10. Kapitel.
Wie groß das kleine Verdienst war, welches in jenem Acte der Wohlthätigkeit gegen die Hebamme lag, oder wer den Hauptanspruch darauf machen konnte, scheint auf den ersten Anblick nicht von wesentlicher Bedeutung für diese Geschichte. So viel ist aber gewiß, daß der guten Frau Pfarrerin damals alles Verdienst beigemessen wurde; und doch kann ich, so wahr ich lebe, nicht umhin zu glauben, daß auch der Pfarrer selbst, obschon er nicht das Glück hatte, zuerst auf die Sache verfallen zu sein, doch dadurch, daß er sobald ihm der Plan vorgelegt wurde, von Herzen zustimmte, und ebenso von Herzen gern sein Geld dazu beitrug, um jenen ausführbar zu machen, einigen Anspruch darauf machen konnte, ja doch ihm eine volle Hälfte der Ehre gebührte.
Die Welt war damals geneigt, die Sache anders anzusehen.
Legen Sie einmal das Buch weg und ich gebe Ihnen einen halben Tag, um das Räthsel dieser Anschauung zu lösen. Aber Sie bringen es nicht heraus.
So erfahren Sie denn, daß der Pfarrer, mit dem wir zu thun haben, etwa 5 Jahre vor Anstellung der Hebamme, worüber Sie einen so umständlichen Bericht erhalten haben, sich durch eine Handlung, welche die Würde, die e