: Hartwig Ganster, Sandra Leitner
: Verkaufen Sie noch oder verführen Sie schon? Erfolgreich mit dem Casanova-Prinzip!
: Books on Demand
: 9783752683080
: 1
: CHF 8.80
:
: Werbung, Marketing
: German
: 140
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Verkaufen ist wie verführen! Jeder Verkauf ist ein kleines Abenteuer. Erobern auch. So wie beim Verführen viel zwischenmenschliche und emotionale Kompetenz gefragt ist, so erfordert auch ein Vertragsabschluss gute Rhetorik, Einsatz und sehr viel Gefühl. Der Verkauf bedarf außerdem einer gewissen Vor- und Nachbereitung. Will man einen Kunden langfristig für sich gewinnen, muss man sich schon um ihn bemühen. Ähnlich ist das beim Verführen einer Person, die man anziehend findet und für sich begeistern möchte. Giacomo Casanova ist weltweit für seine Verführungskünste bekannt. Er wusste ganz genau, was er wollte und setzte die notwendigen Schritte, um das auch zu bekommen. Er war zielstrebig und doch agierte er mit einer beneidens- und erstrebenswerten Leichtigkeit. Wenn wir vom 'Casanova-Prinzip' sprechen, meinen wir eine sehr sympathische, persönliche, überaus charmante und zielorientierte Art des Verkaufens. Der Leser/die Leserin wird in diesem Buch mit dem"Casanova-Prinzip&quo ; vertraut gemacht. Dazu werden Informationen, Gedanken und Beispiele sowie zahlreiche rhetorische und mentale Techniken für erfolgreiches Verkaufen vermittelt. Der Clou dieses Buches ist die Verknüpfung eines informativen Nachschlagewerks und Verkaufsratgebers mit einem teils erotischen Beziehungsroman. Das heißt ein Verkaufsgespräch wird mit dem Vorgang, wenn man jemanden kennenlernen und für sich gewinnen will, verglichen. Somit werden auch gleichzeitig Emotionen und Gedanken, aber auch auftretende Probleme gegenübergestellt und thematisiert. Durch die Lektüre dieses Buches wird dem Leser/der Leserin die Möglichkeit gegeben, anhand von Exempeln, Informationen und Anregungen, sein/ihr Verkaufspotenzial zu erweitern, um Kunden und Kundinnen leichter für sich zu begeistern. Denn egal ob Profi oder Anfänger, egal in welcher Branche: Verkäufer und Verkäuferinnen bewegen sich in der Königsdisziplin der Wirtschaft! Dieses Buch ist somit ein Nachschlagewerk und eine Inspiration für Verkäufer und Verkäuferinnen und alle, die Menschen für sich gewinnen wollen.

Hartwig Ganster, MAS wurde 1971 geboren und lebt in Klagenfurt am Wörthersee in Österreich. Erste Erfahrungen im Verkauf machte er schon als Kind. Geprägt von seiner sehr charmanten, sympathischen und verkaufstüchtigen Großmutter merkte er an ihrer Seite bald, welche Fähigkeiten notwendig sind, um im Verkauf erfolgreich zu sein. Nach seiner wirtschaftlichen Ausbildung und berufsbegleitendem Studium für Sport, Gesundheit und Entrepreneurship war er als Führungskraft in mehreren Branchen für den Verkauf verantwortlich. Seit 2004 setzt er seine praktischen Erfahrungen und sein Wissen als Speaker, Trainer und Coach ein. Schwerpunkte sind der erfolgreiche Verkauf, Mitarbeiterführung sowie Team- und Persönlichkeitsentwicklung. Er ist der Spezialist für die von ihm benannte"Mutivation" , also das Hinterfragen und Aufarbeiten von Hemmungen und Ängsten und darauf aufbauend das Vermitteln und Erarbeiten von Mut und Selbstvertrauen, um bestimmte Herausforderungen besser und erfolgreicher zu bewältigen. Seit Jahren pusht er Verkäufer in allen Branchen, vom Familienbetrieb über Großkonzerne bis zum weltweiten Marktführer! Im Vorfeld dieses Buches hielt Hartwig Ganster jahrelang zahlreiche Vorträge über"Verkaufen Sie noch oder verführen Sie schon?". Die Idee dazu und schlussendlich zu diesem Buch kam aufgrund folgender Erkenntnis: Die besten Verkaufspersönlichkeiten in seinen Teams waren im Privaten auch auf einer anderen Ebene sehr erfolgreich. Nämlich wenn es darum ging, andere Menschen für sich zu gewinnen. Also gab es hier Parallelen, die es für einen besseren Verkaufserfolg zu analysieren galt. Für die Summe der positiven Eigenschaften und der damit verbundenen Herangehensweise von erfolgreichen Verkäufern kreierte er den Begriff"Casanova-Prinzip quot; als geschützte Marke.

