: Corinna Weber
: Muddi Teil 3 Zusammen schaffen wir alles Teil 3
: Books on Demand
: 9783752617382
: 1
: CHF 4.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 204
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass es irgendwann nicht mehr allzu viel zu erzählen gibt. Das es ruhiger, einfacher und normaler werden würde bei den Weber`s. Aber dann komme ich wieder recht schnell zu der Erkenntnis, dass ich anscheinend die letzten 23 Jahre nicht wirklich viel dazugelernt habe. Hier fällt wirklich JEDEM IMMER etwas ein. Und natürlich bleiben auch dieses Mal wieder die ganz großen Emotionen nicht aus. Zu ziemlich trockenem, teils derbem Humor, unendlicher Sehnsucht, liebevollem Miteinander, furchtbarer Angst, vielen Tränen und berechtigter Hoffnung gesellen sich nun auch noch Unverständnis für die Dummheit mancher Menschen und die Hilflosigkeit den eigenen Gefühlen gegenüber. Wir lichten also unseren Anker und nehmen Euch mit auf die Reise durch das Jahr DANACH. Und unsere Geschichte hat noch lange kein Ende.

Corinna Weber wurde 1976 in Darmstadt geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in dem beschaulichen Örtchen Wald-Michelbach im Odenwald. Mit einer 20jährigen und einer 8jährigen Tochter an der Hand, ihrer kleinen Krawalli fest im Herzen und seit 23 Jahren einem Mann an ihrer Seite, der fest zu ihr steht, hat sie bis jetzt alle Stürme des Lebens (fast) erfolgreich gemeistert. Ihr Bücher erzählen von diesen Stürmen, den leichten Winden, aber auch der strahlenden Sonne. Von fünf Menschen, die das Leben und das Schicksal fest miteinander verankert. Und es gibt immer wieder genügend Stoff für Fortsetzungen.

Januar 2020„Viele Gedanken, Herzmenschen und ein kleines bisschen Wunderlampe“


Der Januar begann wie der Dezember geendet hatte. Mein Hirn machte noch lange nicht das, was es wirklich sollte. Ständig hatte es massive emotionale Aussetzer, immer noch hatte ich ziemliche Probleme, das Geschehene in meinem Kopf irgendwo einzusortieren. Ich hatte mich zwar an sich recht gut im Griff, aber ganz oft „Aufblitzer“ vor meinen Augen, mit denen ich überhaupt nicht zurecht kam. Meistens war es der Moment auf der Straße, in dem ich mein Kind auf dem Bauch liegend vorgefunden hatte, sie umdrehte und in ihre toten Augen sah. Diese Sekunden sehe ich immer und immer wieder, sie sind wie eine Dauerschleife in meinem Hirn festgebrannt. Und immer noch kam ich, viel zu oft, ohne Tavor weder über den Tag, geschweige denn über die Nacht. Auch wenn ich es auf ein Mindestmaß runter reduziert hatte. Schlaf war überwertet, ist er stellenweise heute immer noch. Und wenn ich wach wurde musste ich raus, liegen bleiben war ein absolutes „No go“, da machte mein Kopf Spirenzien, die ich mitunter den ganzen Tag nicht mehr los wurde. Ich suchte mir ständig Beschäftigung, meine Hände brauchten dauernd etwas zu tun. Der Januar dümpelte vor sich hin, ich schrieb weiter an meinem ersten Buch. Auch wenn mich das mehr Kraft kostete als ich Anderen, und noch viel weniger mir selbst gegenüber, zugeben mochte. Immerhin versperrte ich mir damit, einigermaßen erfolgreich, jegliche Art von Erinnerung. Nur so konnte ich irgendwie überleben. Den zweiten Teil von meinem Buch zu schreiben brachte mich allerdings den Erinn