2. EINLEITUNG
Möchte man als Mensch Erkenntnisse über sich selber erlangen, so bieten sich drei Möglichkeiten. Zum einen kann man sich und seine Artgenossen beobachten und testen, wie es die Psychologie macht. Doch dieser Ansatz hat ein großes Problem.
„Die große Schwierigkeit jeder Menschenbetrachtung liegt darin, dass wir, die Beobachter also, selbst Menschen sind; daß unser Gehirn, als Werkzeug der Beobachtung, selbst Gegenstand dieser Beobachtung ist. Wir sind von Jugend an von Menschen umgeben, so daß uns die Gesellschaft und alles, was sie uns aufprägt, recht selbstverständlich vorkommt. Es ist uns beinahe unmöglich, uns über dieses so Selbstverständliche zu wundern, es aus einer anderen, unbeeinflußten Blickrichtung zu sehen, aus uns selbst herauszutreten ... uns selbst fremd zu werden.“ (Hass 1968)
Zum anderen aber können wir uns auch mit unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, beschäftigen, so wie es zum Beispiel Wolfgang Köhler gemacht hat. Die Menschenaffen haben allerdings den Nachteil, dass unsere letzten gemeinsamen Vorfahren vor sehr langer Zeit gelebt haben. Und auch haben Affen und Mens