Zur Einleitung
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Ich beginne mit meiner Lieblingsgeschichte gleich am Anfang der Einleitung, damit du mich ein bisschen besser kennenlernst.
Schon Hermann Hesse1 wusste, dass jedem Anfang ein Zauber inne wohnt, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Wir sollen heiter, Raum um Raum beschreiten. Diese Freude wünsche ich dir für jede Buchseite!
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten. Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“
Hermann Hesse1
Eine Mutter kam mit ihrem Sohn zu Mahatma Gandhi und bat ihn um Hilfe: „Bitte sage meinem Sohn, er solle aufhören, Zucker zu essen!“
Der Meister dachte nach und antwortete der Frau, sie möge in zwei Wochen wieder kommen.
Das tat die Frau, kam nach zwei Wochen wieder und bat den Meister erneut um Hilfe:
„Bitte sage jetzt meinem Sohn, er solle aufhören, Zucker zu essen!“
Der Meister richtete sich auf, beugte sich zum jungen Knaben und sagte mit klarer Stimme: „Hör auf, Zucker zu essen!“
Die Mutter war beeindruckt und erstaunt zugleich und fragte den Meister, warum er erst heute mit ihrem Sohn so klar gesprochen hat.
Mahatma Gandhi antwortete aus einer inneren Zufriedenheit heraus:
„Gute Frau, vor zwei Wochen habe ich selbst noch Zucker gegessen.“
Diese überlieferte Geschichte von Mahatma Gandhi2 zeigt sehr beeindruckend, wie wichtig es ist, bei sich selbst anzufangen, wenn wir anderen Menschen unsere Erkenntnisse weitergeben wollen und Veränderung erwünscht ist. Erst, wenn ich mir meine eigenen Lernaufgaben bewusst gemacht und weitgehend bewältigt und erledigt habe, darf ich an die Öffentlichkeit gehen und die gewonnenen Einsichten verkünden. Das ist alles. Und es ist einfach. Gehe liebevoll mit dir um, dann wird es auch das Leben tun!
Reif für die Ernte
Mit diesem Lebensbuch feiere ich mein persönliches Erntedankfest und lade dich ein, die daraus resultierenden Erkenntnisse mit mir zu teilen.
Das bewusste Anwenden von wertschätzender Ignoranz war und ist meine bisher stärkste Errungenschaft. Ich darf mich friedlich und ohne Groll von Energievampiren und destruktiven Situationen verabschieden, wenn ich wirklich glücklich werden möchte und meine ganz persönliche Lebensfreude spüren will.
Ignorieren, aus dem Lateinischen stammend (ignorare: missachten, nicht kennen wollen), bedeutet, dass eine Person etwas nicht kennen will oder missachtet. Ich setzte wertschätzende Ignoranz bewusst ein, um aus dem Jammertal heraus zu kommen und weitgehend unbelastet neu durchzustarten. Mit einer Extraportion Wertschätzung wird Ignoranz zu einer friedlichen Gelassenheit krankmachenden Personen und Situationen gegenüber.
Das Schulfach Glück, Fragen rund um das Glücklichsein und Studien zu dem Thema begleiten mich schon jahrelang. Wer will denn nicht glücklich sein?
Sobald Menschen sich mit ihrem Glück beschäftigen, beschäftigen sie sich auch mit ihrem Unglück und das wissen die Wenigsten. Das bedeutet Arbeit an der eigenen Person, denn sowohl das Leben als auch das Glücklichsein ist Polarität und die Gegensätzlichkeit wird wirksam.
Zuallererst geht es darum, eine Entscheidung zu treffen, überhaupt glücklich sein zu wollen. Wenn das klar ist, muss ich meine unbewussten Gedanken bewusst und aktiv steuern, um einen Glückszustand zu erlangen. Ständiges Jammern ist nicht förderlich für gute Gedanken. Tatsächlich habe ich erlebt, dass es viele Menschen gibt, die sich in ihrer Opferrolle ausgesprochen wohlfühlen.
Es ist höchste Zeit zu erkennen, dass das Glücklichsein erlernbar ist. So lautet meine Botschaft! Wir dürfen das romantische Wort Glück neu denken und ganz bewusst als Grundstein für unsere Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung nutzen, um unser Leben zu entlasten. Das erlernbare Glück unterstützt uns Menschen dabei, ein gelingendes Leben anzustreben, aktiv und selbstverantwortlich in der Meisterrolle. Deine Einstellung zum Glücksthema hat nicht nur großen Einfluss auf Emotionen, sondern auch auf dein Weiterkommen in den elementaren Lebensfragen.
Es macht einen fundamentalen Unterschied, wie du an das Glücklichsein herangehst, vorurteilsfrei oder belastet durch viele unglückliche Erlebnisse. Halte beim Nachdenken kurz inne und wirf deine Annahmen und Bewertungen, die dich bisher begleitet haben, über Bord!
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