: Dietrich Schwanitz
: Bildung Alles, was man wissen muß
: Goldmann Verlag
: 9783641263089
: 1
: CHF 4.50
:
: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
: German
: 704
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Unser Wissen ist im Umbruch, unser Bildungssystem in der Krise, der Ruf nach einem Kanon wird immer lauter. Dieses Handbuch bietet umfassende Neuorientierung hinsichtlich der Kernbestände unserer Kultur. Im ersten Teil „Wissen“ präsentiert Dietrich Schwanitz „alles, was man wissen muß“, um das „Bürgerrecht“ im Land der Bildung zu erwerben. Im zweiten Teil „Können“ geleitet Schwanitz den Leser unter anderem durch das „Haus der Sprache“, die Welt des Buches und der Schrift und bietet inspirierende Länderkunde. Eine Zeittafel, informative Kürzestfassungen von „Büchern, die die Welt verändert haben“, Tipps zum Weiterlesen und ein ausführliches Namenregister erhöhen den Gebrauchswert dieses Kompendiums.

Dietrich Schwanitz, geboren 1940, stammt aus dem Ruhrgebiet und wuchs bei mennonitischen Bergbauern in der Schweiz auf. Er studierte Anglistik, Geschichte und Philosophie in Münster, London, Philadelphia und Freiburg. Von 1978 bis 1997 lehrte er als Professor für Englische Literatur an der Universität Hamburg. Mit seinen Romanen „Der Campus“ (1995) und „Der Zirkel“ (1998) erreichte der Chefkritiker deutscher Hochschulpolitik ein Millionenpublikum. Sein Wissenshandbuch „Bildung“ (1999) entwickelte sich zum Top- und Longseller. Dietrich Schwanitz verstarb im Dezember 2004.

ÜBERSICHT


Teil 1: Wissen

Einleitung über den Zustand der Schulen und des Bildungssystems, die man ohne weiteres überspringen kann

Hier schildern wir den deprimierenden Zustand der deutschen Schulen als Hintergrund dafür, daß der Sinn für Geschichte amputiert und die Orientierung an sprachlichen Normen und literarischen Standards aufgegeben wurden. Danach gehen wir auf die Notengebung ein, erläutern die Möglichkeiten der Schüler, alles mit allem zu kompensieren, so daß es zu einer Vermischung von Wichtigem und Unwichtigem kommt, und schildern die Hilflosigkeit und das Elend der Lehrer, die in ihrer schweren Aufgabe von den Kulturpolitikern im Stich gelassen wurden. Anschließend schildern wir die Konsequenzen, die das für die einzelnen Fächer hat, und leiten daraus unsere Schlüsse für die eigene Darstellung ab.

Die Geschichte Europas

Die Erzählung beginnt mit den beiden wichtigsten Quellen unserer Kultur:den Berichten vom griechischen Götterhimmel, der Belagerung Trojas und den Irrfahrten des Odysseus sowie mit der Hebräischen Bibel. Sie schildert die erstaunlichen kulturellen Erfindungen Athens wie die Philosophie, die Demokratie, die Kunst und das Theater, geht dann zur römischen Geschichte über, verfolgt den Übergang von der Republik zum Kaisertum, beschreibt die Krise des Imperiums und die Christianisierung sowie den Untergang des Reiches in der Völkerwanderung der Germanen und der Araber und die Entstehung des Lehnswesens im Frankenreich. Die Darstellung des Mittelalters orientiert sich an exemplarischen Strukturen und konzentriert sich auf die Lebensformen des Klosters, der Stadt, des Rittertums etc. und vermittelt so einen Eindruck vom religiösen Erleben, der hierarchischen Gesellschaft und dem mittelalterlichen Weltbild.

Bei der Darstellung der Renaissance bewundern wir die großen Künstler und verfolgen die Entstehung des neuz