Montag, 2. Januar 1967
Was hast du eigentlich nach der Fremdenlegion gemacht?«, fragte Waltraud.
»Arbeit gesucht«, brummte Alexander. »Ich habe alles Mögliche versucht. Eine ganze Weile habe ich im Süden gearbeitet, in Pforzheim, aber das gefiel mir nicht. Geheiratet habe ich auch gleich nach meiner Rückkehr aus der Fremdenlegion, aber das war auch nicht das Richtige. Ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass wir zwei nicht zusammenpassten.«
»Aber das hast du erst gemerkt, als du schon verheiratet warst?«, bohrte Waltraud nach.
Alexander ärgerte sich. Er liebte es nicht, wenn Waltraud bei Dingen nachfragte, über die er am liebsten schwieg. Aber er riss sich zusammen. »Es war ein Fehler«, sagte er. »Ich habe eine ganze Reihe von Fehlern gemacht in meinem Leben, und ein solcher Fehler war meine erste Ehe. Meine Frau sah gut aus. Wir hatten uns beim Tanzen kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Zumindest hatte ich das damals geglaubt. Ich war blind, Waltraud. Ich brauchte einen Ort, irgendeinen Ort auf der Welt, an dem ich mich zu Hause fühlen konnte. Aber ich habe dann doch sehr bald gemerkt, dass diese Ehe jedenfalls nicht der richtige Ort war.«
Es wurde dunkel. Waltraud drehte den Lichtschalter. »Die eine Birne ist defekt«, sagte sie. »Aber die Lampe hat ja zwei Birnen.«
»Ja.« Alexander ging zum Kühlschrank und holte sich die nächste Flasche Bier. Am liebsten hätte er sie mit den Zähnen aufgebissen, wie