: Michelle Summers
: Kings of Passion - Entfesselte Leidenschaft Roman
: Piper Verlag
: 9783492987554
: Australian Millionaires
: 1
: CHF 4.50
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: German
: 296
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sie sind reich und erfolgreich, ihre Affären und Skandale beherrschen die Schlagzeilen und das Beste ist ihnen gerade gut genug: Das sind die drei Townsend-Brüder Vaughan, Garrett und Lloyd, auch als 'Opal-Könige' bekannt. Sexy-Boss-Romance in Australien für alle Leser*innen von Piper Rayne und April Dawson Die junge Restauratorin Robin Mayne ergattert einen grandiosen Auftrag: Sie soll sich um die wertvolle Kunstsammlung des schwerreichen CEO Vaughan Townsend kümmern. Dieser macht klar, dass sie alles andere als seine erste Wahl für diesen Job war. Immer wieder geraten Robin und Vaughan aneinander. Aber Robin spürt, da ist mehr zwischen ihnen. Und als Vaughan seine Lippen in einem leidenschaftlichen Kuss plötzlich auf ihre legt, erkennt Robin erst, wie gefährlich dieser Mann für ihr Herz werden kann. Dabei ahnt sie nichts von Vaughans dunklem Geheimnis, das ihn auf Schritt und Tritt verfolgt ... »Dieses Buch hat mir ein paar wundervolle Lesestunden geschenkt. Ich habe mich köstlich amüsiert, habe mit gefiebert, gehofft und getrauert.«  ((Leserstimme auf Netgalley)) »Wie schön war denn bitte diese Geschichte? Sie holt einen auf den Boden der Tatsachen zurück und lässt einen kurz innehalten und durchatmen.«  ((Leserstimme auf Netgalley)) »Heiß, heißer, Kings of Passion.«  ((Leserstimme auf Netgalley))

Michelle Summers ist großer Fan von Boss Romances, weshalb sie nicht widerstehen konnte, selbst zum Stift zu greifen. Für die Autorin gehört eine Prise Erotik in und zwischen den Zeilen genauso zu ihren Romanen dazu, wie eine aufregende Handlung voll sinnlich-prickelnder Momente.

1. Kapitel


Robin


Sie waren nebenan. Sprachen so laut, dass ich ihre Stimmen in Gordons Büro hören konnte, aber nicht laut genug, dass ich verstand, was sie sagten. Townsend war sicher einer dieser reichen Snobs, die von alter Kunst keinen blassen Schimmer hatten, aber sie dennoch sammelten, weil man das in ihren Kreisen so machte.

Ich sollte jetzt besser mit der Arbeit fortfahren, anstatt den Prof zu belauschen. Mein Boudivar restaurierte sich nicht von allein.

Vorsichtig gab ich wenige Tropfen Olivgrün in meine Farbmischung und vermengte alles mit einem Holzstäbchen auf der Palette, bis ich endlich den Ton hatte, den ich haben wollte: ein gedämpftes Laubgrün. Ich setzte mir einen Klecks auf den Ärmel meines Maleroveralls und strich ihn aus, um die Wirkung der Farbe auf weißem Grund zu testen. Noch ein Schuss Nachtgrün, und es war perfekt!

Zum Glück war ich, trotz kurzer Nacht, ausgeruht. Zwei Kaffees heute Morgen hatten mich auf die Beine gebracht, während Anthony noch wie ein Stein schlief. Ich hatte ihm ein paar Brötchen warm gemacht und meinen Lieblingsaufstrich Vegemite auf den Tisch gestellt, bevor ich zur Universität aufgebrochen war, an der ich vor einem halben Jahr meinen Abschluss im Studiengang Restauration und Konservation gemacht hatte. Der Prof hatte mich auf diesem Weg unterstützt und später ins Institut geholt. Guter Job, gutes Gehalt. So konnte ich meinen Studienkredit in absehbarer Zeit zurückzahlen.

Ich setzte meine Lupenbrille auf, streifte Einweghandschuhe über und näherte mich ehrfürchtig dem alten Ölgemälde aus der Spätromantik:Picknick im Park.

Der Künstler hatte eine Szene seines Alltags eingefangen, in dem Picknicks noch Großveranstaltungen gewesen waren, und das so lebendig, dass man das Gefühl hatte, die Herrschaften auf dem Bild würden gleich zum Leben erwachen. Ich liebte die vielen Details, die Schleifen in den Haaren der Mädchen, die sanften Rottöne am Horizont, die auf den frühen Abend hindeuteten, und die sehnsüchtigen Blicke, die sich ein junger Mann und eine Frau zuwarfen, die aber nur die beiden und der Betrachter mitbekamen.

Über die Jahre hinweg waren kleine Risse in der Leinwand entstanden, und Farbe war abgeblättert oder verblasst.

Einen Teil davon hatte ich bereits in Ordnung gebracht, jetzt musste ich nur noch den Lindenbaum im Hintergrund in seinen Ursprungszustand zurückversetzen. Hierzu hatte ich in alten Katalogen nach Abbildungen des Gemäldes gesucht, um eine Vorstellung vom ursprünglichen Farbton zu bekommen. Ich arbeitete inzwischen drei Wochen an dem Projekt, abzüglich der Feiertage.

Mit ruhiger Hand zog ich die Form einzelner Blätter nach. Nicht zu viel Druck, ermahnte ich mich. Ich wollte das Gemälde schließlich nicht à la Malen nach Zahlen komplett überstreichen. Ich besserte nur die Stellen aus, die es wirklich nötig hatten, um so viel wie möglich vom Original zu belassen. Außerdem, das war ein eiserner Grundsatz, sollte jede Retusche reversibel sein. Wie oft Gordon mir das während meines Studiums eingebläut hatte!

Ich trat einen Schritt zurück und musterte meine Arbeit. Den Ton hatte ich gut getroffen. Nur der obere Teil des Wipfels konnte noch etwas Farbe vertragen. Aber vorher brauchte ich noch einen Kaffee, denn allmählich ließ die Wirkung meiner morgendlichen Koffeinzufuhr nach.

Ich überlegte, zum Automaten in der Eingangshalle zu gehen, als sich die Stimmen in Gordons Büro der Verbindungstür nährten. Ich sah, wie sich die Klinke neigte, die Tür sich aber noch nicht öffnete. Wollte der Milliardär von Kings of Passion auch noch eine Führung durch die Werkstatt, oder was hatte das zu bedeuten? Ich hatte gedacht, ich könnte hier in Ruhe arbeiten.

Ich zog mir die Lupenbrille vom Kopf, streifte die Latexhandschuhe ab und legte rasch Farbpalette und Pinsel zur Seite, damit nichts im Weg war, wenn die beiden Männer eintraten. Hätte man mich vorgewarnt, hätte ich hier noch ein wenig aufräumen können.

Die Tür öffnete sich, und Gordon betrat unsere Werkstatt, seine gräulichen Haare standen im Zerstreuter-Professor-Look ab. Er nickte mir zu und knibbelte an de