: Charles Cotton
: Joachim Schück
: Unterweisungen, wie man Forellen oder Aesche in einem klaren Strome fängt.
: Books on Demand
: 9783753432199
: 1
: CHF 4.40
:
: Angeln, Jagd
: German
: 128
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Liebhaber Faksimile-Ausgabe des Klassikers der Fliegenfischerei. Und die einzige mit allen Fliegen in Farbabbildung! Seit der 5. Auflage von 1679 wird Isaak Waltons Compleat Angler durch einen fliegenfischereilichen Teil ergänzt, durch die"Instructions how to Angle for a Trout or Grayling, in a Clear Stream" von Charles Cotton, dem Vater der Fliegenfischerei. Beide Teile der Walton-und-Cotton-Ausgabe von Ephemera aus dem Jahr 1853 übersetzte dann bis 1859 J. Schumacher für den Verlag P. Salomon& Co. in Hamburg. Doch kaum ein Dutzend Buchblöcke dieser ersten und bislang einzigen Walton-und-Cotton-Übersetzung ins Deutsche überlebte anno 1859 den großen Brand im Hamburger Verlangshaus und dann auch noch die 140 Jahre bis heute. Wir sind stolz, diese Rarität in so großartiger Qualität anbieten zu können. Den Anhang 1 dieses Nachdrucks bilden die drei kommentierten Bildtafeln jener Ephemera-Ausgabe, mit denen auch die Schumachersche Übersetzung schließt. Erstmalig und absolut einzigartig dann die Darstellungen aller 65 von Cotton beschriebenen bzw. skizzierten Fliegenmuster in Anhang 2. Sie sind der fachpraktischen Erfahrung,, sorgsamen Recherchen und der computergrafischen Kunstfertigkeit von Henning von Monteton zu danken.

Charles Cotton (* 28. April 1630 in Alstonefield, Staffordshire; 16. Februar 1687) war ein englischer Dichter, Übersetzer und Angler. Er war ein begeisterter Angler und schrieb dazu Anleitungen, er gilt bis heute als der Vater der Fliegenfischerei. Um 1655 befreundete er sich mit dem Vater der Angler Izaak Walton.

Erstes Kapitel.


Piscator junior und Viator.

Erster Tag.

Piscator. Ich habe Sie glücklicher Weise eingeholt, mein Herr. Darf ich mir die Freiheit nehmen Sie zu fragen, wie weit Sie in dieser Richtung reisen werden?

Viator. Sicherlich, mein Herr, obgleich ich Ihre Frage nicht genau beantworten kann, da ich nicht weiß, wie weit es bis Ashborn ist, wo ich zur Nacht einzukehren gedenke.

Pisc. Wohl denn, mein Herr, da ich sehe, daß Sie ein Fremder sind, so will ich Ihnen mittheilen, daß es von der letzten Stadt, die Sie passirten, Namens Brelsfort, fünf Meilen entfernt ist, und Sie haben noch keine halbe Meile von dieser Entfernung zurückgelegt.

Viat. So weit? Man sagte mir, es sei zehn Meilen von Derby, und mir däuchte, ich hätte diese schon durchritten.

Pisc. O! mein Herr, großes Maß ist bei gutem Lande, von dem Derbyshire, wie der größte Theil Englands, Ueberfluß hat, kein Fehler.

Viat. Es mag so sein und ich gestehe, daß ein gutes Land einen angenehmen Anblick gewährt; aber, mit Ihrer Erlaubniß, mein Herr, halte ich großes Maß bei schlechtem Wege nicht gerade für angenehm.

Pisc. Wahr, mein Herr, aber der schlechte Weg beweist die Fruchtbarkeit des Landes, und zwar nach dem alten Sprichworte: „Da ist gutes Land, wo schlechte Wege sind“. Sie können daraus den Reichthum der Gegend, nach welcher Sie reisen, und den lebhaften Handel nach der Landstadt, von der Sie kamen, erkennen; abgesehen von der Lebhaftigkeit der Straße und der beladenen Wägen die Sie überall treffen.