: Wolfgang Hering
: Eine Pandemie kommt selten allein
: Books on Demand
: 9783753415895
: 1
: CHF 6.10
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 284
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Buch ist ein historischer Roman, in welchem sich jüngste Gegenwart und nahe Zukunft vermischen. Es geht von der simplen Erfahrung aus, dass viele Dinge im privaten, wie im öffentlichen Leben anders ausgehen als es geplant und gewünscht war. In diesem Fall will eine Greenpeace-Gruppe in Bosnien das blaue Herz Europas retten, erlebt aber durch menschliche Unzulänglichkeiten und Rachegefühle eine Katastrophe mit zum Teil tödlichem Ausgang. Dazu kommt für zwei Überlebende eine lebensgefährliche Begegnung mit tschetschenischen Migranten in der Wildnis zur kroatischen Grenze, die sie wegen durch Covid-25 erfolgter Grenzschließung illegal überqueren wollen. Im letzten Augenblick werden sie durch einen Einsiedler und seinen Hund gerettet.

Wolfgang Hering, Jahrgang 1939, war 40 Jahre lang Pfarrer der Evgl. Kirche. Seit seiner Pensionierung war und ist er in vielfältiger Weise tätig: als Urlauberseelsorger, als Schiffspastor, als Gruppenleiter für viele Reisen, als Pilger und - als Autor. In seinen Romanen beschäftigt er sich mit der Begegnung des westlich geprägten christlichen Glaubens mit dem westlich geprägten Nichtglauben ebenso, wie mit seiner Beziehung zum östlichen Christentum und zu anderen Religionen.

Die Fackel weitertragen


Es herrscht eine gute Stimmung bei Greenpeace International in Amsterdam. Die Wortführerin, eine junge Frau von vielleicht siebenundzwanzig Jahren, fuchtelt wild mit den Armen, wenn sie redet. Ihre Augen blitzen vor Begeisterung und ihre blonden Haare, die sie hinten in einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat, fliegen wild hin und her.

„Guten Morgen. Also, ich bin Anna. Genau. Ich bin hier bei G.I. angestellt. Aber das wisst ihr ja schon durch unsere Telefonate und Mails. Und das ist mein Bruder Jan Verhoeven.“ Dabei wies sie mit ihrem Kopf auf einen schlacksigen jungen Mann an ihrer Seite. Der nickte freundlich mit dem Kopf.

„Hallo in die Runde!“

„Willst du nicht noch ein Wort mehr sagen?“

„Na gut. Also, ich bin nicht nur ihr Bruder, sondern auch ihr Angestellter oder richtiger: ihr Laufbursche. Immer wenn sie pfeift, muss ich springen. Natürlich ehrenamtlich.“

Allgemeines Gelächter.

„Meine Brötchen verdiene ich als Lehrer, als Geschichts- und