Den Wunsch, meine Autobiographie zu schreiben, hege ich seit Jahrzehnten, doch erst 2016, als sich meine Erwerbstätigkeit dem Ende zuneigte, wurde daraus ein Projekt. Von Anfang an war mir klar, dass es keine chronologische Geschichte mit literarischem Anspruch geben würde, dafür verlief mein Leben viel zu bruchstückhaft. Irgendwann entwickelte sich das Bild eines Mosaiks mit vielen Steinen unterschiedlicher Grösse und verschiedener Farben.
Die Aufteilung meiner Lebensthemen in «Mosaiksteine» führt zu gewissen Wiederholungen (Redundanz), bietet indes den Vorteil, dass die Leserin, der Leser, irgendwo einsteigen kann.
Ich war seit jeher ein vielseitig interessierter Mensch und hatte immer wieder Lust, zu verändern und Neues zu lernen. Als ich vor Jahren anlässlich einer Seminarübung die Aufgabe hatte, was ich tun möchte, wenn ich – bei guter Gesundheit – noch 100 Jahre zu leben hätte, fielen mir unzählige Dinge ein, die ich gern tun wollte.
Vielseitige Interessen sind indes nicht nur ein Vorteil, sie hindern oft auch, sich auf etwas zu fokussieren und in diesem Bereich erfolgreich zu werden. Ich betrachte mich zwar als zielorientierter Mensch, allerdings haben sich meine Ziele in meinen knapp 50 Berufsjahren öfter verändert, was zu häufigen Berufswechseln führte. Mein Werdegang ist das Gegenteil von geradlinig, doch jede Lebensphase hat mich in verschiedener Weise geprägt und deshalb gefällt mir das Bild eines bunten Mosaiks als Metapher für meine ungewöhnliche Biographie.
Trotz der Verschiedenheit einzelner Phasen zieht sich, seit ich denken kann, ein roter Faden durch mein Leben: Der Anspruch, etwas Sinnvolles zu tun, in welcher Form auch immer. In meiner Kindheit und Jugend war es die Mitarbeit im elterlichen Gastrobetrieb, in den Tourismusjahren die Dienstleistung für die Gäste, die ich zu betreuen hatte, im Journalismus das Streben nach engagierten Artikeln, um in Theorie und anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, dass ein soziales und ökologisches Wirtschaften sinnvoller ist als Gewinnmaximierung, bei den diversen ehrenamtlichen Arbeiten der Wille, etwas für die Gesellschaft zu tun, und als ich mich schliesslich selbständig machte, waren es die Anregungen, die ich den Teilnehmenden von Seminaren und Teamentwicklungsprozessen vermitteln wollte, um sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in ihrer Bereitsc