: Stefanie Lünsmann-Schmidt
: Lauter gute Leute Das Ehrenamt in den Sozialen Diensten zwischen Legitimationsnutzen und Transaktionskostenregulierung
: Springer VS
: 9783658330989
: 1
: CHF 38.20
:
: Arbeits-, Wirtschafts- und Industriesoziologie
: German
: 250
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Warum binden professionelle Organisationen ehrenamtliche Laien in ihre Organisationsstruktur ein? Keineswegs, weil sie damit Kosten sparen können. Dieses Buch zeigt, welchen legitimativen Nutzen Soziale Dienste damit verbinden. Es zeigt auch, mit welchen Strategien sie die Kosten regulieren, die durch das Ehrenamt entstehen. In dieser Arbeit werden erstmals die Kosten-Nutzen-Aspekte des Ehrenamtes theoretisch fundiert und empirisch belegt. Die Erkenntnisse lassen sich auf alle weiteren Non-Profit-Organisationen übertragen

Stefanie Lünsmann-Schmidt ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Arbeitswissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 

 

 


Danksagung5
Inhaltsverzeichnis7
Abbildungsverzeichnis12
Tabellenverzeichnis14
1 Einleitung15
1.1 Erkenntnisinteresse und Forschungsfrage15
1.2 Theoretische Verortung und methodisches Vorgehen17
1.3 Aufbau der Arbeit18
2 Soziale Dienste und die historische Verdrängung des ehrenamtlichen Engagements20
2.1 Die Professionalisierung und Verberuflichung der Sozialen Dienste24
2.2 Ausbau der Sozialen Dienste und schleichende Verdrängung des Ehrenamtes26
2.3 Ehrenamt als Wettbewerbsvorteil oder als Organisationshindernis für Soziale Dienste?33
3 Ehrenamtliches Engagement: Forschungsstand und -desiderata37
3.1 Erkenntnisse der statistischen Engagementforschung38
3.1.1 Anzahl der Engagierten und Verbleibdauer in Organisationen39
3.1.2 Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen41
3.1.3 Finanzierung von Drittsektor-Organisationen und Abhängigkeit von Ehrenamtlichen Engagement44
3.1.4 Tätigkeiten von ehrenamtlich Engagierten in Organisationen47
3.1.5 Zwischenfazit49
3.2 Qualitative Erkenntnisse zum Nutzen des Engagements in den Sozialen Diensten49
3.2.1 Funktionslogiken und der strukturelle Umgang mit Ehrenamt in Organisationen50
3.2.2 Engagement als ökonomischer Faktor52
3.2.3 Engagement als Wettbewerbsvorteil54
3.2.4 Zwischenfazit56
3.3 Der gesellschaftliche und der individuelle Nutzen des Engagements56
3.3.1 Ehrenamt als gesellschaftliche Institution57
3.3.2 Der individuelle Nutzen des Engagements59
3.4 Zwischenfazit61
4 Theoretische Annäherung an den Nutzen und die Kosten des Ehrenamtes für Organisationen der Sozialen Dienste63
4.1 Die Nutzenseite: Ehrenamtliches Engagement unter einer legitimitätstheoretischen Perspektive64
4.1.1 Vertrauen in die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit von Sozialen Diensten, Signale und Legitimitätszuschreibung65
4.1.2 Legitimitätserwerb und Umwelt in den Sozialen Diensten76
4.1.3 Zusammenführung zu forschungsleitenden Annahmen I: Ehrenamt als vorteilhafte Signalingstrategie89
4.2 Die Kostenseite: Ehrenamtliches Engagement unter der Perspektive der Transaktionskostentheorie90
4.2.1 Die Einbindung von Ehrenamtlichen und das Transaktionskostenrisiko92
4.2.2 Formalisierende Einflussfaktoren auf den Umgang mit dem Transaktionskostenrisiko103
4.2.3 Zusammenführung zu forschungsleitenden Annahmen II: Ehrenamt als Transaktionskostenrisiko110
4.3 Zwischenfazit111
5 Methodik113
5.1 Auswahl der Organisationen und Feldzugang113
5.2 Auswahl der Interviewten116
5.3 Erhebung118
5.4 Auswertung der Interviews121
6 Zentrale Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse123
6.1 Die Nutzenseite: Ehrenamt als vorteilhafte Signalingstrategie123
6.1.1 Ehrenamt als Signalingstrategie bei der zivilgesellschaftlichen Basis124
6.1.2 Ehrenamt als Signalingstrategie bei Klient*innen138
6.1.3 Ehrenamt als Signalingstrategie bei Akteuren im politischen Feld152
6.1.4 Schlussfolgerungen I: Das Ehrenamt als vorteilhafte Signalingstrategie161
6.2 Die Kostenseite: Ehrenamt als Transaktionskostenrisiko163
6.2.1 Tätigkeiten und deren Transaktionskostenrisiko164
6.2.2 Mit welchen Strategien regulieren Soziale Dienste ihr Transaktionskostenrisiko?172
6.2.3 Schlussfolgerungen II: Das Ehrenamt als bedingt handhabbares Transaktionskostenrisiko201
7 Die Einbindung von Ehrenamtlichen zwischen Legitimationsnutzen und Transaktionskostenregulierung204
7.1 Zusammenführung der empirischen Ergebnisse mit Forschungsstand und Theorie204
7.1.1 Soziale Dienste und die Einbindung von Ehrenamtlichen: Nicht vorrangig aus Tradition oder monetärem Nutzen204
7.1.2 Der Nutzen von Ehrenamt für die Sozialen Dienste206
7.1.3 Die Kosten von Ehrenamt für die Sozialen Dienste208
7.1.4 Implikationen des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Ehrenamt für Soziale Dienste210
7.2 Limitationen der Ergebnisse und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf211
7.2.1 Fokus auf Soziale Dienste und Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Organisationen211
7.2.2 Grenzen qualitativer Methoden und Validierung mit Methoden der quantitativen Sozialforschung213
8 Fazit215
Anhang218
Anhang 1a Interviewleitfaden für Geschäftsführer*innen218
Anhang 1b Interviewleitfaden für Koordinator*innen des Ehrenamtes220
Anhang 1c Interviewleitfaden für Pressesprecher*innen / Öffentlichkeitsarbeit222
Anhang 1d Fragebogen Organisations- und Personenbezogenen Daten222
Anhang 2: Codebuch224
Literatur238