Sie hörte, wie im Büro nebenan heftig gestritten wurde. Sie vermutete, dass der Mieter, von dem sie annahm, aber nicht mit Bestimmtheit sagen konnte, dass er mit Geld fremder Leute spekulierte, wieder einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Es wäre nicht zum ersten Mal! Sie hatte schon mehrfach mitbekommen, wenn auch unfreiwillig, dass die Polizei bei ihm vor der Tür stand. Am späten Nachmittag war es meist ruhig in Belgravia, weshalb sie die Beamten hörte, als sie klopften. Sie seufzte, denn eigentlich war sie froh um die Stille gewesen, da sie noch einiges an Recherche erledigen musste, um die Spur, die sie nun endlich hatte, nicht kalt werden zu lassen. Und diese Spur war derart vielversprechend, dass es ihr mit ziemlicher Sicherheit bald möglich war, diesen äußerst lukrativen Auftrag abschließen zu können, an dem sie gerade arbeitete. Erstausgaben von Jane-Austen-Büchern waren zwar normalerweise nicht so schwer aufzutreiben, wie man allgemein vermuten würde. Aber unter mysteriösen Umständen verschollene, mitunter doch. Wie es aussah, hatte sie nun endlich die gesuchte, bei einem Brand verloren gegangen geglaubte, von Generation zu Generation weitergegebene Ausgabe von Stolz und Vorurteil gefunden. Die Familie, die die Suche danach in Auftrag gegeben hatte, zahlte gut und Dr. Ophelia Cavill war dem Honorar nicht abgeneigt. Die Mieten in London waren selbst für ein Hinterhofbüro mitten in Belgravia horrend und bezahlten sich nicht von selbs