: Thea von den Buschen, Max Dorn
: Das eine Prinzip
: neobooks Self-Publishing
: 9783752921465
: Theorie und Praxis
: 1
: CHF 7.10
:
: Atomphysik, Kernphysik
: German
: 87
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein neues Weltbild - vom Küchentisch aus. Ist das möglich? Wie, das zeigen uns die Biologin Thea und der Physiker Max auf einfache und für jeden veständliche Weise. Sie proben den Aufstand gegen die Übermacht der Physik und proklamieren 'Das eine Prinzip'. Dabei stellen sie fest: Es geht auch ohne Mathematik. Was man dafür braucht? Spaß am Querdenken und möglichst wenig Kenntnisse der Physik.

Thea und Max sind seit langem ein Paar. Sie ist Biologin, er Physiker. Sie leben und denken zusammen auf engstem Raum, am liebsten in ihrer kleinen gemeinsamen Küche. So lange es ausreichend Espresso und Bier gibt, gehen ihnen die Ideen nicht aus. Ansonsten treten sie nur ungern vor die Tür und aus ihrer Anonymität heraus. Möglicherweise, weil sie fernab von Shitstorms weiterhin ihr beschauliches Leben führen wollen.

Allgemeine und spezielle Wissenschaftskritik




Wir müssen eine neue Sicht der Welt finden, die einerseits mit allem Bekannten übereinstimmt und andererseits in ihren Vorhersagen irgendwo abweichen muss, da sie sonst uninteressant ist. In den abweichenden Punkten aber muss sie mit der Natur übereinstimmen.“
Richard Feynman




Jede Idee hat schon eine Geschichte, bevor sie gedacht wird“, sagte Thea zu Max.

„Das klingt kompliziert“, meinte er, während er sich Tee eingoss.

Im Gegenteil. Es ist sogar sehr einfach“, widersprach Thea.

Doch selbst für eine einfache Idee war es viel zu früh, zumindest für Max. Für ihn schien immer alles zu früh.

Thea hingegen konnte es nie früh genug sein. Sie war meist schon seit Stunden wach, wenn Max sich an den Küchentisch setzte.

Gestern war es wohl wieder spät“, sagte sie etwas lauter, während Max in Ruhe seinen Tee umrühren wollte.

Thea erwartete keine Antwort. Sie machte sich an einer Maschine zu schaffen, die nach einem langwierigen Prozedere eine winzige Portion Kaffee freigab.

Max verschwand hinter einer Zeitung. Sie schützte ihn nicht nur vor dem Dampf, den Thea brauchte, um etwas Milch aufzuschäumen.

Ich habe heute morgen schon gefrühstückt“, sagte Thea.

Was Du nicht sagst“, wäre der Text von Max gewesen, wenn er etwas gesagt hätte.

Morgens kommen mir die besten Ideen“, sagte Thea.

Max trank aus, stand auf und nahm einen ganzen Stapel Zeitungen mit an einen ruhigeren Ort.

Erst abends trafen sie sich wieder. Thea hatte etwas gekocht und Max noch gar keinen Hunger. Nach einem Bier änderte sich das. Max wurde wach. Er erzählte Geschichten über Gott und die Welt.

Du sagst gar nichts“, fiel ihm irgendwann auf.

Es ist schon spät“, sagte sie. „Gute Nacht.“

So spät nun auch wieder nicht“, behauptete er.

Thea zögerte einen Augenblick. Ihre innere Uhr sagte etwas anderes.

Weißt Du noch“, sagte Max.

Natürlich weiß ich noch“, sagte Thea.<