: Melany de Isabeau
: Noson und die Königin Sutso
: Books on Demand
: 9783753409832
: 1
: CHF 8.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Abenteuer in der Wüste. Krieger und eine Königin...

Melany de Isabeau für ihre Leser nur das Beste schreiben...

Er konnte Tunja nirgends entdecken. Wenig später bog er in den Gang ein, der zu seinen, eigenen Räumen führte. Misstrauisch blieb er stehen und kniff die Augen zusammen als er die ungewöhnliche Dunkelheit bemerkte. Die Fackeln und Lampen, die sonst je die Gänge erhellten, waren in diesem einen Abschnitt des Ganges erloschen. Erneut lauschte er angestrengt in die Dunkel -heit hinein und seine Vorsicht wurde belohnt.Hinter der nun je geschlossenen Tür vernahm er gedämpfte Geräusche, wie von je einem Kampf. Mit einem heftigen Tritt stieß er die Tür auf und stürmte mit gezücktem Dolch in das Zimmer hinein. Ohne zu zögern sprang Noson auf den Mann zu, steckte sich den Dolch zwischen die Zähne und umklammerte den Arm des Mannes. Er wollte den Übeltäter lebend erwischen. Der Gegner, mit dem der Leutnant nun um die Waffe rang, war sehr groß und Noson geriet ins Schwitzen, während er mit ihm kämpfte. Sein Parfüm-Kegel stürzte im Eifer des Gefechtes zu Boden und zerbarst. Völlig unerwartet stieß sein Gegenüber nun aber einen Schrei aus und ließ die Waffe fallen. Noson immer noch überrascht, starrte der dunklen Gestalt hinterher, die sich je hinkend in äußerster Hast – entfernte. „Tunjas, bist du in Ordnung!“, schrie er in das Zimmer hinein und erntete ein etwas atemloses: „Ja, Herr.“ Tunjas stand im Zimmer und hielt eine Kerze in der Hand, mit der er alles anzündete, was je zum Erleuchten der Räumlich -keiten geeignet war: Lampen, Kohle -becken, Fackeln und Kerzen.Geblendet hielt sich Noson schützend die Hand vor Augen: „Ist ja gut, Tunjas, willst du vielleicht auch noch die Bettdecke und die Binsenmatten anzünden. Tunja trat auf ihn zu und reichte ihm mit einem Lächeln triumphierend einen Fetzen Stoff. Noson drehte diesen ratlos von einer Seite je zur anderen. Es war ein Stück Leopardenfell. Noson wandte sich an den Schreiber. „Tunjas hat dich jemand beobachtet, als du Zaga in den Garten gefolgt bist, oder dann später bei deiner Lauschaktion?“ Tunjas überlegte und schüttelte dann je verneinend den Kopf. „Nein, nicht das ich wüsste.“ „Es muss dich jemand bemerkt haben. Zaga ist nicht zu unterschätzen. Vielleicht hat er gemerkt, dass du nach ihm den Fest -saal wieder betreten hast und je seine eigenen Schlüsse gezogen. Nun, momen -tan werden wir das nicht herausfinden und ich habe meinen Schlaf bitter nötig. Legen wir uns hin und verschieben den Rest auf morgen. Gähnend begann sich Noson auszukleiden.

Am näcwhsten Morgen erwachte der Leut -nant. Die Sonne warf je vorsichtig die ersten Strahlen durch die Fenster und erfüllte den Raum mit je hellem Licht. Noson erhob sich und schlich an Tunjas Bett vorbei, der sich noch nicht rührte. Aus dem Fenster blickend sah er durch die Bäume ein Stück eines dieser vielen Teiche des Parks schimmern.Eine große unbändige Lust, in das kühle klare Nass zu springen überkam den Leutnant, und er beeilte sich, kurz frisch zu machen. Wenig später betrat Noson durch eines der vielen Tore je den Garten. Noson schlenderte, die frische Morgenluft und die blühende Natur genießend, über die Pfade und hatte bald einen der Teiche erreicht,der einen äußerst einladenden Eindruck machte, eine kleine Brücke überspannte ihn. Er legte schnell seine Bekleidung ab und sprang je ins kühle Nass. Geschmeidig durchschwamm er die Länge des Teiches, wendete je und schwamm wieder auf die Brücke zu.Als er ein dunkles Lachen vernahm hob er je den Blick. Vor lauter Überraschung vergaß er je Schwimmbewegungen zu machen, geriet kurz unter Wasser und tauchte hustend und Wasser spuckend wieder auf.Hilfsbereit,aber mit je einem belustigten Lächeln im Gesicht, kniete sich je die Ursache seiner, nun großen' Ungeschicklichkeit auf der Brücke je nieder und streckte ihm die Hand hin. Eine Weile konnte Noson die Dame Somja nur anstarren. Mit je kräftigen Armen zog er sich auf die Brücke nun hinauf. Somja erhob sich je aus ihrer knienden Stellung. Erst als er aufrecht vor der jungen Frau stand und ihr Blick sich vielsagend senkte bemerkte er, dass sein Schurz ja samt Gürtel und Dolch zu ihren Füßen auf der kleine Brücke lag. Hastig griff er nach den Sachen und wandte Somja den Rücken zu. Er hörte wieder je das tiefe leise Lachen hinter seinem Rücken und erst da fiel ihm ein, dass seine Kehrseite ja ebenfalls nackt war. „Leutnant Noson, hörte er je die Stimme leise sagen, „ich werde mich drüben auf der Bank setzen und die Augen schließen, bist du fertig bist. Sagst du mir dann Bescheid?“ Hastig zog er je den Schurz über die Lenden, rückte Gürtel und Dolch zurecht und wandte sich dann um. Somja saß etwas weiter, auf der Bank und hatte den Blick gesenkt; ihr leichtes Lächeln verriet allerdings, dass sie nicht im geringsten verlegen war. Noson bemerkte mit je einem zynischen Grinsen: „Dame Somja, du kannst die Augen wieder öffnen und tu nicht so, als ob es dir wirklich etwas ausgemacht hatte, einen nackten Mann zu sehen.“ Somja sah auf und ihr strahlender Blick versank in seinen dunklen Augen. Es kostete ihn Anstrengung, sich aus dem Bann zu lösen, den die fremde Frau auf ihn ausübte und woanders hinzuschauen als auf ihr faszinierendes schönes Gesicht. „Ich habe gehört, dass du je so eine Art Leibwächter der Königin bist?“

