: Franz Urban Pappi, Anna-Sophie Kurella, Thomas Bräuninger
: Parteienwettbewerb und Wählerverhalten im deutschen Mischwahlsystem
: Springer VS
: 9783658328610
: 1
: CHF 48.80
:
: Politisches System
: German
: 238
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das Buch liefert eine erste umfassende Analyse der komplexen Wechselwirkungen des Wählerverhaltens und der Parteistrategien im deutschen Mischwahlsystem. Nach einer ausführlichen Einführung in die räumliche Theorie des Parteienwettbewerbs wird das Zusammenspiel von Politiknachfrage der Wähler und Politikangebot der Parteien in der Mehrheits- und der Verhältniswahlkomponente bei Bundestagswahlen untersucht. Die Darstellung richtet sich somit an Politikwissenschaftler, Wahlrechtsexperten in Politik und Wissenschaft, Lehrende an Hochschulen und Journalisten gleichermaßen.

Dr. Dr. h.c. Franz Urban Pappi ist Professor emeritus an der Universität Mannheim und am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung. 

r. Anna-Sophie Kurella ist Fellow und Projektleiterin am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung der Universität Mannheim. 

Dr. Thomas Bräuninger ist Professor für Politische Ökonomie an der Universität Mannheim.

Danksagung6
Inhaltsverzeichnis7
Teil I Wahlrecht als institutioneller Rahmen und räumliche Theorie des Parteienwettbewerbs und Wählerverhaltens als Erklärungsinstrument15
2 Die personalisierte Verhältniswahl: Begriff, Einführung in Deutschland, Wirkung16
2.1 Begriff16
2.2 Von der Mehrheitswahl zur personalisierten Verhältniswahl in Deutschland19
2.3 Wirkungsparameter der personalisierten Verhältniswahl bei Bundestagswahlen von 1949 bis 201725
2.4 Schlussfolgerungen für eine Untersuchung von Wählerverhalten und Parteienwettbewerb im deutschen Mischwahlsystem32
3 Die räumliche Theorie als Mikromodell der Wahlentscheidung und Makromodell des Parteienwettbewerbs34
3.1 Das räumliche Modell als Repräsentation der Nachfrage nach Politik35
3.2 Wahlen als Aggregationsmechanismus39
3.3 Zwei-Parteien-Wettbewerb mit ämterorientierten Parteien42
3.3.1 Zwei-Parteien-Wettbewerb mit policy-orientierten Parteien45
3.3.2 Wählen und Parteienwettbewerb bei unvollständiger Information46
3.4 Wettbewerb mit Parteien- oder Kandidatenvalenz50
3.5 Mehrparteiensysteme54
3.6 Ein empirisch anwendbares Modell des Mehrparteienwettbewerbs57
3.7 Wettbewerb im gemischten Wahlsystem61
3.7.1 Mehrere Wahlkreise62
3.7.2 Stimmgebung im gemischten Wahlsystem64
3.7.3 Parteienwettbewerb im gemischten Wahlsystem65
Teil II Die Anwendung der räumlichen Theorie des Parteienwettbewerbs auf deutsche Bundestagswahlen69
4 Das Parteiensystem aus Wählersicht71
4.1 Parteiensysteme als Parteien und Wähler umfassende Systeme des Stimmenwettbewerbs72
4.2 Pauschalurteile über Parteien als Voraussetzung der Systemzugehörigkeit76
4.3 Systemabgrenzung mit ideologischen Signalen80
4.4 Systemabgrenzung mit Kommunikationsinhalten83
4.5 Schlussfolgerung88
Anhang89
5 Parteivalenzen und Links-Rechts-Dimension als Kriterien der Parteibeurteilung und der Wahlentscheidungen95
5.1 Konzept und Messung von Parteivalenzen und Links-Rechts-Positionen96
5.2 Die eindimensionale Ordnung der Parteien und die Parteivalenzen im Zeitverlauf100
5.3 Parteivalenzen und Wahlergebnisse103
5.4 Ideologische Parteidistanzen und Wahlabsichten108
5.5 Das räumliche Grundmodell für Parteibewertung und Wahlentscheidung114
6 Wählermobilisierung mit Wahlkampfthemen116
6.1 Einige Bedingungen für den Einfluss von Wahlkampfthemen auf die Wahlentscheidung117
6.2 Methoden zur Skalierung von ideologischen und Policy-Distanzen zwischen Wählern und Parteien120
6.3 Die Auswahl von Wahlkampfthemen mit zugehörigen Parteipositionen123
6.4 Ideologische und policy-bezogene Wählerverteilungen und Parteipositionen 2009, 2013 und 2017 im Vergleich zu 1987130
6.5 Räumliches Grundmodell und der Einfluss möglicher und tatsächlicher Wahlkampfthemen auf die Wahlabsichten 2009, 2013 und 2017 im Vergleich zu 1987137
6.6 Schlussfolgerung142
Teil III Empirische Analysen zu Wechselwirkungen der Mehrheits- und Verhältniswahl im deutschen Mischwahlsystem144
7 Zentripetale und zentrifugale Anreize für Parteien im deutschen Mischwahlsystem147
7.1 Modellierung des Parteienwettbewerbs149
7.1.1 Wahlfunktionen149
7.1.2 Parteistrategien152
7.2 Daten und Operationalisierung154
7.2.1 Policy-Distanz und ideologische Nähe155
7.2.2 Valenz157
7.3 Schätzung der Wahlfunktionen für Kandidaten und Parteilisten159
7.4 Parteiwettbewerb um Erst- und Zweitstimmen162
7.5 Der Einfluss der Valenz auf die Parteipositionierung165
7.6 Schlussfolgerung172
Anhang174
8 Valenzvorteile von Kandidaten und der Medianwähler. Strategische Positionswahl deutscher Wahlkreiskandidaten181
8.1 Kandidatenwettbewerb im deutschen Mischwahlsystem182
8.2 Modellierung des lokalen Kandidatenwettbewerbs186
8.3 Messung ideologischer Positionen von Kandidaten und des Medianwählers im Wahlkreis188
8.4 Messung der Kandidatenvalenzen192
8.5 Hypothesentest194
8.6 Schlussfolgerung200
9 Gegenseitige Einflüsse von lokalen und nationalen Parteimerkmalen auf Erst- und Zweitstimmen in den Wahlkreisen203
9.1 Kontaminationseffekte in Mischwahlsystemen: Nebenwirkungen der Erst- auf die Zweitstimmen205
9.2 Die Folgen von Nebenwirkungen auf die Parteienfragmentierung208
9.3 Daten und Operationalisierung210
9.3.1 Qualität der Kandidaten211
9.3.2 Kontrollvariablen211
9.3.3 Methode212
9.4 Ergebnisse213
9.5 Schlussfolgerung218
10 Schlussfolgerungen für das Wettbewerbsprinzip deutscher Bundestagswahlen: Lokale Wahlkreissiege unter bundesweiter Proporzbegrenzung219
Literatur225