: Marcus Weber
: Der kleine Teamplayer 33 erlebnispädagogische Aktionen für die Kita
: Ernst Reinhardt Verlag
: 9783497614325
: & lernen
: 1
: CHF 10.80
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: Kindergarten- und Vorschulpädagogik
: German
: 96
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Team- und Kooperationsfähigkeit sind soziale Kompetenzen, die in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Doch bereits in jungen Jahren zeigen unsere Kinder deutliche Defizite, wenn es darum geht, im alltäglichen Miteinander bestehen zu können. Teilen, unterstützen und Rücksicht nehmen fällt immer mehr Kindern schwer. Daher stellt sich die Frage, wann eine Förderung dieser Sozialkompetenzen beginnen soll. Warum erst in Schule im Rahmen der Schulsozialarbeit mit Übungen und Spielen die Kinder in ihrem Miteinander fördern? Dieses Fachbuch zeigt, wie bereits im Vorschulalter gezielt an der Team- und Kooperationsfähigkeit der Kinder gearbeitet und somit Defiziten in diesem Kompetenzbereich entgegen gewirkt werden kann.

Marcus Weber, Neuss, Dipl.-Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt Freizeitpädagogik, ist pädagogischer Leiter im offenen Ganztag an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen und leitet freiberuflich Fortbildungen, Schulungen und Kurse.

2 Anleitung zur Umsetzung der erlebnispädagogischen Aktionen

Die folgenden Seiten beinhalten Informationen zu der Rolle der Spielleitung bei der Umsetzung erlebnispädagogischer Aktionen, dem Ablauf der Aktionen, dem Umgang mit möglichen Rückschlägen und darüber, wie die Erlebnisse mit den Kindern reflektiert werden können.

2.1 Die Rolle der Spielleitung

Die pädagogische Fachkraft übernimmt bei der Umsetzung von erlebnispädagogischen Angeboten die Rolle der Spielleitung. Diese beinhaltet die Auswahl und Vorbereitung der Aktionen, die Einstimmung der Kinder auf diese Aktionen, deren Durchführung und die Reflexion der Erlebnisse.

Auswahl der Aktionen

Bei der Auswahl geeigneter Aktionen, um die Kinder im Rahmen des Vorschulprogramms in ihrer Team- und Kooperationsfähigkeit zu fördern, gilt grundsätzlich der Vorsatz, die Gruppe an ihrem aktuellen Leistungsstand abzuholen. Dies bedeutet, den Schwierigkeitsgrad der Aktionen zu Beginn der Förderung eher niedrig zu halten und ihn im Verlauf des letzten Kindergartenjahres kontinuierlich zu steigern. Es gibt jedoch auch immer wieder Gruppen, die in ihrem Kooperationsverhalten bereits zu Beginn der Förderung als sehr leistungsstark auffallen. Bei diesen Gruppen kann recht schnell der Schwierigkeitsgrad erhöht werden bzw. kann die Erzieherin mit kleinen Änderungen diesen bei den vermeintlich leichteren Übungen erhöhen, um die angestrebte Herausforderung für die Gruppe zu erreichen.

Bei der Auswahl der Aktionen ist auch immer die Einschätzung der Erzieherin gefragt, die mit der Gruppe arbeitet. Daher sollte die Rolle der Spielleitung auch immer von einer Erzieherin übernommen werden, die mit der Gruppe eng vertraut ist und diese in ihrer Leistungsstärke und ihrem Sozialverhalten sehr gut einschätzen kann. Eine Überforderung der Gruppe ist ebenso kontraproduktiv für die Entwicklung von Kooperationsstrategien wie eine Unterforderung. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass die Kinder schnell die Lust an den Aktionen verlieren und somit der angestrebte Lerneffekt ausbleibt.

Vorbereitung der Aktion

Ist die Entscheidung für eine Aktion gefallen, geht es nun an deren Vorbereitung. Im ersten Schritt muss der Erzieher prüfen, wo die Aktion stattfinden soll und ob der angedachte Raum hierfür geeignet ist. Dabei gilt es, die örtlichen Gegebenheiten auf potentielle Gefahrenquellen hin zu begutachten, um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Gruppe während der Durchführung ungestört agieren kann und möglichst keine weiteren Kinder aus anderen Gruppen in umittelbarer Nähe anwesend sind. Erfahrungsgemäß lässt sich die Altersgruppe der Vorschulkinder recht schnell durch ihre Umwelt ablenken, was zu St