: Eva Stadler, Monika Pelz, Brigitte von Imhof, Pauline G. Sammler, Friedrich Köthe, Michael Baumgartn
: POLYGLOTT on tour Reiseführer Bella Italia 50 legendäre Touren gestern& heute, mit herausnehmbarer Karte
: Polyglott, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
: 9783846407745
: POLYGLOTT on tour
: 1
: CHF 8.90
:
: Europa
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
2., aktualisierte Auflage, jetzt mit herausnehmbarer Karte. Eine Liebesgeschichte hat sich damals in den 50er, 60er Jahren angebahnt, die bis heute andauert ... 'Bella Italia' ist die Einladung zu einer Zeitreise, die neben Anekdoten und Geschichten von damals auch das Heute nicht vergisst. (Frankfurter Rundschau) Reiseführer über das Sehnsuchtsland der Deutschen gibt es deshalb wie Sand am Meer, doch die vorliegende Sonderedition aus dem Hause Polyglott hat ein besonderes Lob verdient ... . Besonderes Flair verleiht dem Band die Bebilderung mit Fotomotiven damals und heute - Bella Italia eben. (www.wein-und-markt.de) Entstanden ist ein besonders schönes Reisebuch, das die Zeit bis zum Sommerurlaub mit Sicherheit verkürzen und versüßen wird. (Buchmedia Magazin)   Bewundert, geliebt, bisweilen überrannt - es gibt viele Orte in Italien, die schon vor 20, 30, 50 oder 100 Jahren Besucher fasziniert und bis heute ihre Attraktivität bewahrt haben. Wir stellen in diesem Buch 50 Touren vor und beschreiben das Damals und das Heute. Wir folgen zum Beispiel Audrey Hepburn nach Rom und lassen uns wie Prinzessin Anne auf der Spanischen Treppe verzaubern. Wir besteigen wie Mick Jagger eine Gondel in Venedig und schippern den Canal Grande hinunter. Wir besuchen die Zitronenhaine am Gardasee und die Heimat der Grappa im Veneto - Orte, deren Geschichte teils in Vergessenheit geriet, teils noch sehr lebendig ist. Zu jeder Tour empfehlen wir aktuelle Hotels, Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. 2., aktualisierte Auflage, jetzt mit herausnehmbarer kulinarischer Landkarte.

Eva Stadler, Jahrgang 1976, ist Redakteurin und Gestalterin. Für den Verlag Travel House Media hat sie u. a. die Reihen Merian aktiv und edition FÜR SIE entworfen sowie die Bände 'Bella Italia' (Polyglott) und 'Typisch deutsch?' (Holiday) realisiert. Für das Holiday-Buch 'Yes we camp!' war sie mit dem Wohnmobil in Deutschland und Nordeuropa unterwegs. Ihr europäisches Lieblingsreiseland ist Norwegen, ihr Traumziel Japan.

© Getty Images/Keystone

Alpinist, Schauspieler, Filmemacher, Buch- und Drehbuchautor und Herzensbrecher: Luis Trenker (1892–1990) aus dem Grödnertal hat es meisterhaft verstanden, Millionen Menschen mit seiner Bergleidenschaft anzustecken.

TOUR 1 SÜDTIROL


Übersichtskarte

DER BERG RUFT


GESTERN Luis Trenker hat mit seinen Filmen, seinen Büchern und seinem Charisma den Grundstein für den Tourismus gelegt

HEUTE Aus den Bergbauerndörfern in Trenkers Heimat, dem Grödnertal, wurden Weltklasse-Skigebiete in spektakulärer Kulisse