KAPITEL 4


Chancen


Die Woche war anstrengend gewesen. Ein Termin hatte sich an den Nächsten gereiht, ein Meeting an die nächste Videokonferenz. Wie konnte man Freitagnachmittag noch ein Kundengespräch vereinbaren? Es war kurz vor neunzehn Uhr, als Alex sein Office verlässt und sich auf den Heimweg macht. Im Bus übermannt ihn die Müdigkeit und er nickt einen Moment ein. Die Erschöpfung durfte sich nicht durchsetzen, denn Alex und sein Freund Benjamin hatten noch Pläne für den Abend. Der letzte Männerabend lag schon wieder zu lange zurück und nach einer derart intensiven Woche hatte sich Alex diesen Abend auf jeden Fall verdient. Der ein oder andere Drink durfte dabei nicht fehlen.

Zuhause angekommen geht Alex direkt ins Badezimmer. Er legt ein frisches Handtuch bereit und stellt sich unter die Dusche. Das Wasser erfrischt seinen Körper und Geist. Alex spürt das warme Wasser auf seiner Haut, schäumt sich genüsslich ein und wäscht sich damit den Stress der Woche vom Körper. Der Duft seines Duschgels belebt die Sinne und schenkt ihm Motivation. Er springt aus der Dusche und stellt das Radio an. Eine Diskussion über die aktuelle Impfsituation im Land auf dem einen Kanal, eine Prognose, welche Sternzeichen in diesem Monat das meiste Glück in der Liebe haben werden, auf dem anderen Sender. Alex holt sein iPad ins Bad, tippt den Titel seines aktuellen Lieblingssongs ein und dreht die Lautstärke hoch. Mit einem Handtuch um die Hüften gewickelt, durchsucht er die Wohnung nach seiner Uhr. Wo hatte er die zuvor hingelegt? Die Arbeit machte ihn noch verrückt. Heute Abend aber will er den Kopf abschalten und sich, ohne einen Gedanken an den Job zu verschwenden, auf amüsante Gespräche, gute Musik und eine aufregende Nacht einlassen. Wer weiß, was der Abend so bringen würde. Vielleicht sogar eine neue, interessante Bekanntschaft?

Hier ist sie doch, die Armbanduhr. Alex nimmt im Vorbeigehen frische Unterwäsche vom Wäscheständer, sucht sich ein Hemd, das seinen Körper betont, aus dem Kleiderschrank und entscheidet sich für eine dazu passende Jeans. Er wirft einen Blick in den Spiegel und ist zufrieden. Sein Spiegelbild wirft ihm einen verführerischen Blick zu. Da vibriert sein Handy. Benjamin ist bereits auf dem Weg zu ihm. Schnell wird der Kühlschrank mit ein paar Flaschen Bier gefüllt und Essen beim Lieferdienst bestellt. Während sich Alex rasiert, wandern seine Gedanken zu derFrau im Bus, wie er sie in Gedanken nennt.

Es war an einem Sonntag, als Alex gerade am Weg zum Sport war. Er saß im Bus ganz hinten. Wenige Stationen nach ihm stieg eine Frau zu und setzte sich neben ihn. Ihr Haar war vom Wind etwas zerzaust und sie war ungeschminkt. Alles in allem war der erste, rein optische Eindruck, den Alex von ihr bekam, keiner, der ihm längerfristig im Kopf bleiben würde. Er wusste nicht, ob sie sich immer so schlicht und fast schon männlich kleidete oder ob das der Tatsache, dass es Sonntagnachmittag war, zuzuschreiben war. Vielleicht war sie auch gerade am Weg zum Sport? Sollte er sie einfach ansprechen und danach fragen? Den Gedanken verwarf Alex jedoch schnell wieder. Die Frau hatte keine Sporttasche bei sich und hatte zudem Kopfhörer in den Ohren. Sie würde ihn somit ohnehin nicht hören. Die Musik war laut und wenn Alex den Kopf leicht zur Seite neigte, konnte er dem Rhythmus lauschen. Es war lateinamerikanische Musik. Ob sie wohl zu diesen heißen Rhythmen tanzen konnte? Welche Musik sie denn höre, hätte er sie fragen können. Ob sie öfter diese Linie nimmt, hätte er sie fragen können. Ob sie genug Platz hätte, ob sie neu in der Gegend wäre oder ob sie ihm beim Suchen einer Adresse behilflich sein könne, hätte er sie fragen können. Die Möglichkeiten, diese gut riechende Frau, die offenbar gerne exotischen Rhythmen lauschte und aufgrund der fehlenden Schminke eine natürliche Schönheit ausstrahlte, anzusprechen, wären zahlreich und doch nutzte Alex keine davon. Er war planlos und schier überfordert. Der Bus hielt an und die junge Frau stieg aus. Alex sah ihr nach bis sich die Tür hinter ihr schloss.

Verpasste Chance


Schade! Was hielt Alex ab, diese Frau anzusprechen? Mit einer einfachen Frage ins Gespräch zu kommen?

Es ist das berühmte Fracksausen, das einem in einer solchen Situation überkommt. Was hält ihn zurück? Wovor hat Alex Angst? Was kann schon passieren? Wieso