: Max Simon
: Geschichte der Mathematik im Altertum Antike Kulturgeschichte
: Books on Demand
: 9783753481951
: 1
: CHF 6.10
:
: Mathematik
: German
: 503
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Max Simon's Buch"Geschichte der Mathematik im Altertum: Antike Kulturgeschichte" ist eine faszinierende Reise in die Welt der Mathematik im antiken Griechenland, Rom und Ägypten. In diesem umfassenden Werk werden die wichtigsten Entwicklungen in der Mathematik und ihre Bedeutung für die antike Kultur dargestellt. Von den grundlegenden mathematischen Konzepten wie Geometrie, Arithmetik und Algebra bis hin zu komplexen Berechnungen wie der Berechnung von Pi und der Lösung von Differentialgleichungen wird jedes Thema detailliert behandelt. Die Geschichte der bedeutendsten Mathematiker wie Pythagoras, Euklid, Archimedes, Diophantus und viele andere wird ebenfalls ausführlich dargestellt. Doch dieses Buch ist mehr als nur eine Geschichte der Mathematik. Es ist auch eine Darstellung der Kultur und Gesellschaft im antiken Griechenland, Rom und Ägypten und wie Mathematik in diese Bereiche integriert war. Simon zeigt, wie die Mathematik nicht nur als Werkzeug für technische Innovationen, sondern auch als Medium für die Entdeckung von Wahrheit und Schönheit diente."Geschichte der Mathematik im Altertum: Antike Kulturgeschichte" ist ein unverzichtbares Werk für jeden, der an Mathematik, Geschichte oder der antiken Welt interessiert ist. Es bietet eine detaillierte und zugängliche Einführung in die antike Mathematik und ihre Bedeutung für unsere moderne Welt.

Maximilian Simon war ein deutscher Mathematikhistoriker und Mathematiklehrer. Als Mathematikhistoriker beschäftigte er sich vor allem mit antiker Mathematik. Er wurde in Kolberg geboren, wo sein Vater, der Arzt Aron Simon, tätig gewesen war; später zog die Familie nach Berlin, wo er studierte und bei Karl Weierstraß und Ernst Eduard Kummer promoviert wurde. An der Universität Straßburg erhielt er eine Ehrenprofessur.

I. Kapitel.
Ägypten.


Ägyptische Geschichte.


Eine genaue ägyptische Chronologie existiert zurzeit nicht, obwohl im letzten Dezennium, insbesondere durch die Ausgrabungen der deutschen Orient-Gesellschaft unter Leitung vonBorchardt, wichtige Ansätze gewonnen sind. Nach dem Vorgange des ägyptischen Priesters Manetho, der in griechischer Sprache eine Königstafel gab, von der einiges erhalten ist, hat man die Geschichte bis auf Alexander in 30 Dynastien geteilt. Ich gebe hier die Epochen nachEd. Meyer (Ägypt. Chronologie 1904, Nachträge 1907) undW. Spiegelberg, und zugleich nach diesem die der Kunstgeschichte. Der ursprüngliche Zustand in einer Zeit, die sich unserer Berechnung entzieht, ist wohl der einer Besiedlung des Landes durch einzelne selbständige Gaue gewesen; diese Gauverbände haben sich während des ganzen Altertums erhalten. Aber sehr früh muss der Riesenstrom, der nur durch vereinte Kräfte nutzbar zu machen war, namentlich in Unterägypten ein straff zentralisiertes Reich geschaffen haben, das bereits vor 4000 ein Kulturland war. Nach Meyer hat es das ägyptische Kalenderjahr geschaffen, »das vom 19. Juli 4241 an 4000 Jahr unverändert in Ägypten bestanden hat, — das älteste feste Datum, welches die Geschichte der Menschheit kennt.« Der Tag ist durch den Heliakischen Aufgang des Sothis (Sirius) festgelegt, denn das ägyptische Jahr mit 365 Tagen sollte mit diesem Aufgang beginnen, und der verschob sich alle 4 Jahre um einen Tag. Es folgten dann zwei politisch getrennte, religiös und kulturell gleichartige Reiche, Unter- und Oberägypten, von denen jenes die Fischer und Schiffer des Delta, dieses die Ackerbauer des oberen Stromlaufs umfasste, bis etwa um 3400 Menes von Thinis, mit Königsname vielleichtNamarê, Wahrheit eignet dem Re, Unterägypten unterwarf und die beiden Reiche vereinigte. Diese Vereinigung war eine wirtschaftliche Notwendigkeit; die Ackerbauer Oberägyptens mussten sich die freie Ausfuhr ihres Kornüberschusses in die Länder des Mittelmeerbeckens sichern.

Die folgende Tabelle hatW. Spiegelberg seiner Vorlesung über die ägyptische Kunstgeschichte vom Winter 1906|7 zugrunde gelegt und mir die Publikation gestattet. Als Zentren der Frühzeit kamen neben Hierakonpolis (äg. Nechen) noch Buto (äg. Pe) in Betracht sowie Abydos. Als Könige der Kunstblüte des alten Stils sind Sahurê und Neweserrê zu nennen (Ausgrabungen der deutschen Orient-GesellschaftL. Borchardt; vergl.Ed. Meyers, des um die ägypt. Chronologie hochverdienten Forschers Vortrag: Ägypten zur Zeit der Pyramidenerbauer, Leipzig, J. C. Hinrichs, 1908.) (Siehe Abb.)

Die Epochen der ägyptischen Geschichte und Kunst.

I.

Prähistorische Zeit.

II.

Frühzeit — Archaische Kunst. Etwa 3400–2900 v. Chr. Dynastie I–III.

III.

Altes Reich — Pyramidenzeit. Etwa 2900–2500 v. Chr.

1. Dynastie IV — Die Pyramidenerbauer Cheops, Chephren und Mykerinos — Entwicklung des neuen Stils.

2. Dynastie V — Blütezeit des neuen Stils. Kunstzentrum:Memphis.

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