: Penelope Ward
: Our Second Chance
: Lyx
: 9783736315051
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 393
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Sie kommen aus unterschiedlichen Welten. Hat ihre Liebe eine Chance?

Über den Sommer arbeitet Raven als Haushaltshilfe bei einer reichen Familie. Als der älteste Sohn für die Ferien aus England nach Hause kommt, braucht es nur einen Blick. Gavin und Raven verlieben sich. Ihre Gefühle sind tief, sie sind echt, doch Gavins Familie tut alles, um die beiden auseinanderzubringen. Mit Erfolg! Mit gebrochenem Herzen versucht Raven, ihr Leben wieder aufzunehmen. Zehn Jahre später steht Gavin auf einmal wieder vor ihr. Hat ihre Liebe eine zweite Chance?
'Einfach perfekt! Von der ersten bis zur letzten Seite.'READ MORE SLEEP LESS

Der neue Roman von Bestseller-Autorin Penelope Ward



<p><strong>Pene ope Ward</strong> ist eine<b>NEW-YORK-TIMES&l ;/b>-,<b>USA-TODAY&l ;/b>- und<b>WALL-STREET-JOURN L</b>-Bestseller-Autori . Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen, bevor sie zu schreiben begann. Penelope liebt New-Adult-Romane, Kaffee und ihre Freunde und Familie. Sie ist stolze Mutter zweier Kinder und lebt in Rhode Island. Weitere Informationen unter: penelopewardauthor.com</p& t;

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Raven

Zehn Jahre zuvor

Meine Mutter kam zu mir in die Küche. »Wir müssen ein wenig umplanen, Raven.«

Ich war gerade dabei, die glänzende Granitkücheninsel abzuwischen. »Was ist los?«

»Du musst aufhören zu putzen und stattdessen einkaufen gehen. Die Jungs kommen heute aus London zurück. Ruth hat es mir eben erst gesagt.«

DieJungs waren Gavin und Weldon Masterson, die Söhne von Ruth und Gunther Masterson – unseren Arbeitgebern. Gavin war etwa einundzwanzig, und Weldon war drei oder vier Jahre jünger. Ich hatte sie nie kennengelernt, weil mich meine Mutter, als ich klein war, nie mit zur Arbeit genommen hatte. Gelegentlich sprach sie allerdings von den Jungs. Nach allem, was ich gehört hatte, war ihre Rückkehr aus London jedes Jahr ein Ereignis wie Christi Wiederkunft. Ich wusste, dass Gavin gerade in Oxford seinen Abschluss gemacht hatte und dass Weldon dort ins Internat ging.

Meine Mutter arbeitete seit mehr als zehn Jahren bei den Mastersons als Haushälterin. Vor Kurzem hatten sie beschlossen, dass sie im späten Frühjahr und in den Sommermonaten eine zusätzliche Hilfe im Haus brauchten, und so hatte mir Mom für dieses Jahr einen Teilzeitjob als Haushälterin dort verschafft. Anders als viele auf der Insel gehörten die Mastersons nicht zu denen, die im Sommer in den Norden flüchteten. Sie blieben das ganze Jahr über hier.

Ihre Villa lag direkt auf der anderen Seite der Brücke, gegenüber von West Palm Beach, wo ich wohnte, aber es war dort wie in einer völlig anderen Welt.

»Um wie viel Uhr kommen die beiden?«, fragte ich.

»Offenbar sind sie gerade am Palm Beach International gelandet.«

Klasse.

Sie reichte mir eine Liste. »Geh damit zum Lebensmittelladen und kauf ja nichts, das nicht bio ist. Ruth kriegt sonst Zustände.«

Das Einkaufen dauerte länger, als mir lieb war. Es war nervig, die ganzen Etiketten lesen zu müssen, um sicher sein zu können, dass alles den Anforderungen entsprach.

Als ich die Lebensmittel in der Küche verstaute, bemerkte ich, dass jemand in der Frühstücksnische am Fenster saß.

Ich erkannte ihn von den Fotos. Es war der jüngere Sohn, Weldon. Mit seinen dunkelblonden Haaren und den feinen Gesichtszügen sah er Ruth sehr ähnlich.

Er schlang gerade eine Schüssel Chili con Carne hinunter, hatte das Gesicht in seinem Handy vergraben und schien mich gar nicht wahrzunehmen.

»Hallo«, sagte ich. »Ich bin Raven.«

Nichts. Nicht ein Wort.

»Hallo«, wiederholte ich.

Nich