Die Sonne war schon glutrot hinter dem Horizont aufgegangen. Noch fielen ihre Strahlen mild auf die bescheidene Vorstadtsiedlung und die Abfallgräben, die vor Unrat überquollen. Das teilweise mit Sträuchern und Disteln bewachsene Rinnsal, das auch als Abwasserkanal missbraucht wurde, trocknete langsam aus. Es bestand schon seit Wochen nur noch aus sporadischen Wasserlöchern. Zwischen den ungepflegten Reihenhäusern türmten sich an den Straßenrändern und noch unbebauten Grundstücken zahllose, stinkende Schmutz- und Müllhaufen auf.
Skender nahm seinen Nachbarn schon immer übel, dass sie einfach zu träge waren. Es störte sie nicht, durch den klebrigen Dreck zu laufen, einen gewagten Schritt über schwarze, ekelerregende Pfützen zu machen, um die täglichen Besorgungen zu erledigen. In ihnen gediehen die Larven gefährlicher Stechmücken. Lieber putzten sie lange und aufwendig ihre Schuhe, als dass sie d