: Cassie May
: Fliegen und Fallen Eine Gay Romance aus der Sportakademie. Roman
: Größenwahn Verlag
: 9783957712905
: 1
: CHF 8.90
:
: Erzählende Literatur
: German
: 246
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Essen, Schule, Training, Schlafen. Und wieder von vorne - Paulines geordnetes Leben auf dem Sportinternat wird jäh durch die Ankunft einer neuen Schülerin gestört. Ariane ist nicht nur ein Leichtathletikass, sondern auch in einen Dopingskandal verwickelt gewesen. Auf dem Internat will sie neu anfangen und Pauline soll ihr die Eingewöhnung erleichtern. Schnell merken die beiden Mädchen, dass sie weit mehr verbindet, als nur die Liebe zum Sport. Doch ihre gerade erst aufblühende Beziehung wird durch Neider auf eine harte Probe gestellt. Und dann ist da noch die Tatsache, dass jemand Pauline schaden will. Erst als ein paar alte Freunde auf der Bildfläche erscheinen, schaffen die Mädchen es, herauszufinden, wer hinter alldem steckt.

Cassie May schreibt seit sie einen Stift halten kann. Zunächst auf Collegeblöcke, bei denen Seiten um Seiten mit Liebesgeschichten und Dramen gefüllt wurden, dann am Computer. Liebe und Dramen sind immer noch ein wichtiger Teil ihrer Geschichten, doch auch ihre Hobbies, Rugby und kreatives Arbeiten, sowie ihre Reiseerfahrungen formen ihre Charaktere und Geschichten zu dem, was sie heute sind.

Kapitel 1


»Pauline, kannst du bitte nach dem Training noch mit in mein Büro kommen? Ich möchte etwas mit dir besprechen.«
Überrascht sah Pauline den Dekan an und nickte dann.
»Natürlich, um was geht es denn?«
»Das möchte ich unter vier Augen mit dir besprechen. Bitte sei pünktlich.«
Sie nickte wieder und biss sich auf die Lippen. Was konnte der Dekan von ihr wollen? Sie war sich nicht bewusst, einen Fehler gemacht zu haben, ihr Training lief ausgezeichnet, während der Proben für die Titania im BallettDer Sommernachtstraum gab sie ihr Bestes und auch sonst waren ihre schulischen Leistungen gut.
»Was will er von dir? Hast du etwas ausgefressen? Was wird dann aus unserem Training? Ich kriege diese dreifache Pirouette immer noch nicht perfekt hin und du wolltest mir doch später mit ihr helfen?«, riss die näselnde Stimme ihrer Freundin Samantha Pauline aus ihren Gedanken und Pauline verkniff sich gerade so ein Augenrollen.
»Ich habe keine Ahnung, was er wollen könnte. Aber du schaffst das sicher auch allein. Du weißt doch, woran es liegt. Konzentriere dich auf deinen Punkt, dann klappt auch die Pirouette. Vielleicht schaffe ich es ja noch, nach der Besprechung zu euch zu stoßen.« Oder auch nicht, ergänzte Pauline in ihrem Kopf. Sie hatte die Nase voll davon, ständig helfen zu müssen. Seit Wochen kamen Samantha und Judith nur noch zu ihr, wenn sie ihre Hilfe brauchten. Die Freundschaft mit den zwei Mädchen hatte sich schon lange überlebt, doch Pauline wusste nicht, wie sie unbeschadet aus dem Teufelskreis ausbrechen sollte. So sehr sie das Leben im Internat liebte, so ungemütlich wurde es, wenn man auf einmal Leute gegen sich hatte, vor allem, wenn man tagtäglich mit ihnen trainieren musste.
»Okay, aber lass uns nicht hängen, ja?«, drängte Judith und Pauline nickte verkniffen. Natürlich nicht. Die Besprechung würde nur leider bis zum Abendessen dauern.
Jetzt fieberte sie ungeduldig dem Ende der Stunde entgegen und hatte ihre Sachen schneller gepackt als jemals zuvor, kaum dass der Trainer die Stunde beendet hatte. Sie eilte aus dem Proberaum und prallte fast mit Mike zusammen, der bereits davor wartete. »Nicht so schnell, Süße. Kannst es wohl nicht erwarten, mich zu sehen, was?«
Seine starken Hände hielten sie fest und Pauline spürte, wie ihre Handflächen feucht wurden.
»Nein.« Sie schluckte schwer und richtete sich auf, um ihm keine Schwäche zu zeigen. »Sicher nicht. Ich habe einen Termin beim Dekan, also lass mich bitte los. Ich bin sowieso schon zu spät dran.« Pauline hob den Kopf und funkelte Mike herausfordernd an, während die anderen an ihnen vorbeizogen.
»Jetzt hab dich nicht so. Sehe ich dich nachher noch? Ich halte dir beim Essen einen Platz frei, okay?«
Jetzt hielt Pauline ihr Augenrollen nicht mehr zurück. »Nein, danke. Ich will nicht mit dir essen. Ich will gar nichts mit dir zu tun haben, verstehst du das nicht? Wir hatten ein Date. Ein einziges. Wir sind nicht zusammen, waren nie zusammen und werden auch nie zusammen sein. Ist das denn so schwer zu verstehen? Du. Bist. Nicht. Mein. Typ.« Damit riss sie sich los und rauschte durch die Gänge davon.
»Das werden wir ja sehen, Prinzesschen. Ich kriege dich schon noch klein!«, hörte sie i