Matt sitzt im Schatten einer der wenigen Bäume, die den Rand der Wiese säumen. Es ist heiß, wohl der heißeste Tag des Jahres, und er ist froh, hat er sich diesen Platz neben den Bäumen ergattern können. Im Wohnmobil bereitet Jenny das Mittagessen zu, das Geplapper der beiden Kinder, Nelly und Silvan, sieben und drei Jahre alt, dringt zu ihm.
»Schau bloß, Matt, es ist wunderschön hier«, hatte Jenny, als sie vor zwei Tagen ankamen, entzückt gerufen.
Die schmale Straße führte linkerhand am Doubs entlang, daneben erstreckte sich Weideland mit grasenden Kühen, auf einer Matte standen ein paar Pferde mit hängenden Köpfen unter mächtigen Tannen. Dann tauchte Maurice' Hof auf, ein stattliches Jurahaus mit dicken Mauern. Die eine Seite des Hofs säumte der üppige Gemüse- und Blumengarten, auf der anderen Seite des Hofs erstreckte sich die Wiese, die als Campingplatz diente. Hinter dem Hof befanden sich nebst dem Hühnerstall ein paar Schuppen, in welchen landwirtschaftliche Maschinen, Heuballen und allerlei Gerät untergebracht waren. Kurz vor dem Hof bog die Hauptstraße rechts über eine türkisfarbene Brücke und auf der anderen Seites des Wassers führte sie in ein paar engen Serpentinen den Hügel hinauf, vorbei am Café, dem einzigen Gemischtwarenladen des Dorfes, vorbei an der Kirche und den Häusern, die bei Matts und Jennys Ankunft in sattes Sonnenlicht getaucht waren. Bei Maurice Hof hatte Matt das Wohnmobil parkiert und sie waren ausgestiegen.
»Oh, das ist super«, hatte Nelly sich gefreut,»hier kann man sicher fischen und Papa, fährst du mit mir mit dem Gummiboot den Fluss runter? «
Sie war aufgeregt von einem Bein aufs andere gehüpft und Jenny hatte rasch nach Nellys Hand gegriffen, bevor das Kind zum Wasser laufen konnte.