: Galax Acheronian
: Was wirklich zählt Koloniewelten 05
: TWENTYSIX
: 9783740703370
: 1
: CHF 2.60
:
: Science Fiction
: German
: 304
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nach über einhundert Jahren im All hat die irdische Navy ihren Platz gefunden; aus den Grenzpatrouillen entwickelten sich Verteidiger von Gesetz und Recht. Die Menschheit muss sich jedoch damit arrangieren, nicht allein im Universum zu sein. Die UTS Nessa erhält den Auftrag, ein verschwundenes Frachtschiff ausfindig zu machen - eine nahezu unlösbare Aufgabe, die an Commander William Boltemore weitergeleitet wird. Schon bald stellt sich heraus, dass die Suche die geringste Herausforderung ist. Zwar gilt in der Navy nichts mehr als Wahrheit und Ehre, dennoch gab es schon immer einzelne, die nur die eigenen Regeln vertreten. An Bord des Schiffes ballt sich ein Schwelbrand zusammen, der die Frage nach Gesetz und Recht eröffnet - Partei oder Wahrheit. Während all dem erkennt niemand die wahre Gefahr für Schiff, Mission und Mannschaft.

Galax Acheronian ist ein Autor und Illustrator, der bereits in jungen Jahren Geschichten schrieb. Anstatt über sich selbst zu sprechen konzentriert er sich darauf, gute Geschichten zu erzählen. Seit 2009 veröffentlicht er regelmäßig Kurzgeschichten, Novellen und Romane aus dem Bereich Science-fiction und Fantasy. Gelegentlich versucht er sich auch als Herausgeber. Mehr Informationen gibt es auf www.acheronian.de

Die zweite Chance


- 2218 -

Prolog

»Diese Technik revolutioniert die Raumfahrt
für alle Zeiten.«

Nicolay Ryan

Captain der UTS Nessa

17. Juni 2203

2218 n. Chr.
Anaximenischer Raum

»Sir?« Julian Voss flüsterte meist, wenn er das Wort ergriff. Noch nie hatte Oliver ihn laut werden sehen. Selbst wenn Voss seine Meinung oder eine Reihe an Fakten nannte, behielt er den Ton bei, als sei ihm alles egal. Auch jetzt, als er ankündigte, dass sich das Schiff der anaximenischen Basis nähere, sprach er wie die Audioausgabe eines Computers – welche im Detail sogar weit mehr Betonung aufbringen konnte.

Oliver nickte nur stumm, sah noch einmal in den Spiegel und prüfte den Sitz seiner schwarzen Uniform mit den Goldkanten. Orden, die er durch Herkunft, Familie oder Bezahlung erhalten hatte, lagen in einer kleinen Schachtel zwischen seinem Gepäck. Heute wollte er Ehrenmann sein, kein Aufschneider.

Er richtete den Kragen und zuletzt das Kruzifix neben dem Flottenemblem. Anschließend gab er sich einen leichten Stoß, um das geräumige Quartier zu verlassen.

Voss schwebte anstandslos zur Seite und machte den Weg frei. Im gehörigen Abstand folgte er ihm auf dem Weg zur Brücke. Zwar war Oliver als Passagier an Bord,