Svenney das Gasthaus zum
blutigen Knochen
Inzwischen ist Svenney mit seiner abartigen Gier, seinem Fetisch fertig. Ich werde wieder an den eigentlichen Helden dieser Geschichte, der mir bisher armselig vorkommt, nicht helle aber erfrischend unterhaltsam, anknüpfen.
Svenney öffnete ein Auge und erschrak. Da war jemand und er hätte schwören können, es ist sein Zwillingsbruder. Aber er hatte gar keinen Bruder.
Mama dachte er, Mutter hast Du mir alles erzählt?
Wieso heute, warum jetzt und hier, wo war er überhaupt und dann wurde es klar, der geile Typ war über ihm, neben und seitwärts und im Spiegel, er selbst war es.
Er bewunderte sich und wie er sein Spiegelbild musterte, blieb der Blick wohlwollend an seinem Bein hängen.
Das zart beseidet mit einer perfekten Naht, die Kaktuswaden nur unvollständig bedeckte. Und wieder wallte es im Unterleib, beim Anblick seines Schatzes, der seinen Fuß zierte.
Aiden Intermezzo
Ich hätte einige Meilen warten sollen, die Aiden zurücklegt, bevor ich wieder von ihm erzähle. Aber es passiert gerade nichts.
Außer das Aiden jetzt Kokosraspeln gleich, mit einem Wodka verschmolz und mit einer Kirsche tauschte, die in einen Martini hüpfte.
Aber ich hätte euch das elend wie mir gerne erspart und so tippe ich jetzt ein paar Leerzeichen TAB TAB TAB....
Und schon ist O Shea der erneuten Selbstbefleckung entkommen. Fertig angezogen und bereit im Wirtshaus, zum blutigen Knochen, ein paar Krüge zu stemmen, an einer Schweinshaxe zu zerren oder sich dem Glücksspiel hinzugeben.
Beim betreten des Foyers, passierte er wieder den Butler und ohne ihn anzusehen, grummelte Svenney, das er Donnerstage nicht mag, da er mit ihnen so gar nicht klar käme, worauf ein, “Sir, wie gut das heute Dienstag ist“, ihm den Weg versüßte.
Der blutige Knochen, war eine beliebte Spelunke, allerlei seefahrendes Volk, aber auch Soldaten der Majestät und Söldner, die sich hier und dort anwerben ließen, kehrten gerne ein und orderten die Spezialität des Hauses.
Lieber hätten Sie alle ein Whiskey Cola bestellt. Aber Cola gab es damals gar nicht. So griff man auf den Gorg-O-n´Zolla zurück. Ein Höllengebräu aus vergorener Ziegenmilch. Gemischt mit einem irischen Whiskey mit Pfirsicharoma.
Dazu einige Kräuter, die in Holland heute legal sind, es damals aber überall waren, welche Rauschzustände bescherten, die galaktisch waren, man nannte es den Zorn des Kahn oder Wahn, was am wahrscheinlichsten ist.
Die Tür zur Spelunke war offen, der Radau, der aus diesem Loch schwappte, war ölig, fettig und gehaltvoll, doch ich meine den Geräuschpegel, an Düften setzte es dem Betrachter vor der Türe viel ärger zu.
Iren lieben Lamm, und zwar gebraten, gegrillt, gesotten, gekocht, gebacken und wenn nichts von dem möglich war roh.
Vor der Zubereitung wird in Irland, das Lamm geschlachtet, was ungemein praktisch ist, den so hat das Tier weniger Schmerzen und liegt still da, sodas der Koch gleichmäßige Schnitzel und Filets aus dem Lamm schneiden kann oder die beliebten Koteletts.
Iren ordern am liebsten Kotelett und Zeugs, und zwar zusammen.
„2 mal Kotelett und Zeugs bitte, und zwar dalli“ eine typisch irische Bestellung, an deren Ende niemals ein Danke oder Bitte zu vernehmen ist.
Dieses Kotelett Material heute war schon tot, und zwar sehr lange.
Für gewöhnlich störte das keinen irischen Koch, den Gewürze gab es in Irland reichlich. „Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst“, eine beliebte Redewendung damals.
Schwarzer Pfeffer oder der Paprika, den man in Irland reichlich zum Würzen solcher kulinarischer Kadaver verwendete, hatte die angenehme Eigenschaft, mit seiner Schärfe, den Verwesungsgeruch zu eliminieren.
Die Iren empfanden im 17 Jahrhundert, den Geruch verwesenden Fleisches als unangenehm. Weshalb sich die Sitte etablierte, seine so geliebten Toten zu beerdigen, anstatt sie auf dem alten angestammten Platz sitzen zu lassen, um sich weiter am Familienleben zu erfreuen.
Der Ire e