Das Leben auf dem Raumschiff
Marina und Martin standen Arm in Arm vor dem Fenster ihrer neuen Heimat, des Raumschiffes Freedom. Beiden rannen Tränen über das Gesicht, als sie zusehen mussten, wie die Erde von dem anderen Himmelskörper getroffen und in mehrere Teile zerrissen wurde. Trümmer beider Planeten bewegten sich von der Kollisionsstelle weg.
»Jetzt gibt es unsere alte Erde nicht mehr und unsere Nachbarn sind nun auch tot, wie auch die vielen Millionen an Infizierten«, sagte Martin leise und drückte Marina.
Die Explosion und die Zerstörung der Erde und damit ihrer Heimat schockierte die Bayerntaler, trotzdem sie es vorher gewusst hatten, doch sehr. Etwas zu wissen und es dann tatsächlich mit ansehen zu müssen, war etwas völlig anderes. Wie apathisch sahen alle aus den Fenstern der Freedom. Einige weinten ob des Verlustes ihrer Erde.
Martin stand Arm in Arm neben Marina und musste an seine ehemaligen Nachbarn Ludwig und Anna Siegel denken, die sich entschlossen hatten, auf der Erde zu bleiben, und nun getötet worden waren. Insgeheim hoffte Martin, dass sich die Sicht bald aufklaren und der Blick frei auf eine intakte Erde geben würde, aber die riesigen Trümmer, die umherflogen, verhießen etwas anderes.
Nach einigen Minuten der Schockstarre, erlöste sie General Brandt daraus, indem er befahl:
»Oberstleutnant! Lassen Sie Kurs setzen in Richtung Terra.«
Martin löste sich von Marina, gab ihr schnell ein Zeichen, die Steuerzentrale zu verlassen, nahm Haltung an und bestätigte den Befehl.
»Kurs setzen in Richtung Terra! Tom, setzen Sie Kurs in Richtung Terra und geben Sie Gas mit Hyperlichtgeschwindigkeit, so viel, wie drin ist.«
Tom bestät