: Stephanie Anna Walch
: Lemoria Erde
: Books on Demand
: 9783753466774
: 1
: CHF 8.80
:
: Fantasy
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Und erst dann, als man keine Angst mehr vor der Wahrheit hatte, war man dazu bereit, alles loszulassen und den Dingen ihren unweigerlichen Lauf zu geben ... Eigentlich war ich müde von der oberflächlichen, grauen Welt, meinem persönlichen Kampf des Lebens und von den Menschen, die nur ihrem Trott und den nichtssagenden Dingen nachgingen. Bis ich einst unverhofft auf Joseph traf. Schon sehr schnell stellte sich heraus, dass er einer Gattung von Zeitgenossen angehörte, von denen ich bisher noch nie in meinem Leben etwas gehört hatte. Von diesem Tag an war nichts mehr so, wie es einst einmal war ...

Stephanie Anna Walch wurde 1986 in Feldkirch geboren. Bücher begleiteten sie sowohl beruflich als auch privat schon ihr ganzes Leben lang. Anfang zwanzig wuchs in ihr zum ersten Mal der Wunsch, ein Buch zu schreiben. Mit ihrem ersten Band aus der Romanserie"Lemoria" möchte sie Menschen inspirieren, an ihre Träume zu glauben. Manche brauchen eben ihre Zeit ... Sie lebt im wunderschönen Bundesland Vorarlberg in Österreich.

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»Manchmal weiß ich nicht, wie ich das alles ohne euch aushalten soll.« Auf das war ich nun wirklich nicht vorbereitet. Aber auf was in meinem Leben wurde ich schon jemals vorbereitet? Mein Leben ist wohl ein Chaos! Ein einziger Trümmerhaufen. Und ich? Spiele ungefragt die Hauptrolle. Still seufzte ich und knüllte das geschriebene Stück Papier zusammen. Ich warf es an die Wand und starrte auf meinen Kugelschreiber, der mich irgendwie fordernd ansah. Er erinnerte mich an das Versprechen, das ich Mum und Dad gegeben habe, nämlich ihnen regelmäßig Briefe zu schreiben. Seufzend sah ich aus dem Fenster. Die Landschaft verblasste ringsum und ich war in Gedanken versunken. Das leise Surren der Gleise beruhigte mich. Auf eine gewisse Weise. »Endstation. Bitte steigen Sie aus!« Der Schaffner deutete ein kleines Lächeln an, das aber sofort darin erstickte, indem er streng Richtung Waggontür starrte. Schnell hob ich mein weggeworfenes Stück Papier auf und faltete es wieder auseinander. Ich strich das bereits Gekritzelte durch, denn mir fiel ein, dass ich nur noch dieses eine Blatt dabeihatte. »Ich liebe euch. Rosalie.« Das musste für heute reichen. Ein p