: Jürgen Ehlers
: Fantom Kriminalroman
: KBV Verlags-& Medien GmbH
: 9783954415717
: Kommissar Berger
: 1
: CHF 8.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'... dann kommt eine größere Bombe!' Oktober 1966. Ein unbekannter Erpresser fordert von der Bundesbahndirektion Hamburg nicht weniger als 50.000 DM. 'WENN ZUG NICHT ENTGLAIST IST HABT IHR NOCH MAL GLÜK GEHABT', schreibt er. Ist da ein Spinner am Werk? Als eine Bombe die Schließfächer im Hamburger Hauptbahnhof zerfetzt, wird offenbar, dass der Verbrecher es ernst meint. Seine neue Forderung beträgt jetzt das Doppelte: 100.000 DM. Die Zeitungen reden panisch von einem Fantom. Der Erpresser selbst nennt sich Roy Clark, nach dem Titelheld eines Fortsetzungsromans aus der Bild-Zeitung. Mit den Ermittlungen wird Kommissar Horst Berger beauftragt. Als die Geldübergabe scheitert, steigert sich das Fantom in einen regelrechten Gewaltrausch: verbogene Bahngleise, Stahltrossen, gespannt über Schienenstränge, weitere Bomben, Verletzte ... Berger sucht nach einer Möglichkeit, dem Erpresser eine Falle zu stellen, der eiskalt angedroht hat: 'NÄCHST MAL WIRD SCHLIMMER.'

Jürgen Ehlers wurde 1948 in Hamburg geboren und lebt heute mit seiner Familie auf dem Land. Seit 1992 schreibt er Kurzkrimis, die in verschiedenen Verlagen im In- und Ausland veröffentlicht wurden, und ist Herausgeber von Krimianthologien. Er ist Mitglied im 'Syndikat' und in der 'Crime Writers' Association'. Sein erster Kriminalroman Mitgegangen wurde in der Sparte Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

Montag, 2. Januar 1967

Was hast du eigentlich nach der Fremdenlegion gemacht?«, fragte Waltraud.

»Arbeit gesucht«, brummte Alexander. »Ich habe alles Mögliche versucht. Eine ganze Weile habe ich im Süden gearbeitet, in Pforzheim, aber das gefiel mir nicht. Geheiratet habe ich auch gleich nach meiner Rückkehr aus der Fremdenlegion, aber das war auch nicht das Richtige. Ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass wir zwei nicht zusammenpassten.«

»Aber das hast du erst gemerkt, als du schon verheiratet warst?«, bohrte Waltraud nach.

Alexander ärgerte sich. Er liebte es nicht, wenn Waltraud bei Dingen nachfragte, über die er am liebsten schwieg. Aber er riss sich zusammen. »Es war ein Fehler«, sagte er. »Ich habe eine ganze Reihe von Fehlern gemacht in meinem Leben, und ein solcher Fehler war meine erste Ehe. Meine Frau sah gut aus. Wir hatten uns beim Tanzen kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Zumindest hatte ich das damals geglaubt. Ich war blind, Waltraud. Ich brauchte einen Ort, irgendeinen Ort auf der Welt, an dem ich mich zu Hause fühlen konnte. Aber ich habe dann doch sehr bald gemerkt, dass diese Ehe jedenfalls nicht der richtige Ort war.«

Es wurde dunkel. Waltraud drehte den Lichtschalter. »Die eine Birne ist defekt«, sagte sie. »Aber die Lampe hat ja zwei Birnen.«

»Ja.« Alexander ging zum Kühlschrank und holte sich die nächste Flasche Bier. Am liebsten hätte er sie mit den Zähnen aufgebissen, wie