: Sabine Speer
: Das Erbe des Pendragon
: TWENTYSIX
: 9783740703905
: 1
: CHF 7.00
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 380
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Einst nahm Myrddin ihm den einzigen Sohn. Während der Kämpfe gegen sächsische Eindringlinge und aufständische britannische Fürsten bringt der alte Druide den neugeborenen Artus an einen geheimen Ort, an dem er in Sicherheit aufwachsen kann. Doch König Uther Pendragon, der Drache, traut seinem weisen Berater nicht vollends. An Artus Stelle zieht er seine Tochter Iseabail, Artus` Halbschwester, zur Kriegerin und möglichen Thronerbin heran. Dies ist die Geschichte von Iseabail. Schon als Kind spürte sie eine starke, mystische Verbindung zu ihrem Bruder Artus, den sie nie kennengelernt hat. Doch als sie sich als Erwachsene begegnen und Isa an Artus´ Seite um die Befreiung Britanniens von den germanischen Invasoren kämpft, stehen sie einander vorerst misstrauisch gegenüber. Als sich Iseabail in Artus´ Vetter Gawain verliebt, warnt Artus sie vor dieser Verbindung. Doch Isa hat, wie immer, ihren eigenen Kopf. Bis Gawain einen schweren Verrat begeht. Wird Iseabail ihren Platz an Artus Seite und auf Camaloth finden? Und wird Gawain jemals ihr Vertrauen zurückgewinnen?

Sabine Speer wurde in Hamburg geboren und lebt seit den1970er Jahren in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Von der Autorin sind bereits die Erzählung"Lancelots Stille", das Kinderbuch"Mathilda und Leopold" sowie eine Internetseite zur Artus-Literatur www.whisper-of-gododdin.de erschienen. 2007 erschien außerdem ein Erzählband zu geschichtlichen Ereignissen in Schleswig-Holstein"Annek und andere historische Erzählungen". Besuchen Sie Sabine Speer auch auf Ihrer Autoren-Internetseite www.sabinespeer7.de

Britannien im Jahr 498


Starker Rauch quoll über den Hügel und kündigte von einem dahinter verborgenen Unheil, dem sie instinktiv aus dem Weg zu gehen versuchte. Sie sah sich hastig um, doch nur eine karge Baumgruppe im schon lichten Laub eines kühlen, stürmischen Spätsommertages bot dürftigen Schutz. Leicht drückte sie die Fersen in die Flanken ihres schwarzen Hengstes und trieb ihn zur Eile. In der Ferne vernahm sie das johlende Geschrei kriegerischer Horden und das Dröhnen sich nähernder Pferdehufe. Isa fürchtete sich nicht, doch ihr vor Erregung heftig pochendes Herz enthob sie der öden Gleichgültigkeit, in der sie seit Tagen Meile um Meile dahingeritten war. Sie war sich nicht im Klaren über ihr Ziel, aber mit Sicherheit hatte sie sich nicht auf den Weg gemacht, um räuberischen Sachsen in die Hände zu fallen.

Der Lärm hinter dem Hügel schwoll an. Sie erreichte den Hain in dem Augenblick, als sich erste Reiter auf seiner Kuppe zeigten. Isa sprang vom Rücken des riesigen Hengstes und riss ihn in der gleichen Bewegung zu Boden. Protestierend bäumte sich das Tier in seiner Überraschung auf, blieb dann aber ruhig liegen.

„Still, Maximus“, flüsterte Isa. „Wir ruhen uns nur ein wenig aus.“

Mit geduldiger Hand kraulte sie den Hengst zwischen den Ohren und sprach mit beruhigender Stimme auf ihn ein. E