: Burgi Sedlak, Franz Josef Suppanz
: PranaVita Dein Herzensweg zu mehr Gesundheit und Lebensfreude
: EchnAton Verlag
: 9783964420398
: 1
: CHF 15.30
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: Entspannung, Yoga, Meditation, Autogenes Training
: German
: 144
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine positive Einwirkung auf der Energie-Ebene hat auch immer einen positiven Einfluss auf beides: Körper und Geist. Dieses Buch bietet eine Einführung in das Thema 'Menschlicher Energiekörper'. Prana ist Lebensenergie - Lebens, Liebes- und Herzensenergie. Prana zirkuliert im Körper, hält ihn gesund und stärkt die Lebensfreude. Mit dem PranaVita-Wissen liegt hier eine kompakte Zusammenstellung wesentlicher Aspekte des alten östlichen und des neuen westlichen Wissens über den menschlichen Energiekörper vor. Die vorgestellten Übungen sollen dem Leser Einsichten in das eigene Energiesystem ermöglichen. In kurzen, leicht verständlichen Kapiteln beschreiben die beiden Autoren die wichtigsten Grundlagen des Prana-Vita-Wissens und sprechen dabei auch viele Bereiche an, die Bestandteil der verschiedenen PranaVita-Seminare sind. Die wichtigsten Themen dieses Buches sind u.a.: -PranaVita: Eine ganzheitliche Methode für Körper, Energiekörper und Geist -Die Energie-Anatomie des Menschen: Chakren, Aura, Meridiane und mehr ... -Energieblockaden erkennen und auflösen -Selbstermächtigung statt Opferrolle -Die Bedeutung des Atems und des richtigen Atmens -Die 6 Arten der Liebe -Die Kraft der Meditation Wage den Schritt in die Welt der Energetik und begrüße das Wunder des Lebens neu und noch bewusster!

Burgi Sedlak, Gründerin des PranaVita-Systems, arbeitet seit 30 Jahren als Therapeutin und Lehrerin mit verschiedenen energetischen Körpertherapien. 1993 gründete sie die Internationale Prana-Schule Austria - die erste Schule für Prana-Heilung in Österreich und im deutschsprachigen Raum. Franz Josef Suppanz ist Mitentwickler des PranaVita-Systems und Burgi Sedlaks Lebensgefährte. Er betreut die karitativen Projekte des Prana-Vereins in den Bergen Nepals. Jahrelange gemeinsame Reisen der beiden Autoren zu Heilern und spirituellen Meistern erweiterten ihren Horizont und erschlossen ihnen Zugänge zu innerer Stille und damit zu reiner Lebensfreude und vitaler Gesundheit. Ihr Erfahrungsschatz durch ihre längeren Aufenthalte in buddhistischen Klöstern und die damit verbundene Meditationspraxis haben das PranaVita-System zu dem werden lassen, was es heute ist. PranaVita wird in den deutschsprachigen Ländern von mehr als 20 TrainerInnen unterrichtet. Burgi Sedlak und ihre TrainerInnen unterrichten PranaVita ebenso in Indien, Indonesien und Nepal.

Atem ist Leben 




Ohne Sauerstoff könnte kein einziges Lebewesen auf der Erde existieren, natürlich auch nicht der Mikrokosmos unseres menschlichen Körpers. Kein Wissenschaftler würde bestreiten, dass ohne Sauerstoff kein Leben möglich ist. Ebenso ist es mit der Lebensenergie, die wir gemeinsam mit dem Sauerstoff einatmen. 


Mache dir bewusst, dass du mit jedem Atemzug nicht nur Sauerstoff einatmest, sondern auch Prana! Unser Atem ist der Träger der Lebensenergie. Über die richtige Atmung können wir sehr viel davon aufnehmen, ist das Prana doch im Überfluss in der Luft vorhanden. Der berühmte indische Yogi Sri Swami Sivananda sagte, dass der Atem der externe, materielle Ausdruck des feinstofflichen Prana ist. Prana kann also durch die Regelung des Atems gesteuert werden. Das heißt, über unsere Art zu atmen, kontrollieren und steuern wir, wie viel Lebensenergie und Sauerstoff durch unseren Körper fließt. 