GESTERN


In den 1920er- und 1930er-Jahren war die Welt alles andere als in Ordnung. Trotzdem – oder gerade deshalb – wuchs die Sehnsucht der Menschen nach der Unberührtheit, dem Frieden und der majestätischen Schönheit der Berge. Geschürt hat diese Begehrlichkeit ein Mann aus St. Ulrich im Grödnertal, der 1892 geborene Luis Trenker. Mit seinen Bergbüchern und -filmen, darunter der wohl bekannteste »Der Berg ruft«, brachte er die Schönheit und Faszination der Gipfel und Täler einem breiten Publikum nahe – immer mehr Menschen wollten sie live erleben. Die passionierten Schilderungen und fantastischen Bilder von Trenkers Dolomiten-Heimat lösten die erste Reisewelle nach Südtirol aus und ließen den Wunsch »gestandener Männer« aufkeimen, diese ebenso anziehenden wie Furcht einflößenden Gipfel zu bezwingen. Und Tausendsassa Luis Trenker, der sich durch die Zeit des Nationalsozialismus lavierte und schnell auch in Hollywood Fuß fasste, legte unermüdlich nach, produzierte einen Film nach dem anderen. Bis ins hohe Alter sorgte er mit Dokumentarfilmen für Aufsehen und peppte jede Veranstaltung mit seinen schwungvollen Erzählungen auf – ein großartiger Tourismus-Promoter für Südtirol.

HEUTE


Viele der einst abgelegenen Dolomitendörfer haben sich zu weltbekannten Urlaubsorten entwickelt. Seit Ausrichtung der Ski-WM in Gröden ist die Region unter Skisportlern in aller Munde. Und die Legende Luis Trenker lebt weiter und ist auch bei den Jungen Trend: Unter anderem trägt ein angesagtes Modelabel seinen Namen.

Südtirol ist aber nicht nur im Winter eine Reise wert. Die Obstbaumblüte bezaubert im Frühling, wandern kann man bis in den Herbst, und das ganze Jahr über locken die vielen Schätze der uralten Kulturlandschaft. Los geht unsere Tour im Eisacktal in Klausen, biegt dann aber gleich ab ins Grödner- und weiter ins Hochabteital.

Landkarte:>, Adressen:>

© look-foto

Die Benediktinerinnen im Kloster Säben kümmern sich auch um Pilger und das Gästehaus.

1 KLAUSEN


Tourenkarte |Online-Karte

Auf einem mächtigen Felsen über dem Künstlerstädtchen Klausen (Chiusa, 5200 Einw.) thront dasKloster Säben. Albrecht Dürer war auf seiner Italienreise von dieser Ansicht so beeindruckt, dass er Ort und Kloster auf dem Kupferstich »Das große Glück« verewigte. Der halbstündige, steile Aufstieg führt vorbei an der Burg Branzoll (Privatbesitz). In den Akten des Konzils zu Grado (572–577) ist Säben bereits als Bischofssitz verzeichnet und blieb es bis ins 10. Jh. Nach dem Umzug Bischof Albuins nach Brixen wurde das Kloster zur Festung ausgebaut. 1535 legte ein Blitzschlag Teile davon in Schutt und Asche. Im 17. Jh. entstand aus der verfallenden Anlage das noch heute bestehende Benediktinerinnenkloster.

C »DAS GROSSE GLÜCK«

… empfand Albrecht Dürer beim Anblick von Kloster Säben. Es inspirierte ihn zu einem Kupferstich.

Aus der Zeit der Säbener Bischöfe stammen die Fundamente (um das Jahr 600) der Heilig-Kreuz-Kirche (15./17. Jh.). Vor allem die virtuose Scheinarchitektur (1679) im Inneren verblüfft. Die Klosterkirche (tgl. 8–17 Uhr) im ehemaligen Palas ist ein schlichter Barockbau (1691–1707); die barockisierte Marienkapelle (tgl. 8–18 Uhr) birgt in der Sakristei ein Taufbecken aus dem 4. Jh. Den achteckigen Zentralbau der Liebfrauenkirche (1652–1658), errichtet nach einem Pestgelübde der Klausener Bürger, schmücken Stuckaturen von Franco Carlone (Juli/Aug. Di, Mi, Fr, Sa 15–18, Sept. Di, Fr, Sa 14–17, Okt. Fr, Sa 14–17 Uhr; Führung durch den Klosterkomplex: Mi 15, Juli/Aug. 16.30 Uhr).

Klausen mit seiner engen Hauptgasse, der spätgotischen Architektur, den zahlreichen Erkern und geschmiedeten Wirtshausschildern bietet abwechslungsreiche Fotomotive. Neben der Eisackbrücke steht die spätgotischePfarrkirche (1480–1494, Piazza San Andrea), die bedeu