: Clifford Chatterley
: Polyamorie oder Das Leben ist kein Ponyhof
: Books on Demand
: 9783752661378
: 1
: CHF 2.60
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 157
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es gibt wohl wenige Aspekte der Erotik, die die Phantasie so vielfältig anregen wie das Thema Polyamorie. Mehr als zwei Menschen gehen miteinander eine Liebesbeziehung ein. Doch wo sind die Grenzen zu Promiskuität, Betrug, Beliebigkeit? Begleiten Sie Silke, die Besitzerin eines Reiterhofes, ihre Tochter Kerstin und ihren Lover Lars auf ihren amourösen Abenteuern irgendwo an der wild-romantischen Ostseeküste.

Ein neuer Roman von Clifford Chatterley, dem Autor von Erfolgen wie Anjas Cuckold und van Sannenfagg Island.

Prolog


Ein Frühsommermorgen an der Ostsee


Silkesflachsblondes Haar flog in der frischen Brise, die von der Ostsee her über das flache Land wehte.Der Wind brachte das dürre hohe Gras zumRascheln, das oberhalb des feuchten Sandstrandes denStreifen Küste bedeckte,den sie auf dem Rücken ihres schwarzen Hengstes Darius entlang galoppierte. Die Hufedes Tieres hinterließen deutliche Abdrücke im feuchten Sand, alses scheinbar immer dem Schatten verfolgte, den die eben in ihrem Rücken aufgehende Sonne auf den menschenleeren Strand warf. Es war kühl, Silke fröstelte ein wenig in ihren Denim-Shorts und ihrem dünnen weißen T-Shirt, das sich über ihre noch immer mädchenhaft festen Brüste spannte. Sie liebte das geile Gefühl, als die Kälte und die leichte Reibung des Stoffes ihre Nippel steif und hart werden ließ. 

Silke zügelte Darius in einen flotten Trab, als sie das Pferd auf einen schmalen Pfad lenkte, der vom Strand ins Landesinnere führte. Sie hielt sie sich mühelos im Sattel, als es den kurzen Anstieg über die Böschung nahm und dann entlang eines schmalen Kanals am Rain einer üppiger bewachsenen Wiese weiterlief. In der Ferne tauchten die verstreuten Gebäude eines weitläufigen Gehöftes in der ansonsten einsamen Landschaft auf. Die Enddreißigerin, die auf dem Hof aufgewachsen war und schon auf Pferden gesessen hatte, bevor sie richtig laufen konnte, verschwendete keinen Gedanken an das Reiten und ließ ihren Blick über die raue, karge Landschaft ihrer Heimat schweifen. Sie liebte den frühen Morgen, sie liebte das spezielle Licht, in das die Morgensonne die alten Bäume und die ebenso alten Gebäude tauchte. 

Spontan lenkte sie das Tier von dem schmalen unbefestigten Weg, der in einer weiten Kurve zum Hoftor führte, nach rechts in die Wiese und trieb es wieder in den Galopp, quer über das hohe Gras und auf die niedrige Hecke zu, die das Areal des Hofes vom umliegenden Land abgrenzte. Mühelos nahm der Hengst den Sprung und landetezwischen zwei alten Obstbäumen auf der Wiese, die hinter einem der Nebengebäude lag, dem ehemaligen Verwalterhaus. Sie zügelte das schwitzende Tier zum Schritt, tätschelte seinen Hals und ließ die Zügel dann lang hängen. 

Viel hatte sich hier auf dem Hof verändert, seit sie vor einigen Jahren Lars kennengelernt hatte. Sie dachte an die wechselvollen Jahre davor zurück, während Darius die paar hundert Meter im Gras neben dem geschotterten Fahrweg entlang zurück zum Haupthaus und den Stallungen trottete. Silke hatte ihre Tochter Kerstin früh bekommen, zum Kindesvater aber nie eine nähere Beziehung gehabt. Nach dem Gymnasium ohne eigentliche Berufsausbildung, hatte sie sich damals entsch