Die Atmung ist unser konstanter Begleiter seit unserer Geburt, bis wir als zeitlose Wesen diesen physischen Körper verlassen. Beobachtet man neugeborene Babys, stellt man fest, dass sie perfekte Bauchatmung durchführen. Im Lauf des »Erwachsenwerdens« wird der Atem zunehmend oberflächlich: Heute praktizieren die meisten Menschen leider die sogenannte »Brustatmung« anstelle der »Bauchatmung«. Falsch praktizierte Atmung, wie die Brustatmung, kann eine mögliche Ursache für körperliche Erkrankungen sein, weil der Körper nicht ausreichend mit Prana versorgt wird. 


Atem, Geist und Emotionen 
Die Art und Weise unserer Atmung beeinflusst unseren Geist und unsere Emotionen – und umgekehrt. Hast du dich je gewundert, weshalb zuweilen ein nervöser, ärgerlicher oder aggressiver Mensch gebeten wird, langsam und tief zu atmen? Wir neigen dazu, leicht zu hyperventilieren oder zu »über-atmen«, wenn wir ärgerlich und aufbrausend sind. Und wir tendieren dazu, den »Atem anzuhalten«, wenn wir traurig oder depressiv sind; dann findet eine Art »Unter-Atmung« statt. 

In erregten Gefühls- und Gedankenzuständen wird Lebensenergie vergeudet und beginnt aus dem Körper zu entweichen. Deshalb fühlen wir uns schwach und energielos. Das Gleiche passiert, wenn wir mentalen und emotionalen Herausforderungen gegenüberstehen. Wir bemühen uns dann meistens, unsere Gefühlszustände zu kontrollieren, niemanden erkennen zu lassen, dass wir gerade sehr nervös oder überfordert sind – wir dürfen ja nie unser »Gesicht verlieren« ... Und so unterdrücken wir unseren gegenwärtigen Zustand, was uns viel Energie kostet. 

Mentale und emotionale Herausforderungen zu handhaben wird einfacher, wenn wir sie durch richtiges Atmen regulieren. Der Atem hilft uns also, den vielen Herausforderungen des Lebens gelassener gegenüberzustehen sowie unseren Geist und unsere Emotionen zu beruhigen. Die Beruhigung des Geistes und der Emotionen ist äußerst wichtig für ein spirituelles, glückliches und erfülltes Leben. 


Pranayama 
In der indischen Tradition wird richtiges Atmen als so wichtig erachtet, dass man schon vor mehr als 2.000 Jahren eine eigene Yogaform entwickelt hat: Pranayama. Pranayama beschreibt die Kontrolle des Atmungsvorganges. Patanjali, ein Yogi im 2. Jahrhundert v. Chr. und Autor der »Yoga Sutras«, definiert Pranayama als »die Regulierung des einströmenden und ausströmenden Flusses des Atems mit Zurückhaltung«. 

Die Grundlage dieser Atemtechnik ist die Bauchatmung. Dabei bewegt sich der Bauch sanft: beim Einatmen nach außen, beim Ausatmen nach innen. Prüfe, ob Einatmen und Ausatmen ungefähr gleich lang dauern. Nach dem Einatmen und nach dem Ausatmen wird der Atem kurz angehalten: Die Stopps bilden das energetische Geheimnis dieser Atmung. In diesen kurzen Momenten drehen sich die Chakras schneller und ermöglichen es uns, wesentlich mehr Prana aufzunehmen. So ist immer genügend Energie vorhanden, um sie während einer Behandlung auf schwache oder kranke Körperteile zu projizieren. Wir verbrauchen dadurch nicht unsere eigene Energie und fühlen uns auch nach einer PranaVita-Anwendung gut, fit, fröhlich und energiegeladen. 


Die Rhythmen von Pranayama 
Du kannst verschiedene Rhythmen oder Zähltechniken anwenden, je nachdem, wofür du diese spezielle Atemtechnik brauchst. Eine der bekanntesten Zählweisen, wie sie auch im Yoga praktiziert wird, ist die Atemtechnik »6 – 3 – 6 – 3«: 6 Schläge einatmen – 3