: Sabine Wöger, Wolfgang Wöger
: Kalkutta - Indien Volontariat in Einrichtungen von Mutter Teresa
: Books on Demand
: 9783752638103
: 1
: CHF 13.20
:
: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
: German
: 176
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es dauerte mehrere Jahre, bis es uns möglich war, die Vielfalt an überwältigenden, berührenden, nachdenklich stimmenden und auch verstörenden Eindrücken vom Leben der Menschen und Tiere in Kalkutta, der Hauptstadt von Westbengalen im Nordosten Indiens, niederzuschreiben. Selbst eine krisenhafte Lebenswende erfahrend, hatten wir entschieden, nach Kalkutta zu reisen, um uns dort einer sinnvollen Aufgabe zuzuwenden und als Volontäre tätig zu sein. Wir dienten in dem ersten von Mutter Teresa 1952 gegründeten Sterbehaus'Nirmal Hriday' in Kalighat und in der Krankenambulanz von Nirmala Shishu Bhavan, das ist ein Kinderheim in Kolkota.

DDDr.in Sabine Wöger, MMMSc, MEd, ist Gesundheits-, Bildungswissenschafterin und Psychotherapeutin.

Volontariat in Nirmal Hriday

„Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch
keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt,
dann, Jesus, bist du auch nicht wahr!“
(Mutter Teresa, in Koller, 2010, Minute O:30).

Mutter Teresa bezeichnete sich selbst als „Heilige der Dunkelheit“, weil sie das Licht für jene sein wollte, die auf Erden in Dunkelheit lebten (Schneider, 2011, S. 5). 1952 gründete sie das erste Sterbehaus in der Tempelanlage Kalighat. Zuvor war das Gebäude eine Schlafstätte für Pilgernde. Zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens nannte sie es „Nirmal Hriday“, was auf Bengalisch „reines Herz“ heißt (Schwarzer-Beig, 2016, S. 6). Gläubige Hindus waren darüber empört, dass eine kathol