: Dietrich Lückoff ?
: Aus dem Leben und Kleben des Freiherrn Karl Hartwig Gregor von Meusebach
: S.Hirzel Verlag
: 9783777628905
: 1
: CHF 96.80
:
: "Deutsche Sprachwissenschaft; Deutschsprachige Literaturwissen- schaft"
: German
: 644
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Der Freiherr Karl Hartwig Gregor von Meusebach ist ein großer Unbekannter der deutschen Literatur. Er war Jurist im Dienst Preußens, Literaturhistoriker und Bibliophiler. Er pflegte Kontakt mit wichtigen Persönlichkeiten seiner Zeit wie den Brüdern Grimm und baute im Laufe seines Lebens eine gewaltige Bibliothek auf, die für die deutsche Literaturgeschichte bedeutend wurde. Die Geschichte der Meusebachschen Bibliothek liegt bisher weitestgehend im Dunkeln. Die fehlende Edition seiner Nachlassenschaften erschwert die Lage zusätzlich. Seine berufliche Tätigkeit ist praktisch unerforscht und seine Arbeiten über Luther, Fischart und das Volks- und Kirchenlied sind ebenso noch zu entdecken wie der originelle Briefschreiber.

Dietric Lückoff präsentiert erstmals zahlreiche unpublizierte Materialien aus Meusebachs Nachlass. Er zitiert ausgiebig aus Meusebachs Tagebüchern und Aufzeichnungen, seinen Briefwechseln und stellt die sogenannten 'Weißen Bücher' vor. Daneben hob er umfangreiches, bisher unbekanntes Bildmaterial aus Familienbesitz und anderen Quellen. Damit leistet er eine wichtige Pionierarbeit für eine zukünftige vollständige Würdigung des vielseitig tätigen und begabten Meusebach.

Vorwort8
INHALT14
WIE MEUSEBACH IN NEUBRANDENBURG GEBOREN WURDE,IN DER GÜLDNEN AUE EIN KIND UND SCHULJUNGE UND INGÖTTINGEN UND LEIPZIG EIN STUDENT GEWESEN IST(1781—1802)22
Schulzeit in Roßleben33
Schulzeit in Merseburg37
Meusebachs Tagebuch38
Der Konrektor Wagner und seine Haushälterin Charlotte Sparre41
Predigtbesuche49
Merseburger Lektüren50
„Trieb zur Dichtkunst“52
Schulische „Exercitien“ und Aufsätze53
Einige Bemerkungen über mich selbst55
Scherze, Schabernack und Streiche57
Vermischte Nachrichten59
Meusebachs erster Verleger, Johann Gottlieb Hoppe, Briefträger zu Merseburg61
Klopstock und die „poetischen Bilderjagdreviere“68
Vater und Bruder71
Eine Fußreise nach Eisleben74
Gesellschaftlicher Umgang76
Lottchen Kaufmann, ein „Liebesverhältniß“79
Der Brief an Jean Paul, März 180085
Abschied von Merseburg86
Der „vortreffliche Magister“ Kirsten „in der rothen Straße“89
Die gescheiterte Freundschaft mit Drake98
Studienalltag und Lektüre100
Meusebachs Göttinger Lehrer101
Besuch in Kassel. Wilhelmshöhe. Das erste Theatererlebnis. Verliebtheit103
Besuch bei Gleim in Halberstadt105
Studium in Leipzig. Ernestine. Umzug nach Dillenburg113
WIE MEUSEBACH „IN DER NASSAU“ AUDITOR UND ASSESSORWAR UND IM BERGISCHEN MIT LUST UND LIEBE DIEVERBRECHEN VERFOLGTE. MEUSEBACH IN DILLENBURG(1803—1814)118
Der Onkel, sein Dillenburger Haus und Garten120
Brautwerbung und Eheschließung127
Ein Brief aus dem Honigmond130
Die Champagnerflasche137
Tod des Onkels 1804139
Kornblumen von Alban, Meusebachs erstes Buch142
Der Brief an Christoph Martin Wieland144
Die Zeit des Großherzogtums Berg. Reise nach Sachsen147
Tod der Kinder148
Das weiße Buch158
Markus Hüpfinsholz161
Drei Dillenburger Freundschaften. Ludwig Böttger175
Der Freund und Hausarzt Dr. Friedrich Hofmann179
Christian Daniel Vogel183
Meusebachs Jähzorn191
Der Ehevertrag196
Das Ende des Großherzogtums Berg aus Meusebachs Dillenburger Sicht200
WIE MEUSEBACH PRÄSIDENT AM REVISIONSHOFE WAR UNDEMSIG UND AKRIBISCH SEINE TRÄUME AUFZEICHNETE.MEUSEBACH IN KOBLENZ (1815—1818)206
Die nächsten Weißen Bücher221
Beobachtungen kleiner Züge227
Meusebachs Traumbeobachtungen. Anlass und Programm des Selbstversuchs232
Erinnern, Vergessen und schriftliche Fixierung der Träume237
Motive aus Kindheit und Jugend240
Traumlandschaften243
„Traumflug“. Reisen und Zeitverzerrung im Traum246
Fremdsprachen-Kenntnisse im Traum250
Vermischung. Entrückung. Metamorphosen253
Traum im Traum254
Sinneseindrücke in Träumen256
Geschmacksträume257
„Traumgesichte“259
Wie zeigt sich der Charakter des Menschen in seinen Träumen? Vergleich seiner „nächtlichen Empfindungsweise“ mit der am Tage259
Der schlechte Traumzug260
Krieg, Sterben, Selbstmord, Tod. Der Traum: ein „mixtum compositum“264
Erotische Träume268
„Präsident der Coblenzer Liebenswürdigkeit“. Gesellschaftlicher Umgang, Begegnungen und Freundschaften272
Joseph Görres273
Begegnung mit Goethe 1815281
Erste Bekanntschaft mit Wilhelm Grimm283
Friedrich Perthes283
Johann Peter Hebel285
Johannes Schulze290
Der Traubenhügel. Der Kreis um Gneisenau292
Briefe Gneisenaus an Meusebach298
Carl und Marie von Clausewitz300
Max von Schenkendorf306
Meusebachs Einladungsbrief an Jean Paul zu einem Besuch in Koblenz 1818311
Ein „Scherzverhältniß nach meiner Weise“. Eine Koblenzer Liebschaft312
WIE MEUSEBACH NACH BERLIN VERSETZT WURDE UND ALS„GUTER PREUSSE“ NEUE FREUNDE FAND (1819—1832)350
Carl von Clausewitz’ Brief an Meusebach353
Das Jahr 1819. Reise nach Berlin. Begegnung mit den Brüdern Grimm in Kassel358
Abschied von Koblenz359
Ein „kleines Coblenz“ in Berlin361
Wie Meusebach „ein guter Preuße wurde“364
Zum Haus am Kupfergraben (Karl Hegel)369
Die Gesetzlose Gesellschaft370
Das Jahr 1821372
Seebad Putbus, September 1821379
„Ich bin ganz des Teufels auf die alten Wälzer“. Meusebach als Sammler oder Onkel Tobys Steckenpferd381
Hoffmann von Fallersleben384
Der Fonk’sche Fall392
Meusebachs Schwerhörigkeit und Versuch ihrer Linderung durch Bücherlust und Wasserkur: Bäderreise nach Bad Nenndorf über Halberstadt und Wolfenbüttel396
Eine sehr artige Reisebeschreibung zu Wasser und zu Lande397
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