: Barbara Lang
: Anleitung für einen Werwolf
: Books on Demand
: 9783753450964
: 1
: CHF 4.80
:
: Fantasy
: German
: 236
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Jeff Mayer ist Anfang dreißig, Einzelgänger und ein Weiberheld. Werwölfe existieren für ihn nur in dummen Gruselgeschichten für Kinder. Als ihn ein Biss einer seiner Eroberungen ebenfalls in einen Werwolf verwandelt, glaubt er zunächst, jemand spiele ihm einen bösen Scherz. Unversehens sieht er sich jedoch in die Kreise einer Spezies hineingezogen, bei der Zusammenarbeit und ein strenges Regelwerk das Überleben sichern. Durch das Werwolf-Eingliederungsprogram , dass er ab sofort durchlaufen muss, findet er neue Freunde - und lernt mit Dina MacDougal eine Frau kennen, die er so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Barbara Lang lebt mit ihrer Familie in einer niederbayerischen Kleinstadt."Anleitung für einen Werwolf" war 2017 ihr Debütroman, der unter einem Pseudonym über Selfpublishing erschienen ist. Die Elternzeit mit ihrer Tochter nutzte sie, um diesen Roman zu überarbeiten und ihn nochmals zu veröffentlichen. Wieder über Selfpublishing - diesmal aber unter ihrem Namen. Neben dem Erfinden von Geschichten, ist das Lesen eine große Leidenschaft von Barbara Lang. Zu ihren Lieblingsgenre zählen Fantasy und Romance.

Kapitel 1


Jeff liebte es, von der Sonne geweckt zu werden. Genauso wie er es liebte, zu wissen, dass er bald wieder auf See sein würde. Bald würde er wieder das Salz des Meeres riechen, schmecken und spüren. Für ihn gab es keinen besseren Job als seinen: auf seiner Brücke zu stehen und mit dem Koloss unter seinem Hintern durch die Meere der Welt zu pflügen.

Doch heute Morgen war irgendetwas anders. Diese komische Wunde an seinem Arm schmerzte und juckte schon wieder. Na ja, woher der Schmerz kam, das konnte er sich zumindest vorstellen. Er hatte sie sich im Schlaf vermutlich aufgekratzt, denn sie blutete leicht.

Aber woher die Wunde an sich kam, daraus konnte er sich immer noch keinen Reim machen. Auch zwei Wochen nachdem er in einem Club diese heiße Brünette aufgerissen und mit nach Hause genommen hatte.

Das Telefonat am Samstagmorgen mit dieser Schädlingsbekämpfungs-Hotline hielt er für ein Produkt seiner Phantasie.

Er und ein Werwolf! Wo doch jedes Kind wusste, dass es Werwölfe nur in Geschichten gab. Dumme Gruselgeschichten für Kinder eben. Daher war er nicht zu diesem Treffen gegangen, von dem er sich vage erinnerte, es ausgemacht zu haben. Wenn er sich schon das Telefonat eingebildet hatte, warum dann nicht auch das Treffen mit dieser seltsamen Frau?

Und trotzdem geisterte irgendwie seit Tagen diese eine Frauenstimme wie ein Ohrwurm in seinem Kopf