Kapitel 3
Am nächsten Morgen wurde ich von Sonnenstrahlen geweckt, die mich an der Nase kitzelten. Ich setzte mich auf und blinzelte verschlafen in die Sonne. Da fiel mein Blick auf die Dachschräge. Mir war gestern gar nicht aufgefallen, dass um einen Balken eine Schnur gewickelt war. Neugierig zog ich daran. Es machte ein schleifendes Geräusch, dann fiel etwas herunter und baumelte an der Schnur. Ein Schlüssel! Ich knotete ihn ab und schaute ihn mir an. Zu welchem Schloss der wohl passte? Ganz in Gedanken setzte ich mich wieder aufs Bett und drehte den Schlüssel hin und her. Plötzlich polterte etwas vor der Tür und ich zuckte zusammen. Schnell verstaute ich den Schlüssel neben meinem Handy in der Schublade und rannte zur Tür. Davor lag Ben am Boden und hielt ein Spielzeugfernglas in der Hand. Verwundert half ich ihm auf und er rief: „Aufstehen! Anziehen! Frühstück!" Murrend knallte ich ihm die Tür vor der Nase zu und zog mich an. Als ich aus dem Fenster schaute und Jerry sah, besserte sich meine Stimmung schlagartig. Er hatte gestern versprochen, uns die Pferde zu zeigen! Und vielleicht durfte ich s