: Alisha Bionda, Tanya Carpenter
: Tot aber feurig Schwiegerdrachen inklusive
: Ashera Verlag
: 9783948592325
: Funtasy
: 1
: CHF 4.50
:
: Fantasy
: German
: 272
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Drache und eine Vampirin in trauter Ehe sind schon ungewöhnlich genug. Wenn dann noch ein Butler mit dunklem Geheimnis eine durchgeknallte Reporterin und allerhand Geistervölkchen hinzukommen, die sich im Schlosshotel der besonderen Art tummeln, ist Chaos noch das Harmloseste, was passieren kann.

Alisha Bionda wurde in Düsseldorf geboren und lebt seit 1999 auf den Balearen. Seit 2009 gibt sie 18 Reihen in verschiedenen Verlagen heraus. Tanya Carpenter wurde in Mittelhessen geboren, wo sie auch heute noch in ländlichem Idyll lebt und arbeitet. Sie ist in diversen Anthologien, vertreten und hat zahlreiche Roman in verschiedenen Genres in Klein- und Großverlagen veröffentlicht.

Middeath Crisis

 

„Ich bin hässlich!“, jammerte Lucretia nun zum siebzehnten Mal an diesem Morgen und schob angewidert das Frühstück von sich.

„Aber nein, Schatz. Du bist die bezauberndste Schwangere, die es gibt“, versuchte Gil seine Frau zu trösten und hauchte zärtliche Küsse auf ihre bleichen Wangen. Seit sie die Frucht seiner Lenden in sich trug, liebte er sie mehr denn je.

„Ich bin fett!“, widersprach sie und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Du bist schwanger.“

„Ich sehe aus, wie ein überfressener Troll.“

„Nein, Schatz. Nein, wirklich nicht. Wie Cousin Florewig siehst du nicht aus.“

Es war gut gemeint, aber der Vergleich ließ Lucy in Tränen ausbrechen. „Ich erinnere dich an Flo. Oh, ich bin noch fetter, als ich dachte.“

Was auch immer er jetzt sagte, wäre falsch. Lucy litt nach fünf Jahren Schwangerschaft sehr unter Depressionen. Welche Frau würde das nicht? Aber Drachen brüteten nun mal zwischen zehn und fünfzehn Jahren.

Angesichts der sensiblen Stimmung seiner Liebsten entschied Gil, lieber das Thema zu wechseln. „Die Party heute Abend wird bestimmt ein voller Erfolg. Auch Mama muss dir zugestehen, dass du beeindruckend schnell den Stammhalter unseres Hauses unter dem Herzen trägst.“

Er nahm seine Frau in die Arme und mit einem Schmollmund kuschelte sich Lucy an seine Seite.

„Ja“, schniefte sie. „Ich hab Penelopee diesmal auch mit zwei ‚e’ geschrieben.“

Er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. Man musste es ihr hoch anrechnen, dass sie diesem Fest zugestimmt hatte. Die Beziehung zwischen seiner Frau und seiner Mutter war nicht die beste. Penelopee wollte nicht verstehen, warum ihr Sohn eine Vampirin geheiratet hatte, wo doch so viele junge Drachenmädchen im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme für ihn waren, und er darüber hinaus in Kauf nahm, überwiegend in menschlicher Gestalt herumzulaufen. Lucys Bemühen, ihre Schwiegermutter zu versöhnen, war leider gescheitert. Dabei hatte sie versucht, alles auf die angeheiratete Drachenfamilie abzustimmen. Vom Nobel-XXL-Grill bis hin zu den geräumigen Schlafhöhlen mit automatischer Wärmeregulierung und Dampfabzugshaube. Die besondere Würdigung bei der Ankunft – das Willkommensbanner – war dann aber gründlich in die Hose gegangen. Obwohl Lucy keine Mühen gescheut und es eigenhändig aus in der Sonne glühendem Lavagarn geklöppelt hatte, war ihr der entscheidende Fehler unterlaufen, Penelope mit einem ‚e’ am Ende zu schreiben, wo diese doch so viel Wert auf das zweite ‚e’ in ihrem Namen legte. Seitdem hatte der Satz, ei-nen echten Drachen als Schwiegermama zu haben, eine besondere Bedeutung.

„Es wird schon alles gut gehen“, versuchte Gil seine F