5. Die Stadt Salzburg als Seismograf politischer Umbrüche123
6. Der Erfolg bei der ersten Wahl127
7. Die Erosion des Parteiengefüges durch die Stadtwahl 1982131
8. Die Ernüchterung134
9. Der krönende Abschluss: Minister für Unterricht und Kunst137
10. Markenzeichen: Geradlinigkeit und Grundsatztreue140
Wolfgang Radlegger (1984–1989): Das tragische Scheitern des Hoffnungsträgers144
1. Von Buenos Aires nach Grödig144
2. Der politische Raketenstart148
3. Mit 32 Jahren jüngster Landesrat154
4. Den Landeshauptmann im Visier157
5. Reschens triumphaler Erfolg bei der Stadtwahl 1987164
6. 1989 – das Schreckensjahr der Salzburger SPÖ165
7. Das zweite Leben: Manager bei Wüstenrot176
Gerhard Buchleitner (1989–2001): Durchs Tal der Tränen zum Erfolg181
1. Ein Kärntner in der Salzburger Stadtpolitik181
2. Buchleitner als Landespolitiker185
3. Die Serie von Krisen189
4. Buchleitners Konsolidierungskurs205
5. Mut zu Verfassungsreformen208
6. Die Sensation: die Erfolge bei der Landtagswahl und der Stadtwahl 1999211
7. Die Stafette geht an Gabi Burgstaller217
Gabi Burgstaller (ab 2001): Die „rote Gabi“ schafft den Wechsel222
1. Ein „ window of opportunity“ bringt frische Luft ins Salzburger Klima222
2. Der Klubvorsitz als Sprungbrett225
3. Als erste SPÖ- Frau in der Landesregierung226
4. Die „ rote Gabi“ schafft den Wechsel232
5. Das BAWAG- Debakel und die Nationalratswahl 2006239
6. Personeller Umbau, Rückschläge und Krachen im Koalitionsgebälk240
7. Landtagswahl 2009: das Halten der Poleposition247
8. Burgstallers Erfolg: Trennlinien der Gesellschaft wurden weicher256
Exkurs: Othmar Raus – der ideale zweite Mann259
1. Noch ein Oberösterreicher in Salzburg259
2. Vom kämpferischen Klubchef zum moderaten Landesrat261
3. Der Krisenmanager264
4. Der Rücktritt vom Rücktritt268
5. Ein Abschied in Ehren270
Kapitel 3 Parteien in der Krise273
1. Das Schrumpfen der Großpartei( en)273
2. Politik als Showbusiness277
3. Die Sinnkrise der Sozialdemokratie279
4. Berufspolitiker als Ursache der Politikerverdrossenheit?286
5. Die Partei ohne Nachwuchs288
6. Ethos und Kampagnen296
7. Strategie ohne Werte oder Werte ohne Strategie?299
Kapitel 4 Links – eine erstrebenswerte Vision303
1. Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte linke Politik303
2. Netzwerkpartei als Antwort auf die Ideologiekrise?307
3. Die Zukunftsfähigkeit der Salzburger Sozialdemokratie311
Kapitel 5 Tabellen319
1. Landesparteivorsitzende, Landesparteisekretäre und Landesfrauenvorsitzende der Salzburger SPÖ319
2. Die SPÖ-Abgeordneten im Nationalrat seit 1945320
3. Die SPÖ-Abgeordneten zum Bundesrat ab 1945320
4. SPÖ- Frauen im Salzburger Landtag (2. Republik)321
5. Die SPÖ- Bürgermeister der Landeshauptstadt Salzburg322
Anhang323
1. Verzeichnis der Tabellen und Diagramme323
2. Literatur- und Quellenverzeichnis324
3. Bildnachweis332
4. Abkürzungsverzeichnis333
5. Personenregister334