: Laurence Sterne
: Leben und Ansichten des Tristram Shandy
: Books on Demand
: 9783752666342
: Taschenbuch-Literatur-Klassiker
: 2
: CHF 3.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 534
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Laurence Sterne veröffentlichte seinen Roman Tristram Shandy zwischen 1759 und 1767 ursprünglich in 9 Einzelbänden. Der Titelheld berichtet aus seinem jungen Leben sehr ausschweifend, so dass er nicht über die ersten 5 Jahre hinauskommt. Es ist auch viel schiefgegangen - von Anfang an. Die Zeugung wurde durch eine Frage der Mutter empfindlich gestört, bei der Geburt wird dem Kind durch Verwendung einer neuartigen Geburtszange die Nase eingedrückt, der Kleine wird auf einen falschen Namen getauft, wird schließlich noch von einem herniedersausenden Fenster beschnitten. In seinem Tristram Shandy irrlichtert der Autor zwischen den Kapiteln und von einer Szene, einer Abschweifung oder Perspektive zur nächsten und lässt den Leser - zu offenbar beiderseitigem Vergnügen - an seinen Betrachtungen über alles und jedes teilhaben.

Laurence Sterne wurde am 24. November 1713 in Clonmel, Königreich Irland geboren und verstarb am 18. März 1768 in London. Er war ein englisch-irischer Schriftsteller und Vicar der Anglikanischen Kirche.

10. Kapitel.


Wie groß das kleine Verdienst war, welches in jenem Acte der Wohlthätigkeit gegen die Hebamme lag, oder wer den Hauptanspruch darauf machen konnte, scheint auf den ersten Anblick nicht von wesentlicher Bedeutung für diese Geschichte. So viel ist aber gewiß, daß der guten Frau Pfarrerin damals alles Verdienst beigemessen wurde; und doch kann ich, so wahr ich lebe, nicht umhin zu glauben, daß auch der Pfarrer selbst, obschon er nicht das Glück hatte, zuerst auf die Sache verfallen zu sein, doch dadurch, daß er sobald ihm der Plan vorgelegt wurde, von Herzen zustimmte, und ebenso von Herzen gern sein Geld dazu beitrug, um jenen ausführbar zu machen, einigen Anspruch darauf machen konnte, ja doch ihm eine volle Hälfte der Ehre gebührte.

Die Welt war damals geneigt, die Sache anders anzusehen.

Legen Sie einmal das Buch weg und ich gebe Ihnen einen halben Tag, um das Räthsel dieser Anschauung zu lösen. Aber Sie bringen es nicht heraus.

So erfahren Sie denn, daß der Pfarrer, mit dem wir zu thun haben, etwa 5 Jahre vor Anstellung der Hebamme, worüber Sie einen so umständlichen Bericht erhalten haben, sich durch eine Handlung, welche die Würde, die e