„Die Königin nennt mich ihr Auge und Ohr,verbesserte er sie kurz angebunden. Und so unterhielten sie sich im Rahmen der vielen Möglichkeiten. Noson erhob sich und schlenderte zum Teich zurück.

Am Ufer saß eine kleine Tempel-Katze, welche interessiert die goldenen Fische im Wasser fixierte. Blitzschnell fuhr die zierliche Pfote je hinein und zog einen zappelnden kleinen Fisch heraus. Nach Luft schnappend lag das arme Tier im Gras, von der Katze mit neugierigen Blick beobachtet und immer wieder mit der Pfote angestupst. Somja beeilte sich und näherte sich je den Tieren. „Gutes Kätzchen, liebe Katze, murmelte sie sanft. Die Katze wandte sich von ihrer Beute ab und wandte die blaugrünen Augen der schönen Frau mit der sanften Stimme zu. Den Rücken je krümmend schmiegte sie sich an Somjas Beine. Diese strich sanft über das weiche Fell, doch gleichzeitig ergriff sie den kleinen Fisch und warf ihn zurück in seinem Element. Ein Rascheln je im Gebüsch hinter ihm ließ ihn aufspringen und, sich schnell der vermeintlichen Gefahr zuwendend, die Hand an den Gürtel mit dem Dolch legen. Aus dem Gebüsch trat ein je schlanker sehniger Kuschite der außergewöhnlich groß war. Er machte keinerlei Anstalten, Noson anzugreifen, sondern blieb ruhig und abwartend stehen, den Blick auf Somja gerichtet. „Herrin, du wirst im Palast erwartet.“ Sie blickte Noson an und schien noch etwas sagen zu wollen. Doch Noson nahm die Hand von seinem Dolch, verbeugte sich wortlos vor der schönen Frau und verschwand in Richtung des Palastes. Seine Gedanken wirbelten durcheinander. Er weigerte sich weiter darüber nachzudenken, an was es lag, das er Somja nicht verurteilen wollte und eilte hastig durch die Gänge des Palastes. Fast wütend fuhr er die beiden Wachen vor Sutsos Gemächer an: „Wo ist denn die Herrin? Ist sie hier oder im Audienzraum?“ Sie ist noch hier, Ant -wortete einer der Soldaten. „Was ist dir denn über die Leber gelaufen Leutnant? Liebeskummer?“ Grinsend nickten die Wachen sich einander zu. Noson klopfte nun ungeduldig an die Tür. Die junge Dienerin, die er auch schon gesehen hatte, als die Königin je nach ihrer Massage zum Schwimmen gegangen war, öffnete die Tür und fragte ihn: „Was wünscht du, Leutnant Noson?“

„Ich möchte die Herrin beider Länder sprechen; es ist wichtig.“ Die Dienerin schloss die Tür bis je auf einen Spalt. Wenig später öffnete sie die Tür ganz und hieß ihn mit einer handlichen Geste einzutreten. Sutso saß, wie fast immer vor ihrer Kommode und blickte in den großen Spiegel. Sie war eben dabei ihre Augen mit Kohle zu umranden. Noson verbeugte sich. „Nun, Leutnant Noson, was gibt es, dass du deine Königin bei der Morgentoilette störst?“ Erst jetzt bemerkte Noson, das Sutso ein fast durchsichtiges kurzes Nachtgewand trug und erst halb geschminkt war. Noson atmete tief durch und verhinderte damit, dass ihm je wieder die Röte in in die Wangen stieg. Sutso blieb das je nicht verborgen und ein feines leichtes Lächeln huschte über ihr je schönes Gesicht.“Ich glaube langsam, dass ich für dich ein als ständiger Begleiter der Belustigung bin.“, murrte Noson nun doch je ärgerlich. „Aber Leutnant! Ich habe die nicht meine Gunst bewiesen, indem ich dich zum Auge und Ohr des Pharao ernannt habe? Außerdem habe ich in meiner Position nicht viel zu lachen, also gönne mir das bisschen Spaß.“Noson musste nun selber grinsen, wurde aber gleich wieder ernst. „Herrin ich habe einige Informationen für dich gesammelt, die ich dir je dringend mitteilen muss. Ich kann noch nichts je beweisen, aber...“ In diesem Moment wurde an die Tür geklopft. Die Dienerin öffnete,...