Kapitel 2
Heiko Rack
Am Nachmittag des 30. November 1993 rief Brunos Abteilungsleiter, Werner Schneider-Fricke, Balthild in der Praxis an und überbrachte ihr die traurige Nachricht
- »Ich muss Ihnen, Frau Tuchert, im Namen unserer ganzen Abteilung eine traurige Nachricht überbringen: Unser Mitarbeiter Bruno Ehmer ist heute Morgen bei einem Verkehrsunfall auf der A9 zwischen Nürnberg und Hof im Dienst ums Leben gekommen…« teilte Brunos Abteilungsleiter einfühlsam mit
- »Mein Gott, nein! Wie ist das passiert?« erwiderte Balthild durch die Nachricht am Boden zerstört und sich der Tragweite des Ereignisses noch nicht ganz bewusst
- »Die Polizei teilte uns mit, dass er im Stau stand, als zwei Lastwagen ziemlich hintereinander auf den Stau ungebremst aufgefahren sind…« führte Herr Schneider-Fricke sachlich aus
- »Wie schrecklich!« schluchzte Balthild in die Muschel und schloss die Augen, als eine Schmerzwelle durch ihren Körper schoss, die sie für Sekunden lahm legte
- »Herr Ehmer hatte Sie als Lebenspartnerin bei uns eingetragen und da es sich hierbei um einen Arbeitsunfall handelt, er war ja schuldlos in dem tragischen Unfall während der Arbeitszeit verwickelt, werden wir uns um alle Formalitäten kümmern… Ich habe zuvor die Krankenkasse informiert und meine Sekretärin telefoniert gerade mit einem Beerdigungsinstitut… Wie gesagt, wir kümmern uns um alle Formalitäten! Die Krankenkasse wird sich mit Ihnen heute noch in Verbindung setzen und für Sie einen Termin bei einem Psychotherapeut oder Psychiater in Ihrer Nähe sofort vereinbaren, der direkt mit der Krankenkasse abrechnet…« führte der Abteilungsleiter geschäftsmäßig weiter aus, während Balthild die Sprechmuschel mit d