: Karin Thiel
: Gartengeschnatter Eine wahre Geschichte von Laufenten und ihren Menschen
: Books on Demand
: 9783753468549
: 1
: CHF 4.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 176
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
ie wahre Geschichte entstand aus Liebe zu Tieren und Spaß an Wörtern. In humorvollem und nachdenklichem Ton erzählt sie von erstaunlichen Charakterköpfen, die den heimatlichen Garten bewohnen und lenkt einen Seitenblick in die Wälder Estlands, wo viele Jahre zuvor eine große Tierliebe begann. Von hier führt das Geschehen wieder dorthin zurück, wo ein Laufentenpaar für den Seelenfrieden seiner Menschen sorgt und Entengeschnatter zur Lieblingsmelodie der Autorin wurde. Kurze philosophische Betrachtungen zum besonderen Verhältnis Mensch/Ente und fundierte Erkenntnisse renommierter Ornithologen zur Vogelgrippe machen das unterhaltsame Buch lesenswert für alle Menschen, die gerne mit offenen Augen über den Ententeich blicken.

Karin Thiel, geboren 1964 in Diez/Lahn, arbeitete nach ihrem Studium (Nordistik, Literaturwissenschaft und Geschichte in Frankfurt/M., Kopenhagen und Kiel) in der Erwachsenenbildung. Sie lebt und arbeitet gemeinsam mit ihrem Mann auf einem Resthof in Schleswig-Holsteins und ist Mitglied im NABU, bei Greenpeace und der Nutztierschutzorganisation ProVieh.

1. Am Anfang war das Ei…


So hätte es enden können.....

Sie waren Schwestern. Das wussten wir aber beim ersten Blick auf die kleinen, lebendigen Flaumfederbälle noch nicht.

Das Geschlecht von Enten lässt sich nämlich erst nach etwa acht Wochen zunächst nur an den typischen weiblichen Quak-, beziehungsweise männlichen Schnarrtönen erkennen. Flauschig und fast so groß wie die Faust eines neugeborenen Kindes saßen sie in dem kleinen Brutkasten. Ein winziges, kümmerliches im hellbraunen Flaumkleid und ein großes, starkes, dunkelgefärbtes Küken waren aus zwei Eiern geschlüpft. Ihre fürsorgliche Entenmama hatte sie vor ihrem Verschwinden in unser kleines, durch zwei Mauern geschütztes Küchenbeet direkt vor die Eingangstür gelegt.

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