Die Fackel weitertragen
Es herrscht eine gute Stimmung bei Greenpeace International in Amsterdam. Die Wortführerin, eine junge Frau von vielleicht siebenundzwanzig Jahren, fuchtelt wild mit den Armen, wenn sie redet. Ihre Augen blitzen vor Begeisterung und ihre blonden Haare, die sie hinten in einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat, fliegen wild hin und her.
„Guten Morgen. Also, ich bin Anna. Genau. Ich bin hier bei G.I. angestellt. Aber das wisst ihr ja schon durch unsere Telefonate und Mails. Und das ist mein Bruder Jan Verhoeven.“ Dabei wies sie mit ihrem Kopf auf einen schlacksigen jungen Mann an ihrer Seite. Der nickte freundlich mit dem Kopf.
„Hallo in die Runde!“
„Willst du nicht noch ein Wort mehr sagen?“
„Na gut. Also, ich bin nicht nur ihr Bruder, sondern auch ihr Angestellter oder richtiger: ihr Laufbursche. Immer wenn sie pfeift, muss ich springen. Natürlich ehrenamtlich.“
Allgemeines Gelächter.
„Meine Brötchen verdiene ich als Lehrer, als Geschichts- und