„Und wo schlaft ihr dann?“ Die Frage kommt von Christina, der Freundin einer alten Schulfreundin, bei der wir gerade auf der Terrasse sitzen. Der normale Arbeitsalltag ruht nach fünf Tagen, es ist Samstag. Wir sitzen im Garten und warten darauf, dass das Grillgut auf dem Feuer fertig wird. Ich lehne mich genüsslich im Klappstuhl zurück, atme Sommerluft und den Duft nach Gegrilltem ein und lächle meinen Mann an. Wir genießen die gesellige Pause von unseren Vorbereitungen. Zuhause, in unserer Zwei-Zimmer-Standard-Mietwohnung, herrscht das Chaos. Rucksäcke, Isomatten, Schlafsäcke und Wanderschuhe machen uns den Lebensraum streitig und warten auf ihre endgültige Auswahl oder Ausmusterung.
„Ja, wo schlaft ihr denn dann? Ihr werdet keine Wohnung mieten, oder? Wenn ich das richtig verstanden habe, dann reist ihr durch Neuseeland?“, fragt eine junge Frau im Blümchenkleid. Sie heißt Katrin.
„Nein, wir mieten keine Wohnung! Das wäre viel zu teuer. Dann könnten wir es uns nicht leisten ein halbes Jahr dortzubleiben. Und ja, wir werden zu Fuß durch Neuseeland reisen“, antwortet mein Mann Henning.
„Aber wo schlaft ihr dann?“, fragt jetzt wieder Christina. Sie und K