: Judith Leopold
: Zu Hause geboren Band 2 - Noch unglaublichere Erlebnisse der Hebamme Margarete
: Edition Riedenburg E.U.
: 9783990820759
: 1
: CHF 13.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 164
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Einmal mehr heißt es:"Ruf die Hebamme, Schatzi!" Unsere Hebamme Margarete ist zurück! In Band 2 von"Zu Hause geboren" geht es diesmal um noch unglaublichere, absolut authentische Erlebnisse der beliebten Wiener Geburtshelferin. Aber Achtung! Es wird wirklich herzergreifend, wenn Margarete bei einer Geburt im Studentenwohnheim dabei ist. Berührend, als sie einer werdenden Mama mit schrecklicher Vorgeschichte begegnet. Spannend, als sie von einer Geburt im Dunklen überrascht wird. Ja, und immer wieder lustig ist es, wenn der Kindsvater mehr Hebammenbetreuung braucht als die werdende Mutter. Natürlich war Hebamme Margarete auch während der Corona-Krise unterwegs und konnte nicht im Homeoffice Kurzarbeit machen. Wie neben Margaretes Dammschutz ihr Coronaschutz aussieht, erfahren wir in einer ganz speziellen Erzählung ... * 14 absolut authentische Geschichten rund ums Gebären und ein Glossar für die im Buch verwendeten wienerischen Ausdrücke wie z.B."Gengans" - ist kein genmanipuliertes Federvieh, sondern ein Zusammenzug der Worte:"Gehen Sie", was so viel wie eine wienerische Version von"Na, hören Sie mir auf" ist, die ebenso bedeutet, bloß nicht aufhören, na wirklich! * Als Geschenkbuch für die schwangere Frau/Freundin und für alle, die wissen wollen, was bei Hausgeburten wirklich passiert. * Ein gelungenes Statement zur handfesten und gleichzeitig hochsensiblen Arbeit freiberuflicher Hebammen, die viel zu oft nicht ausreichend wahrgenommen werden. * Ein Manifest für alle, die ihre Kinder einfach bekommen wollen - egal wo und wann. * Papa kompatibel durch die gezielte Einbindung und Beschreibung werdender Väter. * Humorvoll und traurig zugleich, wie das Leben eben ist. Vom Verlag edition riedenburg Salzburg * editionriedenburg.at *

Judith Leopold wurde 1983 in einem Wiener Krankenhaus geboren. Nach einem Kaiserschnitt beim ersten Kind kam sie in der folgenden Schwangerschaft zur Hausgeburt und somit zu Hebamme Margarete. Sie hat Komparatistik studiert und lebt mit ihrer Familie in Wien, wo sie seit über zwölf Jahren als Onlineredakteurin im Kulturbereich tätig ist. Bei der edition riedenburg hat sie bereits"Zu Hause geboren" veröffentlicht mit dem ersten Teil der Geschichten von und mit Hebamme Margarete.

Margarete mit Mund-Nasen-Schutz und ihrem wichtigsten

Werkzeug als Hebamme: dem hölzernen Hörrohr.

„N. ist da und so süß! Die Geburt war anstrengend, ich hab viel geweint, als sie mich aufgeschnitten haben. Jetzt bin ich erschöpft und warte, dass es Morgen wird und ich meine Tochter endlich kennenlernen kann. Ich darf sie nicht bei mir haben in der Nacht. Wegen der starken Schmerzmittel, die ich während und nach der Operation, die ich lieber nicht gehabt hätte, bekommen habe.“

Das SMS, das die Mutter nach der Geburt ihrer Tochter gerne geschrieben hätte. Roh, ehrlich, ein bisschen enttäuscht. Stattdessen aber hat sie dieses geschickt:

„N. ist da und so süß. Sie wurde mit 3160 Gramm und 51 cm geboren und Mama und Papa sind überglücklich.“

Geschichten zu veröffentlichen – in Buchform oder als Kurznachricht –, die sich um das persönlichste, intimste Erlebnis im Leben von uns Menschen drehen, um die Geburt – das birgt ein gewisses Risiko. Es macht angreifbar, verletzlich. Zu leicht lassen sich Empfindungen und Entscheidungen anderer abtun. Stichwort: Mom-Bashing.

„Also, ich hätte ...“ oder „Sei froh, dass ...“ sind Sätze, die einer (frisch gewordenen) Mutter ganz schön weh tun können. Sie laden Schuld auf die Schultern. Oder sie suggerieren Undankbarkeit, wenn das Kind doch gesund und „nur“ die Geburt nicht ideal verlaufen ist. Dabei, hey, lasst uns ehrlich sein: Wir alle haben eine Meinung zu allem in unserem Leben. Es stört uns, wenn das Essen zu spät serviert wird im Restaurant, wenn der Lack nach einer Pediküre gleich splittert, wenn der Postbote nicht geklingelt hat, obwohl wir den ganzen Tag zu Hause waren ...

Es ist in Ordnung, die Geburt des eigenen Kindes schwierig zu empfinden, damit zu hadern, wie sie gelaufen ist. Frau ist trotzdem dankbar für ein gesundes, kleines Wesen. Na no na ned. Und für die Nicht-Wiener: Klar ist sie dankbar, was glaubst du denn? Dieses Erwachsensein-Dings ist nur äußerst vielfältig. Auch von den Emotionen her.

Seit der erste Band von „Zu Hause geboren“ erschienen ist, hat sich einiges getan. Viele Frauen sind auf mich zugekommen, bei Lesungen oder Veranstaltungen, und haben mir ihre persönlichen Geburtsgeschichten anvertraut. Manche haben dabei fröhlich gelacht, gemeint, es sei bei ihnen zu Hause genauso gut geflutscht. Einige sagten, dass sie sich in der einen