: Ian Rankin
: Der Hinterhalt Thriller
: Goldmann Verlag
: 9783641271312
: 1
: CHF 4.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 400
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Je größer die Lüge, umso schrecklicher die Wahrheit ...

Als die Kameras des Londoner Satellitenkontrollzentrums mehrere Minuten ausfallen, vermuten nur Martin und sein Kollege Paul einen Angriff auf das Sicherheitssystem. Am nächsten Tag kommt Paul nicht zur Arbeit, seine Festplatte ist verschwunden, sein Schreibtisch geräumt. Kurz darauf stürzt in den USA eine Raumfähre bei der Landung ab, und Martin beschleicht ein furchtbarer Verdacht: Wenn diese Vorfälle zusammenhängen, dann ist nicht nur Paul in Gefahr, sondern auch die diplomatischen Beziehungen mit den USA. Zusammen mit der Journalistin Jill kommt Martin einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, die ihn nicht nur sein Leben kosten könnte ...

Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Ian Rankin wurde unter anderem mit dem Gold Dagger für »Das Souvenir des Mörders«, dem Edgar Allan Poe Award für »Tore der Finsternis« und dem Deutschen Krimipreis für »Die Kinder des Todes ausgezeichnet. »So soll er sterben« und »Im Namen der Toten« erhielten jeweils als bester Spannungsroman des Jahres den renommierten British Book Award. Für seine Verdienste um die Literatur wurde Ian Rankin mit dem »Order of the British Empire« ausgezeichnet.

Mit »Ein Rest von Schuld« hatte Ian Rankin seinen Ermittler John Rebus nach 17 Fällen in den Ruhestand geschickt und ließ Inspector Malcolm Fox die Bühne betreten. Doch mit »Mädchengrab« kehrte Rebus wieder zurück.

Ian Rankin lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Edinburgh.

EINLEITUNGDESVERFASSERS


Westwind erschien erstmalig am Donnerstag, dem 1. März 1990. Mein Tagebucheintrag für diesen Tag vermerkt diese Tatsache folgendermaßen: »Ja,Westwind bekam bei Erscheinen EINE Rezension (imGuardian, eine sehr kleine noch dazu). O Gott. Ein Flop vom ersten Tag an.«

Sie sehen, in den ersten Monaten des Jahres 1990 war ich nicht in einer, wie man heute sagt, »guten Position«, wie meinem Tagebuch aus jener Zeit regelmäßig zu entnehmen ist. Hier zum Beispiel Mittwoch, der 28. Februar: »Ich habe mich heute gefragt, wann wirdWestwind wohl erscheinen? Ich weiß, es war für März geplant, und Bücher werden immer donnerstags herausgebracht. Aber morgen kann es sicher nicht passieren – Barrie& Jenkins (mein damaliger Verlag) hätten sich sonst sicher wg. Publicitymöglichkeiten gemeldet. Und meine Autorenexemplare hätten doch auch schon da sein müssen, oder? Aber als ich nach Hause kam, erwartete mich eine Geschenkflasche Whisky. Da muss es doch wohl morgen sein – mit so wenig Tamtam!«

Es ist leicht, mit Zuversicht auf mein jüngeres Ich zurückzublicken, aber ich fing damals erkennbar an, den Glauben an meine Fähigkeiten zu verlieren und an meiner Zukunft als publizierbarer Autor zu zweifeln. Außerdem schuftete ich mich wund; ich hatte einen Tagesjob in London und versuchte, in der freien Zeit, die mir blieb, Gelegenheit zum Schreiben zu finden. Mein erster Rebus-Roman,Verborgene Muster, war ohne viel Trara 1987 erschienen. Am 12. März jenes Jahres schrieb ich in mein braves Tagebuch: »Ich sollte am Satellitenroman arbeiten, mit anderen Worten anWestwind. Ich arbeite nicht.« Na ja, nicht geradenicht, denn ich feilte noch an dem Spionagethriller, der im folgenden Jahr unter dem TitelDer diskrete Mr. Flint erscheinen sollte. Ich wohnte in Tottenham und arbeitete als Assistent im National Folktale Centre, das damals zum Middlesex Polytechnic gehörte. Das bedeutete, dass ich – ungewöhnlich für London – zu Fuß zur Arbeit gehen konnte. Außerdem hatte ich dort Zugang zu einem Computer, während ich zu Hause immer auf einer lärmenden elektrischen Schreibmaschine herumhämmerte. Nicht, dass der Computer mit seinen großen Floppy Disks mir besonders nützlich gewesen wäre: Ich kannte sonst (meinen Verlag eingeschlossen) niemanden, der einen Computer benutzte. Mein erster Amstrad-Wordprocessor sollte erst einige Zeit später kommen, und das Faxgerät an meinem Arbeitsplatz war so rätselhaft wie die Sphinx.

Ich weiß nicht genau, wie ich auf den Gedanken kam, ein Techno-Thriller sollte mein nächstes Projekt sein.

Verborgene Muster war ein ziemlich traditioneller Whodunit gewesen, undDer diskrete Mr. Flint war ein Spionageroman, beeinflusst von Graham GreenesDer menschliche Faktor.Westwind dagegen sollte mit einem abstürzenden Weltraumshuttle und einem Satelliten mit einer Fehlfunktion anfangen. Jetzt kommt es mir so vor, als hätte ich mich langsam an die Sorte Schriftsteller herangetastet, zu der ich gern gehören wollte. Hoch oben auf der Liste stand: erfolgreich genug, um meinen Tagesjob aufzugeben. Ich hatte es mit dem Kriminalroman und dem Spionageroman versucht, und jetzt probierte ich es mit einem Hightech-Thriller von der Art, die sich palettenweise an Flughäfen und in Bahnhöfen verkaufte. So kam es, dass ich meine Nachbarschaftsbücherei in der Tottenham High Road besuchte und die Bibliothekarin bat, mir alles zu geben, was mit Weltraumshuttles und der Arbeit von Satelliten zu tun hatte. Viele der Bücher, die ich so sammelte, e