DIE NATURLANDSCHAFT
Wenngleich es reine Naturlandschaften in Mitteleuropa nur noch selten gibt, hat die Markung Pfullingen großen Anteil an naturnahen Landschaften. In den letzten Jahren hat man sich glücklicherweise deren Wert zunehmend vor Augen geführt und erkannt, daß diese auch von überregionalem Interesse sein könnten.
So stehen inzwischen 5,1 % der Flächen auf der Pfullinger Markung unter Naturschutz; weitere sind zu Landschaftsschutzgebieten oder zu flächenhafte Naturdenkmälern ausgewiesen. Auch einige Kern- und Pflegezonen des 2008-2009 geschaffenen und von der UNESCO anerkannten Biosphärengebiets Schwäbische Alb befinden sich auf der Markung Pfullingen.
Sich für Flurnamen zu interessieren kann ein erster Schritt sein, um auf Natur und Landschaft zuzugehen, sie inhaltlich und sprachlich zu verstehen, um sich im Idealfall in einem zweiten Schritt auch für ihre Bewahrung einzusetzen.
In diesem ersten Hauptteil soll es zunächst um solche Flurnamen gehen, die sich an die natürlichen Gegebenheiten der Pfullinger Markung anlehnen. Gewässer sind dabei ein besonders wichtiges Thema. Im Anschluß daran möchte ich auf weitere, landschaftsprägende Faktoren, wie z.B. Relief oder Vegetation eingehen.
Gewässer
Wasser als Ursprung allen Lebens hatte bei allen Völkern stets einen besonderen Stellenwert. Entlang der großen Ströme Nil, Tigris / Euphrat, Indus und Hwangho entstanden die ersten Hochkulturen.
Auch bei uns in Mitteleuropa ist das fruchtbare Land entlang vieler Gewässer Altsiedelland. So ranken sich viele alte Sagen und Legenden um Brunnen, und Quellen werden oft erstaunlichste Kräfte zugeschrieben. Auch sehr viele und sogar viele unserer ältesten Flurnamen stehen mit dem Wasser in Zusammenhang, weshalb sich das erste Kapitel mit diesen „Wassernamen“ beschäftigen soll.
Pfullin