: Christine Becker-Schmidt
: Todgeschwiegen Wenn Zeit keine Wunden heilt
: Books on Demand
: 9783753428956
: Ein Fall für Herbst und Winter
: 4
: CHF 7.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 264
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Seit fast dreißig Jahren leben vier Freunde und ihre Familien in einem goldenen Käfig, gebaut aus Lügen, Zwängen, Abhängigkeiten und Heuchelei. Bis einer von ihnen auf mysteriöse Weise stirbt. Dann bröckelt das Gebilde und die dunklen Geheimnisse kommen ans Licht. Die junge Kommissarin, Josefine Herbst, wird nach Emden geschickt, um die Umstände des Todes zu klären. Sie trifft vor Ort auf den forschen Polizisten, Friedjof Winter, der nicht bereit ist, die Ermittlungen der Kollegin allein zu überlassen. Doch noch bevor sie sich zusammenraufen können, gibt es einen weiteren Toten...

Christine Becker-Schmidt ist eine Künstlerin der Vielseitigkeit. Sie lebt in einem ständigen Wechselspiel zwischen den Welten der Bühne, der Literatur und der Musik. Ihre Inszenierungen zeichnen sich durch eine besondere Mischung aus tiefgründigen Spiegelbildern der Gesellschaft, historischen Fakten, großartiger Musik und visuell beeindruckenden Momenten aus. Sie hat die Gabe, komplexe Geschichten und menschliche Emotionen auf die Bühne zu bringen und damit ihre Laien-Schauspieler*innen und ihren Chor zu unvergesslichen Darstellungen zu führen. Aber auch ihre Kriminalromane, die oft die düsteren Seiten des menschlichen Charakters erforschen, ziehen ihre Leser*innen in den Bann. Sie lädt mit ihren Geschichten dazu ein, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die Geheimnisse des menschlichen Daseins in all seinen Facetten zu erforschen. Egal, ob auf der Bühne, im Chor oder in den Seiten ihrer Romane - Christine Becker-Schmidt bleibt eine unermüdliche Entdeckerin der menschlichen Seele.

Herbst 2005


Das Großraum-Abteil der zweiten Klasse im Zug von Oldenburg nach Emden war fast leer. Nur vereinzelt saßen Berufspendler auf den unbequemen Sitzen und lasen die Tageszeitung. Morgens um sieben Uhr waren noch keine Touristen in den Zügen zu finden. Die Kommissarin, Josefine Herbst und ihre Assistentin, Jule Janssen, fuhren zu einem Außeneinsatz. Seit sie sich im Zug gegenübersaßen, hatten sie, bis auf den Gruß zum Guten Morgen, wenig miteinander gesprochen. Beide waren noch müde. Josefine Herbst betrachtete ihre Mitarbeiterin, während diese auf dem kleinen Tischchen ein Käsebrötchen und eine Thermoskanne mit Kaffee für das Frühstück abstellte. Sie mochte Jule Janssen, obwohl ihre ältere Kollegin eher wortkarg und wenig mitteilsam war. Wie immer war Jule Janssen komplett in grau und in keiner Weise modisch gekleidet. Die dazu p