: Anton Pelinka, Karl Semlitsch, Maria Halmer
: Was bleibt von der Shoah? Kontext, Praxis, Nachwirkungen
: new academic press
: 9783700320036
: 1
: CHF 15.00
:
: 20. Jahrhundert (bis 1945)
: German
: 276
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Wir stehen an einer Zeitenwende: noch geben einzelne Überlebende des Holocaust ein unmittelbares und tief beeindruckendes Zeugnis von der Shoah. Doch es wird unabänderlich eine Zeit ohne diese Zeitzeugen kommen und spätestens dann stellt sich die Frage: Welche Richtung wird die Bedeutung der Shoah für die kommende Generation ohne diese Zeitzeugen nehmen? Oder anders gefragt: Was bleibt von der Shoah? Amcha Österreich, das Komitee zur Förderung der psychosozialen Betreuung von Überlebenden des Holocaust in Israel, will diese Frage aktualisieren und den Versuch wagen, erste Antworten zu initiieren und Wege aufzuzeigen. Amcha Österreich fühlt sich dabei in besonderem Maße der Stockholmer Erklärung über den Holocaust verpflichtet, in der es heißt, dass 'der Holocaust für immer in unserem kollektiven Gedächtnis verankert bleiben muss.' Zugleich will Amcha Österreich auf eine immer noch bewegende Frage aufmerksam machen: 'Wie gehen wir heute mit den Überlebenden des Holocaust um?' Dazu sollen Beispiele von ESRA in Österreich und von AMCHA in der Schweiz, Deutschland, Österreich und in Israel Einsicht geben.
Inhalt5
Vorwort7
„Was bleibt von der Shoah ?“7
„Wie gehen wir heute mit den Überlebenden des Holocaust um ?“7
Über den Holocaust, die Kinder und die menschliche Freiheit11
Parlamentsrede11
DER KAMIN12
Der Holocaust als Diskussionsthema in den Vereinten Nationen und der Europäischen Union23
1. Internationale Organisationen als Stätten einer Erinnerungskultur23
2. Die Vereinten Nationen als Weltgewissen24
3. Erinnerungkultur an den Holocaust im Lichte der europäischen Integration26
4. Das europäische Geschichtsbewusstsein als Element einer europäischen Identität31
Holocaust Trauma in Israel33
Political influence39
What’s in a name? 8 Variations on a Theme47
Theme. Persecuted Jews.48
Variation I. Displaced Persons.49
Variation II. War Refugees.49
Variation III. Former Camp Inmates.50
Variation IV. Victims of Nazi Persecution.50
Variation V. Survivors of the Holocaust.51
Variation VI. Witnesses of World War 252
Variation VII. Eligible Survivors (The ’First Circle’).52
Variation VIII. Hardship Survivors and ’Those Who Fled’ (2nd and 3rd Circle).53
Finale. Recognition55
„… kein Fest der Freiheit und Freude“157
Der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im österreichischen Parlament57
Gedenken als Zeichen der Zeit – gesellschaftliche Vorbedingungen in Österreich und Europa58
Das parlamentarische Verfahren zum Beschluss des Gedenktages60
Erinnerung, Mahnung, Handlungsauftrag – die bisherigen Gedenktage im Überblick63
Die Zukunft der Erinnerung und des Gedenkens73
DIE WAHRNEHMUNG DER SHOAH IN ÖSTERREICH77
1. „Wir alle sind Opfer“79
2. Die Negierung des Besonderen der Shoah81
3. Der Generationenbruch85
4. Resumé89
Erinnern an die Notwendigkeit des Erinnerns93
Wie die Debatte über den Nationalsozialismus ablief und wie sie weiter getragen werden könnte93
Der Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus zur Zeitenwende: Was war. Was ist. Was bleiben soll.103
Zeitenwende104
Was war…105
… Was ist …109
Symbolische Anerkennung der Opfer110
Materielle Entschädigung114
… Was bleiben soll …115
Gedenken, Erinnern und Tradierung von Wissen118
Erinnern ohne Zeitzeuginnen und Zeitzeugen?122
„Auslandsgedenkdienst“123
1. Allgemeine Informationen über den Auslandsdienst1125
2. Überblick über Gedenkdienststellen2129
„Was hat es mit mir zu tun?“151
Das Vermittlungskonzept an der Gedenkstätte Mauthausen151
Grundsätzliche Überlegungen151
Das pädagogische Konzept der Gedenkstätte Mauthausen155
Kommunikative Pädagogik durch Interaktion157
Herausforderung Interaktion159
Die Erfahrungen in der Psychotherapie von sehr alten Holocaustüberlebenden163
Die Leugnung des Holocaust – ein Instrument neonazistischer und antizionistischer Politik175
Zu den Begriffen: Holocaustleugnung, NS-Apologetik, „Revisionismus“?178
Argumentationsweise und Methoden der Holocaustleugner181
Holocaustleugnung in Österreich183
Die Internationale der Holocaustleugner185
Bekämpfung der Holocaustleugnung187
Amcha – das zweite Zuhause193
25 Jahre psychsosoziales Beratungszentrum für Überlebende der Shoah193
Einleitung193
Psychotherapie mit Überlebenden: allgemeine Überlegungen199
Übertragung und Gegenübertragung200
Von der Theorie zur Praxis202
Schlussfolgerungen208
AMCHA210
Das psychosoziale Zentrum ESRA215
Die Arbeit mit der ersten Generation215
Die transgenerationelle Arbeit in ESRA mit der zweiten, dritten und vierten Generation221
AM ANFANG WAR EIN ANRUF231
So begann meine Freundschaft mit Amcha Österreich.231
Die Tätigkeit des Vereines ist nicht auf Gewinn ausgerichtet232
Amcha – was heißt das?233
Die anstrengende Reise nach „Damals“235
AMCHA in der Schweiz239
Kurze Geschichte des Schweizer Freundeskreises von Amcha240
Die Aktivitäten241
Die Kontakte zu Amcha Israel243
Jom HaShoah und der 27. Januar245
Was bleibt?248
Am Eisloch fischen – Unterstützung für Amcha-Israel nach 1989 in Deutschland251
Vorbemerkung251
Jährliche Leistungen an Amcha Israel von 1991 bis 2010265
Autoren, Herausgeber271
AMCHA Österreich273
AMCHA Israel273
Fotonachweis274
Dank an Sponsoren276