M/V »Hildegard Peters«
Holzreisen Sommer 1968
Der verlorene Anker
Rotterdam – Archangelsk – Rotterdam
Fietes Drang zum Meer war wieder einmal sehr stark. Der Urlaub war zu Ende, also benötigte er dringend ein Schiff. Max, der Heuerbaas an der Seewartenstraße in der Heuerstelle, hatte auch sofort einen, wie er sagte: »Guten Dampfer, alles im Lack, gutes Fahrtgebiet!«
So abgeladen kamen wir immer mit der Hildegard und unserer Deckslast in Rotterdam an.
Der ehemalige Steamer lag in Nordenham, war 1928 vom Stapel gelaufen und lud nun Brechkoks für Spanien. All das hatte Max Fiete aber nicht erzählt, leider war Fiete etwas klamm, hatte also keine große Chance auf eine sofortige Kehrtwende.
»Warte man ab mein Lieber, irgendwann bin ich wieder in Hamburg, im Weißen Haus am Meer und dann hole ich Dich durch deine Klappe für den Zossenden du mir angedreht hast und die Scheiss Ladung. Das schwöre ich Dir!«
Was für ein Schiff! Das durchgerostete Zwischendeck hatte riesige Löcher. Alle Luken wurden mit Klapperdeckel und den passenden Scherstöcken abgedeckt. Die Bäume wurden mit Zupfgeien gestellt und schließlich mit Preventer in der endgültigen Position gesichert. Irgendwann später sagte Fiete mal zu einem seiner Kollegen: »Wir müssten an und für sich in jedem Hafen ein Schild mit folgendem Text an die Gangway hängen: »Betreten der Baustelle auf eigene Gefahr!«.
Der Smut, ein gestandener Mann von kräftiger Statur, hatte ein Holzbein ode