Philosophie der Freiheit: Kompatibilismus
Über das Freiheitsproblem ist philosophisch viel geschrieben worden. In aller Kürze, scheint mir dies der Stand der Dinge zu sein:
1.Die wesentlichen dazu vertretenen Positionen sind: a) ein „harter“ (W. James)Determinismus, wie er beispielsweise seitens der Hirnforschung propagiert wird und der Freiheit zu einer Illusion erklärt; b) die „harte“ Gegenposition dazu, einInkompatibilismus, der Freiheit nur unter der Annahme verteidigen zu können glaubt, dass der Determinismus nicht zutrifft, dass es also „Lücken“ im Kausalprinzip geben muss, durch die Platz für Freiheit geschaffen wird; und schließlich c) einKompatibilismus, der die Vereinbarkeit von Freiheit und Determinismus behauptet, also erklärt, dass es sich bei der harten Entgegensetzung der beiden um einen intuitiven Konflikt handele, der aber durch sorgfältiges Nachdenken aufgelöst werden kann.
2.Die Positionen a) und b) zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihr jeweiliges Prinzip verteidigen, „koste es was da wolle“. Entsprechend angreifbar haben sie sich gemacht. Die Position c) hat dagegen den kommunikativen Vorteil, Verständnis für beide Anliegen zu signalisieren, allerdings auch die Schwierigkeit, die erheblichen intuitiven Hürden, denen die Behauptung einer Vereinbarkeit von Freiheit und Determinismus sich